Angkor Wat: Das Wunder im Dschungel

„You want tuk tuk? You want guide to Angkor Wat?“ Kaum treten wir einen Schritt aus unserem Hotel in Siem Reap auf die Straße, werden wir schon belagert von Tuktuk-Fahrern und Führern, die uns zu der berühmten Tempelanlage Angkor Wat bringen wollen. Puh, so viel Aufdringlichkeit sind wir aus Thailand, woher wir gerade kamen, nicht gewohnt – Kambodscha ist da ein bisschen anstrengender. Wir lassen die emsigen Fahrer links liegen und warten auf unseren im Hotel gebuchten Führer, der bald mit seinem eigenen Tuk Tuk um die Ecke biegt.

Unzählige Gesichter in Bayon

Erste Station: Angkor Thom, die ehemalige Hauptstadt dieser Region. Genau in der Mitte innerhalb der Stadtmauern befindet sich der mächtige Tempel Bayon, eine der beeindruckendsten Anlagen von Angkor. Auf den rund 50 Türmen befinden sich jeweils vier in Stein gehauene Köpfe, die in jede Himmelsrichtung schauen. Stück für Stück erklimmen wir unter den Blicken der Steingesichter, die uns unablässig beobachten, die drei Ebenen des Tempels, bis wir ganz oben angelangt sind.

Die Sonne brennt immer heißer vom Himmel, und als wir später auf der Elefantenterrasse und der Terrasse des Lepra-Königs sowie am Königspalast stehen, packe ich meinen kleinen Schirm aus, den ich für solche Fälle immer dabei habe – er schützt wenigstens ein bisschen vor der Hitze. Wir sind froh, als wir wieder im Tuk Tuk sitzen und uns der Fahrtwind ein wenig Abkühlung gönnt.

Postkartenmotiv Angkor Wat

Als nächstes geht es zum bekanntesten und größten Tempel, dem Angkor Wat (zu sehen auf dem Foto ganz oben). Natürlich schießen wir das obligatorische Postkarten-Motiv vom See, in dem sich der Tempel spiegelt und von dem aus wir, je nach Perspektive, drei, vier oder fünf Türme des berühmten Tempels sehen. Anschließend betreten wir die Anlage über den langen Zufahrtsweg und staunen über die unzähligen Reliefs an den kunstvoll verzierten Wänden. Auch hier kletten wir die steilen Stufen bis zur obersten Ebene des Tempels hinauf.

Wir sind gerade eben oben angekommen, als es anfängt, wie aus Eimern zu regnen. Wir suchen Schutz in einem Turmzimmer und beobachten das faszinierende Monsun-Schauspiel. Damit war in der Regenzeit natürlich zu rechnen. (Die Moskitos hingegen sind in Siem Reap ungewöhnlich lästig: Abends im Hotelzimmer retten wir uns immer direkt mit einem Sprung unters Moskitonetz, um nicht komplett zerstochen zu werden).

Verwunschenes Ta Prohm

Am zweiten Tag verzichten wir auf einen Führer und suchen uns stattdessen einen der sich anpreisenden Tuk-Tuk-Fahrer aus. Als erstes lassen wir uns vom ihm zum Tempel Banteay Kdei bringen. Dieser ähnelt dem verwunschenen Ta Prohm mit seinem überwachsenen Gemäuern, ist aber weniger gut erhalten. An den Wänden finden sich jedoch noch immer zahlreiche Reliefs von Apsara-Tänzerinnen.

Direkt anschließend geht es nach Ta Prohm selbst – dem Höhepunkt unseres Kambodscha-Besuchs, wie ich finde. Mächtige Urwaldbäume haben ihre Äste um die Türen, Fenstern und Wände der Tempelanlage geschlungen, als ob sie sie aufessen wollten. In den Innenräumen liegen viele große Steinblöcke kreuz und quer verstreut – es muss für die Archäologen eine wahre Puzzlearbeit sein, diese Steine wieder richtig zusammenzusetzen.

Der Faszination von Ta Prohm konnten sich übrigens auch Filmemacher nicht entziehen. Hier wurde unter anderem der Streifen „Tomb Raider“ gedreht: In Ta Prohm wurde Lara Croft von buddhistischen Mönchen gesegnet, so dass ihre im Kampf erlittene Wunde auf wundersame Weise heilt. Dass in diesen Gemäuern Wunder geschehen können, glaube ich jedenfalls auf den ersten Blick! So wie auch der Rest von Angkor eine magische Ausstrahlung hat. Wäre es nicht so heiß gewesen, hätte ich die Tempelanlage sicher noch besser genießen und mich noch mehr verzaubern lassen können. 

Weitere Drehorte finden sich in der Kulissen-Karte von Teilzeitreisender. Klick einfach auf die Markierungen der unten stehenden Karte und du gelangst zu spannenden Drehorten auf der ganzen Welt. Welchen Ort könntest du zu der Liste beisteuern?

 

 

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