Reisen verändert – Ergebnisse der Blogparade

Reisen erweitert den Horizont, sagt man. Reisen lehrt Toleranz. Und Reisen verändert einen Menschen. Ich finde, an all diesen Aussagen ist etwas dran. Auch ich wäre sicherlich ein anderer Mensch, wenn ich nicht vor 30 Jahren begonnen hätte, die Welt zu entdecken.

Die Blogparade „Reisen verändert“

Vielen anderen Reisebloggern geht es offenbar ähnlich. Das hat meine Blogparade zum Thema „Reisen verändert“ gezeigt. Ich habe die Blogger dort draußen gefragt:

  • Wie hat dich das Reisen verändert?
  • Was hast du über das Leben, über die Natur, über unsere Welt gelernt?
  • Welche Menschen haben dich auf deinen Reisen nachhaltig beeindruckt?
  • Oder bemerkst du durch das Reisen keinerlei Veränderung bei dir?

Die Resonanz hat mich überwältigt: 36 Blogger und Bloggerinnen sind meinem Aufruf gefolgt und haben sich an meiner Blogparade beteiligt! Das Tolle ist: Unter den Teilnehmern befinden sich eine ganze Reihe von Blogs, die ich noch gar nicht kannte – Euch einen ganz besonderen Dank für Eure Teilnahme!

Die Veränderungen, die die Blogger durch das Reisen bei sich entdeckt haben, sind vielfältig: Viele sind durch das Reisen offener und toleranter geworden, einige haben ihren Partner auf Reisen kennengelernt, andere haben das Reisen zum Beruf gemacht oder haben auf andere Weise ihr Leben umgekrempelt.

Ihr wollt mehr dazu erfahren, wie Reisen einen Menschen verändern kann? Dann geht es jetzt los:

Dies sind die Beiträge zu meiner Blogparade

1) Martina von SY Vairea fühlt sich als Zeitmillionärin, seit sie nur noch reisend lebt: „Ich glaube, meine große Erkenntnis ist, dass ich zwar alles verändern kann im Leben – aber mich nehme ich immer mit.“

2) Raimund von Fahrrad-Abenteuer-Reisen ist seit 2015 mit seinem Rad auf mehreren Kontinenten unterwegs: „Reisen bildet, erweitert deinen Blickwinkel, stellt dein Wertesystem auf den Kopf, fördert neue Fähigkeiten und erhöht deine Belastungsgrenze.“

3) Antje von Welt Ahoi ist in 14 Monaten in die Karibik und zurück gesegelt: „Uns wurde klar, wie wenig materielle Dinge wir im Grunde wirklich brauchten, um glücklich zu sein – und wieviel Ballast wir im Alltag in Deutschland mit uns herumschleppten.“

4) Silke von Silke Bicker liebt Abstecher und Wochenendreisen: „Begegnungen, Neues erfahren und Geschichte hautnah erleben, fixen mich gewaltig an.“

5) Thomas von Reisen und Fotografie, eigentlich USA-Kenner, wurde in Asien geerdet: „Wenn man sieht, wie die Menschen da teilweise leben, genießt man jeden erdenklichen Luxus, jede denkbare Bequemlichkeit, die wir zu Hause jeden Tag wie selbstverständlich erleben.“

6) Ina von Mit Kind im Rucksack ist in der ehemaligen DDR aufgewachsen: „Wir, die eigentlich vorher schon offene tolerante Menschen waren, wurden durch das Reisen noch aufgeschlossener anderen Menschen und Kulturen gegenüber.“

So wie aus Puppen Schmetterlinge werden, so kann eine Reise einen Menschen verändern. (Foto: Jochen Hafner)

7) Ulrike von Bambooblog war Anfang der 1990er-Jahre zum ersten Mal in China: „Ich habe irgendwie nicht das Gefühl, dass mich das Reisen im Wesen verändert hat. Ich bin die Gleiche geblieben.“

8) Julia von Mein Weltbuch reist am liebsten abseits der touristischen Pfade und mit viel Kontakt zu Einheimischen: „Diese Erfahrung gibt mir Kraft, auch im Alltag überzeugt und mutig einen Weg einzuschlagen und deutlich gelassener mit Problemen und Zukunftssorgen umzugehen.“

9) Kati von Bunt um die Welt ist seit über 500 Tagen auf Weltreise: „Sich vollständig auf jemand Fremdes einzulassen erfordert Mut. Mut, den man in seinem gewohnten Umfeld selten braucht.“

10) Daniel von The 193 Challenge will alle 193 UN-Länder dieser Erde bereisen: „Uns wurde bewusst, was man wirklich zum Leben benötigt und welche lächerlichen Luxusprobleme wir oder andere oft haben.“

11) Dirk von DT-Classics ist meistens mit seinem VW-Bus unterwegs: „Die Veränderung mag in der Erkenntnis liegen, welche große Freiheit und Luxus darin liegen, über jeden Augenblick, jede Handlung, jede Unternehmung völlig frei und freiwillig zu entscheiden.“

12) Silvia von Abenteuerzeilen ist von der Stubenhockerin zur Abenteurerin geworden: „Ich habe das Gefühl, dass meine isolierte Weltanschauung komplett über den Haufen geworfen wurde.“

13) Julia von Secluded Time ist immer auf der Suche nach Geheimtipps: Wer ein Land kennenlernen möchte, der muss sich in seinen Sog fallen lassen und wird am Ende mit einem verwirbelten Kopf zurückkehren.“

14) Nina von Karl reist hat mit ihrer Familie schon mehrere Auszeiten genommen: „Wenn man erstmal sieht, wie andere Kulturen mit den Anforderungen des täglichen Lebens umgehen, kann man sich überlegen, ob der bisherige Weg auch der zukünftige bleiben soll.“

15) Stine von Haflokast reist mit ihren Hunden im Wohnmobil: „Wir sparen nicht mehr für die Rente. Wir leben jetzt und stecken unser Geld in unsere Wohnmobiltouren.“

16) Alexandra von Levartworld ist nach Norwegen umgesiedelt: „Ich habe gelernt, dass wir am schönsten Ort der Welt sein und die geilsten Dinge tun können – wenn wir mit uns selbst unzufrieden sind, macht uns auch die schönste Reise auf Dauer nicht glücklich.“

17) Roswitha von Bruder auf Achse hat sich schon in der Kindheit mit dem Reisevirus infiziert: „Reisen hat mein Leben verändert. Es hat mich zu Tränen gerührt, mich in pure Begeisterung und tiefste Verzweiflung gestürzt.“

18) Brina von Kreuzfahrtautorin blickt auf 17 Jahre Kreuzfahrt zurück: „Ich habe gelernt, weil ich das ganz Große erlebt habe, für kleine Dinge wieder dankbar zu sein und für den normalen Alltag.“

19) Daniel von South Traveler reist seit 10 Jahren regelmäßig nach Lateinamerika: „Ich bin entspannter geworden, weiß das Leben zu schätzen und zu genießen.“

20) Andrea von Indigo Blau hat ihr Reiseverhalten verändert: „Bevor ich reise, frage ich mich heute: Warum möchte ich diese Reise unternehmen? Was möchte ich dort finden und lernen?“

21) Jenny von Anchor and Clover ist vollzeitbeschäftigte Welten­bumm­lerin: „Ich bin immer noch ich, aber in – nach meiner Ansicht – einer besseren Version.“

22) Anja von Travel on Toast ist Vollzeit-Reisebloggerin: „Das Reisen hat mir noch mal bewusst gemacht, dass ich so leben kann, wie ich möchte.“

23) Barbara von Reisepsycho ist verliebt in Italien: „Ich habe so viel erlebt, so eindrückliche Erfahrungen gemacht, und die meisten davon haben irgendwelche Spuren in mir hinterlassen.“

24) Ellen von Patotra ist leidenschaftliche Globetrotterin – mit und ohne Familie: „Reisen lässt mich wachsen und gleichzeitig stärkt es meine Wurzeln.“

25) Sabrina von Smiles from abroad fühlt sich an vielen Orten der Welt zu Hause: „Die besten meiner Reisemomente waren die, die ich überhaupt nicht erwartet habe.“

26) Lisa und Micha von just a travel away brechen regelmäßig aus dem Alltag aus: „Das Reisen schenkt unvergessliche Augenblicke und Momente, die wir nicht erlebt hätten, wären wir nicht zu genau diesem Zeitpunkt an genau diesem Ort gewesen.“

27) Eva von 2 unterwegs reist seit fünf Jahren mit ihrer Tochter um die Welt: „Ich hatte ja keine Ahnung, dass diese Reise mein ganzes Leben umkrempeln würde.“

28) Thomas von Mittel und Amerika war gerade mit seiner Familie in El Salvador: „Seit ich das erste Mal eine große Reise gemacht habe, bin ich immer wieder dankbar dafür, so eine Reise überhaupt machen zu können.“

29) Markus von Schöne Aussicht hat nach einer Krankheit sein Leben umgekrempelt: „Durch meine Reisen haben sich viele Blickwinkel geändert und heute bin ich stolz, dass ich damit die Menschen auch pro Naturschutz sensibilisieren kann.“

30) Tatjana von Cake and Compass hat gerade ihre erste Fernreise hinter sich: „Anstatt zu granteln, weil es eben hier nicht so ist, kann ich es besser machen und freundlicher sein. Ich habe auf Reisen gelernt, dass es auch anders geht.“

31) Esther von Travel Sisi hat lange in Kapstadt gelebt: „Meine Erfahrungen, Entdeckungen und Begegnungen haben mich zu der Person gemacht, die ich heute bin. Und die finde ich – meistens – richtig gut.“

32) Ines und Thomas von Gin des Lebens haben auf ihrer Reise nach Bethlehem viel gelernt: „Es liegt an unserer inneren Einstellung, ob wir das Gute oder das Schlechte in den Menschen sehen.“

33) Sanna von Travelsanne hat schon als Kind ihren Puppenkoffer gepackt: „Erstaunlicherweise entwickelt man in der Ferne auch eine ungeahnte Heimatliebe.“

34) Michelle von The Road Most Travelled hat ein Semester in Singapur studiert: „Wir leben sehr im Überfluss und dieser Minimalismus, den ich auf Reisen kennenlernen durfte, hat mich sehr beeindruckt.“

35) Martina von Wanderhunger hat sechs Monate in Thailand gelebt: „Soviel hat sich verändert, so viel ist auch gleichgeblieben und fühlt sich neu an – und alles das im besten positiven Sinne.“

36) Dorothee von Women’s Cycling Guide fuhr zehn Jahre mit dem Fahrrad um die Welt: „Das Leben ist ein Geschenk, keine Strafe.“

Und was habe ich gelernt in all den Jahren auf Reisen? Ebenfalls viel! Das sind meine wichtigsten Erkenntnisse:

Meine Erkenntnisse durchs Reisen

  1. Ich habe gelernt, auf mein Bauchgefühl zu hören. Ich bin in all den Jahren noch nie in eine wirklich brenzlige Situation gekommen. Das liegt zum einen wahrscheinlich daran, dass ich einfach Glück hatte. Zum anderen glaube ich aber auch, dass ich ein gutes Gespür dafür entwickelt habe, wenn mir etwas komisch erscheint und ich der Situation lieber aus dem Weg gehen sollte. Bisher bin ich damit immer gut gefahren.
    → Auch im Alltag lässt mich mein Bauchgefühl nur noch selten im Stich.
  2. Ich habe gelernt, dass Reisen leichter ist als man als Anfänger glaubt. Es gab noch kein Land, in dem ich Probleme hatte, an den gewünschten Ort zu gelangen oder ein Bett für die Nacht zu bekommen. Irgendwie klappt es immer. Im Zweifel muss man halt herumfragen, bis man an sein Ziel kommt. Und wenn man die Sprache eines Landes nicht spricht, geht es auch irgendwie. Und falls Plan A nicht funktioniert, wird Plan B – oder C – mit Sicherheit aufgehen.
    → Diese Gelassenheit, dass alles (im Leben) irgendwie gutgehen wird, wird mit jeder Reise stärker.
  3. Ich habe gelernt, wie fragil das Gleichgewicht unserer Natur ist. Natürlich kann man sich auch Natur-Dokus im Fernsehen anschauen. Aber wenn man einmal selber im Regenwald gestanden oder einmal die faszinierende Unterwasserwelt mit eigenen Augen gesehen hat, versteht man viel besser, wie wichtig es ist, auf unsere Natur achtzugeben. Weil sie so unfassbar schön ist. Und weil wir sie brauchen.
    → Seit ich reise, ist mir Naturschutz viel wichtiger geworden.

Danke nochmal an alle Teilnehmer fürs Mitmachen! Die Blogparade hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich würde mich freuen, wenn du diese Zusammenfassung der Beiträge teilst, damit noch mehr Leute von den spannenden Veränderungen erfahren, die durchs Reisen möglich sind.

 

 

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