Meine Tipps fürs Fotografieren auf Reisen

Auf meinem Blog findest du viele Bilder – das war auch einer der Gründe dafür, dieses Blog überhaupt zu starten. Denn ich fand es wirklich schade, dass die ganzen Fotos, die ich von meinen Reisen mit nach Hause bringe, ein tristes Dasein auf meiner Festplatte fristen, wo sie niemand mehr zu sehen bekommt.

Da Melanie und Thomas von reisen-fotografie nun zur Blogparade Fotografie auf Reisen aufgerufen haben, möchte ich die Gelegenheit ergreifen, dir zu erzählen, wie das eigentlich so mit meinen Fotos auf Reisen funktioniert.

2004. Damals noch mit meiner Spiegelreflexkamera unterwegs.

Welche Kamera benutze ich?

Als ich mit dem Reisen angefangen habe, war eine Spiegelreflexkamera mein ständiger Begleiter. Ich hatte immer eine Canon-Kamera mit zwei Objektiven: 50-80 mm und 80-200 mm. Im Jahr 2007 (ja, ich bin ein Late Adopter bei Technik!) kaufte ich mir meine erste Digitalkamera, ebenfalls eine Spiegelreflex von Canon.

Da ich jedoch immer mit Rucksack reise und dabei jedes Gramm Gewicht nervt, bin ich irgendwann auf eine Bridge-Kamera umgestiegen. Die Vorteile dieses Kameratyps:

1. Sie ist um Längen leichter als eine schwere Spiegelreflexkamera samt Objektiven.

2. Man hat trotzdem – im Gegensatz zu einer Kompaktkamera – etwas in der Hand.

3. Der Umfang der manuellen und automatischen Einstellungen ist vergleichbar mit der einer Spiegelreflexkamera.

4. Sie hat einen Wahnsinns-Zoom. Meine derzeitige Bridgekamera von Panasonic besitzt einen 18-fachen optischen Zoom, was einer Brennweite von gut 500 Millimetern entspricht. Die der neuesten Generation haben einen 60-fachen Zoom – also eine Brennweite von 1200 Millimetern. Damit erwischt man jede Fliege an der Wand! Eine Neuanschaffung steht bald an.

Was meine Kamera alles kann, kannst du in meinem Gastbeitrag bei Synke Unterwegs lesen.

2011. Die leichte Bridgekamera im Einsatz.

Wie sichere ich die Aufnahmen?

Auf meinen Reisen habe ich mehrere kleinere Speicherkarten dabei. Sollte eine davon mal kaputt- oder verloren gehen, ist im schlimmsten Fall nur ein kleiner Teil der Bilder weg. Bei einer einzigen großen Speicherkarte kann schon mal die Ausbeute des ganzen Urlaubs futsch sein.

Wenn ich die Gelegenheit dazu habe, lasse ich die Bilder vor Ort als Backup auf DVD brennen – die meisten Internet-Cafés bieten diesen Service an. Eine Cloud-Lösung mag ich aus Sicherheitsgründen nicht nutzen. Außerdem würde mir das Hochladen der Bilder zu lange dauern.

Bisher habe ich alle Bilder immer sicher nach Hause gebracht – mit Ausnahme einer Reise vor über 20 Jahren, als mir in Spanien das Auto aufgebrochen wurde und 10 belichtete Diafilme verschwunden sind. Aber das ist eine andere Geschichte …

Zu Hause speichere ich die Bilder auf drei externe Festplatten. Diese Mehrfachsicherung nutze ich, nachdem mir vor Jahren einmal eine Festplatte mit Bildern heruntergefallen ist und dadurch kein Zugriff auf die Platte mehr möglich war. Mit drei Festplatten fühle ich mich nun sicher genug.

Bilderwettbewerb

Teil zwei der Blogparade von reisen-fotografie ist ein Bilderwettbewerb: Alle Teilnehmer sind aufgerufen, ihr Lieblingsbild einzureichen. Der Gewinner darf entscheiden, an wen reisen-fotografie 30 Euro spendet.

Ach herrjemine, das ist hart! Es gibt so viele schöne Bilder von meinen Reisen, dass die Auswahl wirklich schwerfällt … Ich habe mich letztlich für ein Bild aus Namibia entschieden, das für mich die zwei typischen Merkmale dieses Landes ausmacht: zum einen die menschenleere Weite und zum anderen diese beruhigenden warmen Farben.

Wenn ich gewinne, soll die Spende ebenfalls nach Afrika gehen, und zwar an die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe, für die ich mich seit meiner Reise nach Äthiopien ehrenamtlich engagiere.

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18 Kommentare

  • Ja, auf Reisen eine schwere Kamara herumzuschleppen ist wirklich mühsamm. Ich habe auch ein Bridgekamera von Panasonic Lumix FZ 150.Ich bin zwar ständig auf der Suche, nach der Besten Einstellung aber ich bin sehr zufrieden damit.

  • Hallo Sabine
    Schöner Beitrag! Habe mich im Vorfeld meiner 10 Wöchigen Asien Reise auch mit diesem Thema befasst und mir dann Schlussendlich die Panasonic FZ1000 zugelegt. Die resultate kann man auf unterwegs.newtechcloud.ch begutachten :-) Ich bin von der Kamera begeistert und es war für mich die richtige Wahl!

    Gruss, Mario

  • Hallo Sabine.
    Ein toller Beitrag zur Blogparade – passendes Thema, oder?
    Mit den Speicherkarten das handhabe ich ebenso – alles auf eine Karte? Niemals.
    Es wär der Horror wär alles auf einmal weg.
    Mit der Cloud, das ist mir auch nicht so sicher.
    Wär schön wenn es mal mit einem Treffen klappt.
    Viele Grüße
    Tanja

  • Liebe Sabine, danke für die Tipps. Ich arbeite mit zwei externen Festplatten, eine speichert regelmäßig (ich glaube, automatisiert, hat mir ein Freund eingerichtet), die andere kommt einmal im Jahr zum Einsatz. Damit fühle ich mich sicher. Die Frage einer längerfristigen Archivierung ist damit aber leider nicht geklärt. Ist so ein Thema, das ich vor mir herschiebe. ;-)
    Super, dein Tipp bzgl. einer leichten und trotzdem hochwertigen Kamera; gehe wirklich viel auf den Berg und nichts ist da nerviger als ein schwerer Rucksack. Beim nächsten Kamera-Kauf dann …

    • Liebe Susanne, danke für deinen Kommentar. In der von dir gewählten Kombination wären mir zwei Platten allerdings zu wenig: Wenn dir die automatisiert gesicherte Platte im Dezember 2014 kaputtgeht und du die andere im Januar 2014 das letzte Mal aktualisiert hast, hast du ein Problem …

  • Hallo Sabine, Deine Empfehlung für eine Bridgekamera von Panasonic kann ich nur unterstützen. Ich fotografiere derzeit mit der DMC FZ 48 (24x Zoom) und bin bisher sehr zufrieden damit. Beim sichern der Bilder, halte ich es mit 2 externen Festplatten für ausreichend. Im übrigen finden ich das Bild für den Wettbewerb echt schön! LG

  • Hallo Sabine,

    Danke für Deinen tollen Beitrag zu unserer Blogparade.

    Das mit dem Umstieg auf eine Bridgekamera kann ich sehr gut nachvollziehen. Das Gewicht der DSRL ging mir auf Reisen ebenfalls auf die Nerven. Bei uns ist dann jetzt eine Systemkamera geworden.

    Bei der Auswahl des Bildes hast Du eine gute Wahl getroffen, mir gefällt das außerordentlich gut.

    LG Thomas

    • Bei einer Systemkamera reicht mir der Zoom nicht aus – oder man muss doch wieder ein weiteres Objektiv mitschleppen. Und da ich gern Tiere fotografiere, muss es bei mir oft schnell gehen mit dem Auslösen. Daher habe ich lieber alles in einem.
      Freut mich, dass das Bild gefällt :-)

  • Danke für die schnelle Antwort, Sabine. Habe mir die DMC-FZ200 gerade bei Amazon angeschaut, sie schaut gut aus und liegt auch preislich im Rahmen (ist heruntergesetzt). Vielleicht habe ich Glück, und sie ist nach Weihnachten noch etwas billiger. Oder ich schau mal, ob es sie hier in Ungarn im Laden gibt und was sie hier kostet.

  • Hallo Sabine!

    Zunächst einmal wünsche ich dir viel Glück für den Wettbewerb. Und dann möchte ich dich gerne fragen, welche Kamera du genau benutzt bzw. welche du für eine Anfängerin empfehlen würdest. Meine 4 Jahre alte Kompaktkamera gibt allmählich ihren Geist auf, und nächstes Jahr muss eine neue Kamera her.

    Liebe Grüße
    Nuria

    • Hallo Nuria, ich selber benutze derzeit die Bridgekamera Panansonic Lumix DMC-FZ28. Die ist aber schon so alt, dass ich sie nicht im Text empfehlen wollte. Im Moment liebäugele ich mit dem Nachnachnachfolger DMC-FZ200, denn mit der Lumix war ich immer ganz zufrieden. Was ich Anfängern empfehlen würde? Das kommt immer darauf an, was Du willst: Einen großen Zoom für weit entfernte Motive? Eine hohe Lichtstärke für Aufnahmen mit wenig Licht? Eine möglichst kleine und leichte Kamera? Bilder mit Top-Qualität? Du siehst, eine allgemein gültige Antwort gibt es hier nicht. Als Hausnummer für kleine Kameras würde ich mindestens 250 bis 300 Euro investieren – alles, was drunter liegt, ist qualitativ so schlecht, dass das Fotografieren keinen Spaß macht.

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