Mallorca: Wandern statt Sonnenbaden

1987 war ich das erste Mal auf Mallorca. Seinerzeit ging der Boom auf der Baleareninsel gerade los, und unser örtliches Reisebüro hatte zu einer Infoveranstaltung eingeladen, um die Insel bekanntzumachen. Zu gewinnen gab es eine einwöchige Reise nach Santa Ponça, schon damals eine Hochburg des Pauschaltourismus. Meine kleine Schwester durfte Glücksfee spielen – und wessen Namen zog sie aus dem Lostopf? Meinen! Peinlich, aber so hatte ich einen Familienurlaub nach Mallorca gewonnen …

25 Jahre lang habe ich danach keinen Fuß mehr auf die Insel gesetzt, denn Animationsurlaub in Bettenburgen ist wirklich nichts für mich. 2012 gab ich der Insel aber dann doch noch eine Chance. Statt ein Hotel buchten wir eine kleine Finca in Port de Sóller, statt Badesachen packten wir die Wanderschuhe ein. Nach zehn Tagen waren wir uns einig: Sucht man sich die richtigen Ecken aus, ist Mallorca wirklich wunderschön!

Diese Wanderungen auf Mallorca haben mir besonders gut gefallen:

Von Sant Elm zum Torre Cala Basset

Sant Elm an sich ist ja schon einen Ausflug wert mit seiner exponierten Lage direkt am Meer und den netten kleinen Restaurants an der Uferstraße. Vor der Belohnung kommt aber erst die Arbeit: Wir machen uns auf zur Küstenwanderung. Das Ende der Straße in Sant Elm mündet in einen kleinen Pfad, der sich an der steilen Küste entlangschlengelt. Auf seine Füße zu achten (was bei den vielen Wurzeln und Steinen auf dem Weg sehr ratsam ist!), ist nicht immer leicht – denn die Aussicht auf diesem kleinen Weg ist durchweg fantastisch: Das dunkelblaue Meer mit seinen türkisfarbenen Buchten erstreckt sich direkt zu unseren Füßen, und die vorgelagerte Dracheninsel begleitet uns auf der ganzen Strecke. Am Wachturm Cala Basset angekommen, können wir die Aussicht in Ruhe genießen. Zurück geht es durch einen Kiefernwald am Anwesen Ca’n Pepe vorbei, bis wir uns in Sant Elm die wohlverdiente Brotzeit gönnen.

Von Port de Sóller nach Deià

Diese Wanderung konnten wir praktischerweise direkt ab unserer Finca starten. Durch den Ort Port de Sóller hindurch geht es die Hügel hinauf. Auf alten Dorfverbindungswegen und Trampelpfaden laufen wir durch Olivenhaine und Kiefernwäldchen, ab der Hälfte der Strecke ist auch wieder das Meer zu sehen. Immer wieder stoßen wir auf malerische Fincas, bis wir endlich nach vier Stunden das Künstlerdorf Deià erreichen. An Zypressen, Bougainvilleen und Weinranken vorbei geht es zur Haltestelle des Busses, der uns zu unserem Ausgangsort zurückbringt.

Von Cala Pi zum Cap Blanc

Um auch mal etwas anderes zu sehen als das Tramuntana-Gebirge, fahren wir für eine Wanderung in den Süden der Insel. Los geht es am blau-grün schillernden Fjord in Cala Pi, auf dem die Yachten zu schweben scheinen. Über den Strand gelangen wir auf die andere Seite des Fjords an den Klippenrand. Am Ende der Bucht angekommen, wird das Gelände immer felsiger, Steinmännchen weisen uns den Weg über die Klippen. Nach rund anderthalb Stunden sind wir zum Wachturm von Cap Blanc angekommen – fast jedenfalls, denn es gibt keinen Zugang zu dem militärischen Sperrgebiet, sodass wir den Turm nur aus der Ferne betrachten können. Zurück nach Cala Pi geht es den gleichen Weg.

Kennst du noch weitere schöne Wandergegenden in Mallorca? Dann her damit in die Kommentare!

 

 

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