Gesund bleiben auf Reisen

Gesund bleiben auf Reisen: ein Apothekenschild

Wer kennt das nicht? Da freust du dich auf eine tolle Reise – und dann macht dir das Streetfood oder ein kaputter Bordstein einen Strich durch die Rechnung und legt dich für ein paar Tage lahm. Toitoitoi, bisher ist mir gesundheitlich noch nichts Dramatisches im Ausland passiert. Gesund bleiben auf Reisen wollen wir doch alle, oder? Damit auch du deine nächste Reise ohne Krankheiten oder Unfälle überstehst, habe ich ein paar Tipps für dich zusammengestellt. Manche mögen mich vielleicht für übervorsichtig halten, aber ich bin mit diesen Verhaltensregeln bisher immer gut gefahren:

Gesund bleiben: Magen & Darm

Die alte Traveller-Regel „Cook it, boil it, peel it or leave it“ hat mich schon vor so manch einem verkorksten Magen bewahrt. Also Vorsicht bei allem, was nicht gekocht, gebraten oder geschält ist: Hier können sich Bakterien verbergen.

Schälen allein reicht jedoch nicht, Obst sollte frisch (!) geschält sein. In Asien bekommst du häufig Tüten mit bereits geschältem Obst, bei dem du nie weißt, wie lange es dort schon liegt.

Thai-Suppe und gebratene Nudeln

Gekocht und gebraten – also alles okay! (Foto: Jochen Hafner)

Leitungswasser

Niemals Wasser direkt aus der Leitung trinken – in den meisten Ländern wird die Wasserqualität bei Weitem nicht so gut kontrolliert wie in Europa. Also nur Trinkwasser aus der Flasche oder abgekochtes bzw. gefiltertes Wasser trinken. Selbst zum Zähneputzen benutze ich auf Reisen konsequent nur Trinkwasser aus der Flasche.

Achtung auch bei Fruchtsäften: Diese sind manchmal mit Leitungswasser verdünnt. Am besten vor dem Bestellen fragen, ob es reiner oder mit Wasser zugesetzter Saft ist.

Sabine mit zwei Shakes auf einmal

Frische Shakes sind superlecker! (Foto: Jochen Hafner)

Das Gleiche gilt für Eis in Getränken: Ist es aus Leitungswasser hergestellt, kann das ein Risiko für deinen Magen bedeuten. Lieber fragen, ob industriell hergestelltes Eis verwendet wird.

Manchmal möchte ich auf Reisen einfach mal was Frisches essen. Wie wäre es mit einem Salat? Auch hier besteht leider die Gefahr, dass der Salat mit unreinem Leitungswasser gewaschen wurde. Also ein bisschen aufpassen.

Essensstände

Straßenstände in Asien und Lateinamerika sehen oft verlockend aus. Wir probieren gern viel aus – achten allerdings darauf, welchen Eindruck der Stand macht: Kaufen dort viele Leute (auch Einheimische) ein, kannst du davon ausgehen, dass das Essen immer wieder frisch nachgekocht wird.

Auch ein Blick auf das Kochgeschirr und auf den Wasserzugang kann nicht schaden: Wird das Geschirr und Besteck mir sauberem Wasser gereinigt, oder steht das Spülwasser vor Dreck? Lass dir trotzdem nicht den Spaß am Ausprobieren von lokalem Essen nehmen! Mit ein bisschen gesundem Menschenverstand sollte nichts passieren.

Gesund bleiben: Erkältung

Busse, Bahnen, Taxis, Einkaufszentren, Hotellobbys und viele andere Orte in Asien, aber auch in den USA sind oft auf gefühlte 0 Grad heruntergekühlt. Draußen herrschen 35 bis 40 Grad, drinnen ist es frostig. Ich kann solche Temperaturschwankungen gar nicht gut vertragen und habe daher immer mindestens ein Halstuch, wenn nicht gar eine Jacke dabei, wenn ich weiß, dass ich mich oft oder lange an solchen Orten aufhalte.

Sabine mit Schal im unterkühlten Zug in Thailand.

Mit Schal im unterkühlten Zug in Thailand. (Foto: Jochen Hafner)

Im Flieger habe ich meist sogar einen Pulli mit Kapuze im Handgepäck, weil es dort oft zieht. Auch Socken für die Kälte von unten haben mir im Flieger schon häufig kalte Füße erspart.

Schutz vor Insektenstichen

Mückenstiche sind nicht nur lästig, sondern können in tropischen Gebieten ja leider auch gefährlich werden: Malaria, Denguefieber oder Gelbfieber können von Mücken übertragen werden. Oft hilft nur, sich möglichst wenig stechen zu lassen. Morgens und abends zur Dämmerung trage ich daher in Risikogebieten immer lange Ärmel und Hosenbeine – auch wenn es dazu eigentlich oft zu warm ist.

Wir haben uns das Mückenschutzmittel bisher am liebsten vor Ort gekauft, mussten aber feststellen, dass in einigen Ländern mittlerweile der Wirkstoff DEET verboten ist – der aber leider immer noch am wirkungsvollsten ist. Tropeninstitute empfehlen einen DEET-Anteil von mindestens 30 Prozent.

Meist haben wir in den Tropen unser eigenes Moskitonetz dabei, weil wir nie wissen, ob es in einfachen Unterkünften Netze gibt und in welchem Zustand sie sind. Löcher oder zu kleine Netze, die nicht über die Bettkanten reichen, helfen mal so gar nicht gegen nächtliche Mückenattacken.

Moskitonetz über dem Bett

Sicher unter dem eigenen Moskitonetz. (Foto: Jochen Hafner)

Helfen sollen hingegen Klimaanlagen, weil Mücken den Zug, den diese verursachen, nicht mögen. Ich mag ihn allerdings auch nicht, daher wähle ich selten Unterkünfte mit Klimaanlage und hänge lieber ein Moskitonetz auf.

In den Tropen stechen leider nicht nur Mücken, sondern auch andere Insekten, wie Skorpione oder Spinnen. Daher in Unterkünften niemals barfuß laufen, auch wenn das warme Wetter dazu verleitet.

Achtung vor Verkehrsunfällen

Verkehrsregeln sind im Ausland oft gewöhnungsbedürftig. Du kannst zum Beispiel nicht davon ausgehen, dass überall auf der Welt Autos an Fußgängerüberwegen oder roten Ampeln anhalten. Also immer genau hinschauen, bevor du eine Straße überquerst. Besondere Vorsicht gilt bei Ländern mit Linksverkehr: Hier am besten mehrmals rechts und links schauen, um sicherzugehen, dass wirklich aus keiner Richtung ein Fahrzeug kommt.

Ganz besondere Regeln gelten in Saigon in Vietnam: An den übervollen Straßen mit nie enden wol