Tipps für deine Kurzreise nach Prag

Als ich letztens ein paar Tage in Prag war, hatte ich nicht viel Zeit, mir die Stadt anzusehen, denn ich hatte einige berufliche Termine. Trotzdem habe ich einen guten ersten Eindruck von der Stadt bekommen.

Wenn du auch nur wenig Zeit hast, helfen dir vielleicht meine Tipps für deine Kurzreise nach Prag:

1. Mit dem Bus in die Innenstadt

Du kannst vom Flughafen ein Taxi nehmen, um ins Zentrum zu kommen – oder den Flughafenbus der Linie 119, der direkt am Ausgang des Terminals 2 abfährt. Dieser fährt bis zur U-Bahn-Haltestelle Nádraží Veleslavín (Metro-Linie A) oder bis zur U-Bahn-Haltestelle Zličín (Metro-Linie B). Ein 90-Minuten-Ticket für Bus und Bahn kostet nur 32 Tschechische Kronen. Und viel schneller bist du je nach Ziel mit dem Taxi auch nicht in der Innenstadt, wie eine Probe vor Ort ergeben hat. Bis Nádraží Veleslavín braucht der Bus circa 20 Minuten ab Flughafen.

Stadtrundfahrt mit Oldtimer.

Alternativ kannst du zum Hauptbahnhof den Flughafen-Express nehmen. Der Express-Bus fährt auf dem Weg vom Flughafen nonstop durch, auf dem Weg zum Flughafen hält er an einer weiteren Haltestelle (Masarykovo nádraží). Das Ticket für den Flughafen-Express ist mit 60 Tschechischen Kronen etwas teurer als der öffentliche Bus. Die Fahrkarten für den öffentlichen Nahverkehr gelten im Express-Bus nicht.

2. Tageskarten für Bus und Bahn

Je nachdem, wie oft du dich innerhalb der Stadt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bewegst, mag es etwas günstiger sein, Einzelfahrscheine zu kaufen. Aber: Die Fahrscheinautomaten nehmen nur Münzen an. Da mein Hotel etwas außerhalb lag, habe ich mir daher ein 72-Stunden-Ticket für 110 Tschechische Kronen gekauft, sodass ich mir keine Sorgen mehr um  einen Fahrschein zu machen brauchte.

Prag hat eine moderne Metro.

Fahrscheine für den öffentlichen Nahverkehr gibt es direkt am Flughafen am Infostand zu kaufen. Dort werden auch Scheine angenommen, so dass du dein frisch aus dem Bankautomaten gezogenes Geld gar nicht erst in Münzen wechseln musst.

3. Mit der Tram auf den Burgberg

Vor dem St.-Veits-Dom in der Prager Burg.

Es ist kein Problem, zu Fuß von der Karlsbrücke auf den Burgberg hinaufzulaufen. Je nach Besucherandrang und persönlicher Fitness kann es allerdings ein Weilchen dauern, bis du den Hradschin, die Prager Burg, erreichst – und wieder unten angelangt bist. Ich habe mir aus Bequemlichkeit einen Weg gespart und bin mit der Straßenbahn der Linie 22 bis zur Haltestelle Pražský hrad gefahren. Von dort aus ist es einen Katzensprung bis zum Burgeingang – und die hübsche Mostecká-Straße habe ich auf dem Rückweg trotzdem gesehen.

Auf der Mostecká-Straße.

4. Prag von oben

Um einen Überblick über die Stadt zu bekommen, lohnt es sich, einen der vielen Türme von Prag zu besteigen. Ich habe mir einen Turm ausgesucht, bei dem ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen habe: Vom Klementinum aus hatte einen guten Ausblick auf die Stadt und außerdem die Gelegenheit, eine der wunderschönen barocken Bibliotheken von Prag zu sehen (die zweite ist im Kloster Strahov).

Das Fotografieren der Barock-Bibliothek ist nicht erlaubt – daher nur ein Bild vom Flyer.

Leider ist das Fotografieren der Bibliothek im Klementinum nicht erlaubt (im Kloster Strahov nur mit Sondergenehmigung), und beide Lesesäle darf man nur von der Tür aus betrachten. Aber auf dem astrologischen Turm durfte ich nach Lust und Laune Bilder machen. Du kannst einmal komplett um den Turm herumgehen und erhältst damit von allen Seiten einen tollen Blick auf die Stadt. In den kleinen Gässchen von Prag ist das mit dem Überblickbehalten nämlich nicht immer so einfach …

5. Stadtführung durch Prag

Prags gute Stube: der Altstädter Ring mit der Teyn-Kirche.

Wenn du nicht viel Zeit hast zum Schlendern, aber trotzdem alles Wichtige in Prag sehen willst, empfiehlt sich eine Stadtführung. Überall in der Innenstadt bieten Stadtführer kostenlos ihre Dienste an – meist zu erkennen an ihren Regenschirmen mit dem Aufdruck „Free Walking Tours“. Ich habe sie nicht ausprobiert, habe aber viel Gutes über die ein- bis dreistündigen Touren gelesen. Am Ende entscheiden die Teilnehmer, wie viel ihnen die Stadtführung wert war, und geben dem Guide ein entsprechendes Trinkgeld.

Blick von der Karlsbrücke auf die Prager Burg.

Wenn du dich für typisches Essen in Prag interessierst, schau doch mal bei meinem kulinarischen Beitrag über die tschechische Hauptstadt vorbei.

Warst du schon mal in Prag und hast vielleicht weitere Tipps, wie man die Zeit in der Stadt am besten nutzen kann? Dann freue mich auf deinen Kommentar!

 

 

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8 Kommentare

  • Hallo Sabine und hallo ihr Blogleser! Guter Artikel! Wenn ich einen kleinen Tipp zur Anreise ergänzen darf: für die, die diese schöne Stadt mehrmals besuchen möchten, lohnt sich eventuell die 10er-Karte der Bahn.
    Vielleicht entwickelt man ja eine große Liebe zu der Stadt oder zu jemandem in der Stadt und ist froh preiswert so oft wie möglich nach Prag zu kommen 😉

    Viele liebe Grüße
    Peter

  • Hallo Sabine,

    schöner Beitrag. Wir waren heuer das erste mal in Prag. Eine schöne Stadt. Alles haben wir nicht gesehen, weshalb wir nochmal hin wollen. Wir fahren jedoch nicht mit den Öffis, sondern gehen alles immer zu Fuß, außer es ist 20 Kilometer entfernt 😉
    LG Tanja

    • Prag ist sicherlich eine zweite Reise wert! Normalerweise erlaufe ich mir eine Stadt am liebsten auch zu Fuß. Aber bei begrenzter Zeit nehme ich dann doch gern mal die Straßenbahn 🙂

  • Ein schöner Beitrag zu Prag! Ich war vor Jahren mal da und überlege schon länger, ob ich im nächsten Jahr wieder eine Kurzreise dorthin machen soll. Da kommen deine Tipps genau richtig. 🙂

    Herzlich,
    Anna

    • Das freut mich, liebe Anna! Ich fand Prag klasse, und nächstes Mal werde ich sicher mehr Zeit einplanen. Aber manchmal passt es halt einfach nicht länger … Dir viel Spaß bei deiner nächsten Prag-Reise!

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