Expertentipps für eine Afrika-Reise mit Safari

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Du träumst von einer Afrika-Reise, bist aber nicht sicher, in welches Land es gehen soll? Du willst eine Safari-Reise in Afrika machen, weißt aber nicht, wo du die meisten Tiere siehst? Diese und viele weitere Fragen rund um das Thema Safari und Afrika hat mir Sarah Hostrup beantwortet. Sie ist Afrika-Expertin bei Severin Travel, einem spezialisierten Reiseveranstalter für nachhaltige und individuelle Reisen in das östliche und südliche Afrika.

Sarah Hostrup – hier am Blyde River Canyon in Südafrika – ist Afrika-Expertin beim Reiseveranstalter Severin Travel. (Foto: Severin Travel)
Inhalt
Viele können sich nicht entscheiden, welches afrikanische Land am besten passt. Welches Land ist für welchen Reisetyp am besten geeignet?
Die Wahl des Reiseziels für Afrika hängt primär davon ab, wie viel Infrastruktur ich mir wünsche beziehungsweise wie hoch der „Wildnis-Grad“ sein darf. Hier hat jeder eigene Vorstellungen. Südafrika ist das ideale Land für Einsteiger. Die touristische Infrastruktur ist auf europäischem Niveau, die medizinische Versorgung exzellent und die Garden Route lässt sich perfekt mit einer Safari im malaria-freien Eastern Cape oder dem sehr berühmten Krüger Nationalpark kombinieren.
In Namibia hingegen liegt der Fokus weniger auf der hohen Wildtierdichte als vielmehr auf spektakulären Landschaften wie dem Sossusvlei oder der Skelettküste. Das Land ist ein Paradies für Fotografen und Individualisten. Der Etosha Nationalpark sorgt mit seiner Weite trotzdem für eine einzigartige Safari-Kulisse.
Botswana, Sambia und Simbabwe richten sich eher an Reisende, die eine authentische, allerdings oft hochpreisige Wildnis suchen. Hier steht das exklusive Naturerlebnis in privaten Unterkünften im Vordergrund, Massentourismus gibt es hier nicht. Die drei Länder bieten oft sehr private und exklusive Lodges. Eine Bootssafari im Okavango Delta und eine Walking Safari in Sambia sind spannende Erlebnisse.

Eine Mokoro-Fahrt im Okavango Delta in Botswana. (Foto: Severin Travel)
Wer die klassischen, weiten Savannen aus „Jenseits von Afrika“ sucht, sollte nach Kenia oder Tansania in Ostafrika reisen. Das ist die beste Region in Afrika für Safari-Reisen, wenn die „Big Five“ und die großen Tierwanderungen, die sogenannte Great Migration, im Fokus stehen. Berühmte Nationalparks wie die Serengeti und der Ngorongoro-Krater in Tansania und die Masai Mara in Kenia machen diese Region zu einem der beliebtesten Safari-Ziele.
Wie steht es um die Sicherheit? Kann ich mich bedenkenlos im Land bewegen?
In Ländern wie Namibia, Botswana oder Ruanda ist die Sicherheitslage für Touristen sehr stabil. In Metropolen wie Johannesburg in Südafrika oder Nairobi in Kenia gelten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen: Du solltest keine Wertsachen offen zeigen, nach Einbruch der Dunkelheit nicht zu Fuß unterwegs sein und offizielle Transfers nutzen.
Manche machen sich Gedanken um ihre Gesundheit bei einer Afrika-Reise. Ich rate, sich frühzeitig um Impfungen und um eine Reiseversicherung zu kümmern. Für die Impfungen empfehlen wir eine Beratung bei einem Tropenmediziner. Außerdem solltest du dich vorab informieren, ob die Reise in ein Malaria- oder Gelbfieber-Gebiet geht, und entsprechende Vorkehrungen treffen.
Für alle, die Angst vor Spinnen und Schlangen haben: Wie groß ist das Risiko, diesen Tieren zu begegnen?
Vor Spinnen und Schlangen haben viele Reisende Angst, und ich kann das total nachempfinden. Die kurze Antwort lautet: Ja, es gibt sie – aber man bekommt sie fast nie zu Gesicht.
Schlangen sind extrem scheue Tiere. Sie spüren die Erschütterungen unserer Schritte, lange bevor wir sie sehen, und suchen das Weite. Die meisten Begegnungen finden nur statt, wenn eine Schlange übersehen oder sie in die Enge getrieben wird. Aber selbst dann gibt sie meistens mehrere Zisch-Geräusche als Warnung – dann solltest du dich einfach langsam zurückbewegen. In den Camps und Lodges wird sehr auf Sicherheit geachtet. Das Personal hält das Gras kurz und die Wege frei. Zudem sind die meisten Unterkünfte so konzipiert, dass tierischer Besuch draußen bleibt. Moskitonetze und gut schließende Zelte bzw. Türen sind Standard.

Schlangen, wie diese Zwergpuffotter in der Namib, sieht man in Afrika sehr selten.
Unter den Spinnen gibt es beeindruckend große Exemplare, zum Beispiel die Radnetzspinne. Die sind aber völlig harmlos und hängen meist dekorativ in ihren Netzen. Die wirklich „unangenehmen“ Arten sind klein, versteckt und kein Teil des Safari-Alltags.
Mein persönlicher Tipp: Einfach die Grundregeln des Busches befolgen. Nachts immer eine Taschenlampe benutzen, geschlossene Schuhe tragen und – ganz wichtig – niemals unter Baumstämme oder Steine greifen, ohne hinzusehen. Wenn du der Natur mit Respekt begegnest, ist das Risiko verschwindend gering. Ich habe in all den Jahren weitaus mehr Probleme mit frechen Affen gehabt, die mein Frühstück klauen wollten, als mit Schlangen oder Spinnen.
Kann ich Afrika gut als Selbstfahrer bereisen?
Namibia und Südafrika sind klassische Länder für Selbstfahrer. Die Schotterpisten, die hier Pads genannt werden, werden in einem guten Zustand gehalten. Ein wichtiger Tipp für Selbstfahrer: Unterschätze niemals die Distanzen! Oft dauern Fahrten länger, als man denkt. Auf Schotterpisten sind zum Beispiel maximal 80 Stundenkilometer erlaubt. Außerdem solltest du niemals nach Sonnenuntergang fahren. Wildtiere auf der Fahrbahn oder unbeleuchtete Fahrzeuge sind bei einer Reise in Afrika das größte Sicherheitsrisiko.

Unterwegs auf den Pads in Namibia.
Ein 4×4-Fahrzeug mit Dachzelt bietet dir maximale Freiheit, erfordert aber Disziplin beim Fahren. Wenn du Erfahrung mit Allradantrieb hast, bist du hier im Vorteil. In Botswana ist das Selbstfahren aufgrund tiefer Sandpisten nur sehr erfahrenen Offroad-Fahrern zu empfehlen. Ich rate Selbstfahrern, ein gutes Notfall-Netzwerk um sich herum zu haben. Daher bieten viele Reiseveranstalter auch Selbstfahrer-Reisen an.
Worauf sollte ich bei der Auswahl der Lodges achten?
Eine Afrika-Reise mit Safari definiert sich nicht über goldene Wasserhähne in der Lodge, sondern über die Qualität des Guides und die Lage des Camps. Ein guter Guide erzählt nicht nur viel über die Tiere, sondern erklärt auch die Ökosysteme. Es gibt Organisationen wie etwa The Field Guides Association of Southern Africa (FGASA), bei denen Guides sich zertifizieren können, das ist ein gutes Qualitätsmerkmal.
Bei der Auswahl der Camps musst du dich entscheiden, ob du dich in Private Reserves oder in den Nationalparks aufhalten möchtest: In staatlichen Parks müssen Fahrzeuge auf den Wegen bleiben. In privaten Konzessionen, wie es sie zum Beispiel am Rand des Krüger Parks oder im Okavango Delta gibt, dürfen Ranger oft „off-road“ fahren. Dadurch sind Sichtungen von Leoparden oder Löwen aus nächster Nähe möglich, ohne dass 20 andere Fahrzeuge daneben stehen.

Elefantensichtung im Etosha Nationalpark in Namibia. (Foto Severin Travel)
Wichtig finde ich auch die Frage nach der Nachhaltigkeit: Ich würde Lodges bevorzugen, die mit Solarenergie arbeiten, Plastik vermeiden und die lokale Community aktiv einbinden. Auch die Safari selbst sollte nachhaltig und respektvoll durchgeführt werden. Nachhaltigkeit ist heute ein wesentlicher Teil von hochwertigen Safari-Reisen in Afrika. Bei unseren Reisen steht der respektvolle Umgang mit Mensch, Tier und Natur stets im Mittelpunkt.
Wie erkenne ich denn, ob ein Anbieter auf Nachhaltigkeit und Ethik Wert legt?
Das Thema Tierschutz ist bei einer Afrika-Reise zentral. Du solltest dich auf jeden Fall strikt von Aktivitäten wie „Löwen-Streicheln“ oder Spaziergängen mit Raubkatzen distanzieren. Ethische Tierbeobachtung bedeutet, dass ein Tier niemals gejagt oder bedrängt wird, nur um ein besseres Foto zu ermöglichen. Wenn ein Tier Anzeichen von Stress zeigt, entfernt ein seriöser Guide sofort das Fahrzeug. Das Gleiche erwarten wir von Selbstfahrern.

Auf Safari im Ngorongoro-Krater in Tansania. (Foto: Severin Travel)
Außerdem kannst du bei der Wahl der Lodges viel für das Land und die Bevölkerung tun. Nachhaltige Lodges, die das Personal aus den umliegenden Dörfern beschäftigen und lokale Projekte, wie etwa einen Schul- oder einen Brunnenbau, unterstützen, sollten immer die erste Wahl sein. Sinnvolle Afrika-Reisen sollten immer auch der lokalen Bevölkerung zugutekommen.
Wann ist die beste Reisezeit für eine Safari in Afrika?
Die Trockenzeit ist ideal für Tierbeobachtungen, da die Vegetation spärlich ist und die Tiere an die Wasserlöcher kommen. Je nach Region findet die Trockenzeit zu anderen Jahreszeiten statt. Oft unterschätzt wird die sogenannte Green Season. Wenn es regnet, ist das Land sehr grün, es gibt viele Jungtiere. Außerdem ist das Licht für Fotografen durch die klare Luft nach Regenfällen deutlich besser. Einige Länder sind in der Regensaison aber kaum befahrbar, manche Lodges schließen sogar. Du solltest dich im Vorfeld also im Detail über das Klima im Land informieren.

Giraffen sieht man häufig bei einer Safari in Afrika – wie hier in Kenia. (Foto: Severin Travel)
Was kostet eine Afrika-Reise mit Safari?
Die Kosten sind stark saisonabhängig. Die Trockenzeit ist Hochsaison und damit die teuerste Reisezeit. In der Green Season hingegen liegen die Preise oft 30 bis 40 Prozent unter denen in der Hochsaison. Generell kannst du jede Afrika-Reise an dein Budget anpassen – durch die Wahl der Lodges, die Anzahl der Safari-Tage und durch eine frühzeitige Buchung. Für eine Reise mit Safari solltest du definitiv mit mehr als 2000 Euro pro Person rechnen. Für High-End-Reisen mit luxuriösen Unterkünften und privaten Safaris endest du schnell bei einem fünfstelligen Betrag.
Kommen wir zur „Bush-Garderobe“: Wie sollte meine Packliste für Safari-Reisen in Afrika aussehen?
Die Packliste für Safari-Reisen unterscheidet sich deutlich von einem Strandurlaub. Das fängt bei der Farbauswahl an: Um die Tiere nicht auf sich aufmerksam zu machen, eignen sich gedeckte Farben wie Beige, Khaki oder Oliv. Blau und Schwarz ziehen die Tsetse-Fliege an – also lieber vermeiden. Auf Safari ist es früh morgens bei der Abfahrt oft bitterkalt, besonders im offenen Jeep, und mittags heiß. Das Zwiebelprinzip aus mehreren Schichten bietet sich hier an.

In solchen offenen Jeeps geht es auf in Afrika auf Safari.
Wichtig ist auch die Ausrüstung: Du solltest nicht am Fernglas sparen. Auch wenn die Guides meist eines dabei haben, ist ein eigenes Fernglas ein riesiger Qualitätsgewinn für Tierbeobachtungen. Die Größe 8×42 ist für eine Safari in Afrika ideal.
Wenn ich noch etwas anderes erleben möchte: Was bietet Afrika abseits der klassischen Safari?
Afrika hat traumhafte Strände und Inseln. Du kannst Safari- und Strand-Urlaub perfekt kombinieren. Sansibar, Mosambik und Madagaskar zum Beispiel laden im Anschluss an eine Safari zu einem Badeurlaub mit Korallen und Mantarochen im Indischen Ozean ein.
Sehr spannend ist das Gorilla-Trekking in Uganda und Ruanda – die intensivste Form einer Afrika-Reise. Statt im Jeep bist du zu Fuß im dichten Regenwald unterwegs. Die Permits für das Gorilla-Trekking sind allerdings teuer und limitiert, daher solltest du mindestens sechs bis zwölf Monate im Voraus buchen. Solch eine Reise ist körperlich fordernd, aber die Begegnung mit Berggorillas ist für die meisten Reisenden das emotionalste Erlebnis all ihrer Reisen.
Wenn du Lemuren und Chamäleons sehen willst, musst du unbedingt nach Madagaskar reisen. Die Infrastruktur im Land ist jedoch rustikal, und die Distanzen sind riesig. Dieses Ziel ist am besten geeignet für Abenteuerlustige, die Zeit für langsame Landwege haben.
Weitaus einfacher sind die Victoriafälle in Simbabwe und Sambia zu bereisen. Wir empfehlen meist die Seite von Simbabwe, da du hier den besten Panoramablick auf die Wasserfälle hast. Wagemutige können sich in den „Devil’s Pool“ auf der sambischen Seite wagen. Hier kannst du in der Trockenzeit direkt am Abgrund der Wasserfälle baden.
Was viele nicht auf dem Schirm haben: Afrika ist ein Paradies für Wanderer. Neben dem Kilimandscharo in Tansania bieten die Drakensberge in Südafrika spektakuläre Pfade und Jahrtausende alte Felsmalereien der San. Wanderungen sind eine perfekte Ergänzung für Reisende, die sich nach der oft langen Zeit im Safari-Fahrzeug aktiv bewegen wollen.

Wandern in den Drakensbergen in Südafrika. (Foto: Jochen Hafner)
Wer Wüste und Einsamkeit sucht, ist mit Namibia gut bedient: Hier geht es weniger um Tiere, sondern um Licht und Weite. Die orangefarbenen Dünen im Sossusvlei und die neblige Skelettküste bieten eine fast surreale Ästhetik. Namibia ist das ultimative Land für Entdecker, die als Selbstfahrer Ruhe und einen spektakulären Sternenhimmel suchen.
Genussliebhaber kommen an den Cape Winelands in Südafrika nicht vorbei. Orte wie Franschhoek bieten Gastronomie auf Weltniveau. Du kannst sehr gut eine Safari im Norden Südafrikas mit einem mehrtägigen Aufenthalt in den Weingütern im Süden kombinieren.
Nicht zuletzt ist Afrika reich an Geschichte. Wer in ein afrikanisches Land reist, sollte sich auch mit dessen Geschichte und Kultur beschäftigen. Viele Museen über die Kolonialzeiten und andere Sehenswürdigkeiten wie die San-Felsmalereien sind eine hervorragende Möglichkeit, im Rahmen geführter Touren mehr über Afrika zu lernen.
Vielen Dank für das Interview, Sarah.
Hast du noch weitere Fragen an die Afrika-Expertin? Dann schreibe sie gern in die Kommentare!
Hinweis: Dieses Interview entstand in Zusammenarbeit mit Severin Travel. Ich habe eine Honorar dafür erhalten. Die Inhalte des Beitrags habe ich wie immer frei gewählt.
Veröffentlicht am: 11. Februar 2026
Veröffentlicht am: 11. Februar 2026
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