Souvenirs – kaufen oder nicht?

Vor einigen Jahren haben wir mehrere Wochen lang unsere Wohnung komplett auf den Kopf gestellt und alles Überflüssige rausgeworfen. Da mussten auch ein paar Reisemitbringsel dran glauben. Und damit die Wohnung auch so schön frei von Krimskrams bleibt, verzichten wir seitdem (meistens) auf irgendwelche Souvenirs von unseren Reisen. Mir reichen heute in der Regel die Fotos, die ich von meinen Reisen mitbringe und die die Erinnerung länger bewahren als irgendein Krimskrams aus den Touri-Läden.

Ein paar Souvenirs der vergangenen Jahre sind mir aber doch ans Herz gewachsen. Die möchte ich Euch heute gern im Rahmen der Blogparade von Tripp-Tipp zeigen.

Mein größtes Reisemitbringsel

Als ich 2001 das erste Mal in Thailand war, habe ich mich in den lauschigen Bars im Süden des Landes in die Dreieck-Sitzkissen verliebt, in die man sich so schön hineinfläzen kann. Stundenlang lag ich auf diesen Kissen mit einem Cocktail in der Hand herum und schaute in den Sternenhimmel. An meinem letzten Tag in Bangkok habe ich mir dann tasächlich so ein Monstrum gekauft, gut einpacken lassen und mit in den Flieger genommen. Damals waren die Airlines beim Handgepäck noch nicht so streng …

Hin und wieder liege ich immer noch auf dem bequemen Kissen aus Thailand.

Mein kleinstes Reisemitbringsel

Wie gesagt, wir versuchen, unsere Wohnung möglichst frei von Staubfängern zu halten. Aber an den kleinen Figürchen aus Bolivien konnten wir einfach nicht vorbeigehen. Der winzige Trommler und die ebenso kleine Frau mit Kind auf dem Rücken sind gerade mal einen Zentimeter groß, aber so detailgenau gearbeitet, dass ich sie immer wieder gern anschaue. Und sie nehmen auf keinen Fall Platz weg in der Wohnung.

Meine zwei kleinen Bolivianer.

Mein empfindlichstes Reisemitbringsel

Nachdem wir auf einigen Reisen mit Bedauern festgestellt hatten, dass man viele Dinge nicht überall im Land bekommt, lautet unsere Devise seitdem: Wenn uns etwas gefällt, kaufen wir es sofort und hoffen nicht darauf, dass wir es am Ende der Reise sicherlich auch noch in irgendeinem Souvenirgeschäft finden.

In Vietnam sind wir von Süden nach Norden gereist. Und schon an einem der ersten Orte haben wir uns in eine mehrfach lackierte Schale von gut 50 Zentimeter Durchmesser verguckt, die wir unbedingt haben wollten. Leider lagen noch dreieinhalb Wochen mit dem Rucksack vor uns. Egal! Wir kauften das gute Stück, verpackten es mehrfach in Handtücher und trugen es wie ein rohes Ei durchs Land. Es hat die Reise gut überstanden und hängt nun bei uns an der Wand.

Lack-Kunst aus Vietnam.

Meine praktischsten Reisemitbringsel

Wie gesagt: Ich möchte in meiner Wohnung nichts Unnützes mehr stehen haben. Daher mag ich es, wenn Reisemitbringsel nützlich sind. So bringe ich mir gern aus verschiedenen Ländern Halstücher mit, die ich als Frostbeule gern fast das ganze Jahr über trage. Ich weiß noch von jedem Tuch, wo ich es gekauft habe: das türkisfarbene in Budapest, das orangefarbene in Marokko, das rote in Prag … Genauso geht es mir mit Kettenanhängern, von denen ich einige aus Thailand, Peru und Vietnam in meinem Schmuckkästchen liegen habe.

Meine Tüchersammlung (nur ein kleiner Teil!).

Mein dümmstes Reisemitbringsel

Früher habe ich gern Steine oder Muscheln von meinen Reisen mitgenommen. Bis ein kluger Mensch mal schrieb, dass es eigentlich keine gute Idee ist, etwas aus der Natur zu entwenden, denn alles liegt aus einem bestimmten Grund irgendwo herum. Stell dir vor, jeder Besucher würde ein paar Steine oder eine Flasche Sand von einem beliebten Strand mitnehmen. Eines Tages gäbe es keine Steine oder keinen Sand mehr an dem Strand. Bei der Masse an Reisenden in aller Welt finde ich den Gedanken durchaus nachvollziehbar.

Lieber ein Bild als die echten Steine.

Bei einem Inselbesuch in Borneo las ich sogar in einer Broschüre meiner Unterkunft, dass es verboten ist, Muscheln von der Inseln mit nach Hause zu nehmen. Gut so!  Mittlerweile mache ich lieber ein Foto von den Naturschönheiten und lasse sie dann da, wo sie hingehören. Ganz nach dem Motto: Take nothing but memories, leave nothing but footprints.

Über das Thema, wie nachhaltig Souvenirs eigentlich sind, hat Michaela von Platz-nehmen einen guten Beitrag geschrieben.

Wie hältst du es mit Reisemitbringseln: Bist du ein Souvenirjäger oder machst du lieber einen großen Bogen um Andenkenläden? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

 

 

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35 Kommentare

  • Hallo Sabine,
    Dein Beitrag ist interessant , auch Deine Souvenirs .
    Ich habe mir vor vielen Jahren immer einen Schlüsselanhänger von dem jeweiligen , bereisten Land mitgebracht. Ja damals auch Sand, Muscheln, Steine….aber das gehört der Vergangenheit an. Die Schlüsselanhänger zieren einen Setzkasten an der Wand, da habe ich sie dran gehängt, aber vor 5 Jahren habe ich auch damit aufgehört, diese zu sammeln. Heute kaufe ich mir höchstens auch Schals, Schmuck oder Capis . Bald Reise ich nach Borneo und bin schon ganz gespannt drauf ! Liebe Grüße die Globetrotterin

  • Über die Steine musste ich doch ein wenig lachen … so ein paar Muscheln (aber nur die schnöden von der Nordsee) liegen in meinem Bad auch noch herum … Ich bin dazu übergegangen, für meinen Sohn von jedem Ort entweder eine Schneekugel oder einen Magneten mitzubringen. Das sammelt sich praktisch an einer Stelle und richtet nicht allzu viel Schaden an. :-) Viele Grüße von den Entdeckern!

    • „So ein paar Muscheln“ summieren sich aber bei belebten Orten, wenn jeder „so ein paar“ mitnimmt. Warum sonst ist es an immer mehr Orten verboten, Strandgut oder Steine mitzunehmen?

  • Hallo Sabine,
    gutes Thema, darüber wollte ich auch mal schreiben…
    Schön, so besondere Erinnerungen an die eigenen Reise zu haben! :-)
    Die Figürchen aus Bolivien sind echt niedlich!

    Ein Muss ist für mich aus jedem Land oder jeder Stadt einen Magneten zu kaufen. Wir haben schon eine hübsche Sammlung von bunten und ausgefallenen Magneten im Türrahmen unserer Küche hängen. Ich freue mich immer wieder, wenn mein Blick darauf fällt. Gegenüber hängen übrigens meine Musical-Magneten.

    Ansonste bin ich auch Fan von praktischen Souvenirs und kaufe mir daher oft Kleidung – von typischen T-Shirts bis Kleid – als auch Tücher und Schmuck. Das trage ich dann auch gerne zu Hause und nehme so immer etwas Urlaubsstimmung mit mir mit.

    Wir kaufen aber auch mal größere Souvenirs. So konnten wir in Südafrika nicht an einer wunderschönen Holzgiraffe vorbeigehen und aus meiner Lieblingsstadt Paris habe ich einen großen Eiffelturm mitgebracht.

    Liebe Grüße
    Iris von Ich Reise Immer So

    • Danke für deinen Bericht, Iris! Wenn du ausführlicher darüber schreiben willst, kannst du ja auch noch an der Blogparade teilnehmen :-)

  • Hallo, Sabine! Ich hab mich direkt in Dein kleinstes Mitbringsel aus Bolivien verliebt. Total süß! Lustigerweise habe ich bereits 2011 meinen persönlichen Konsum eingestellt. Auf Reisen kaufe ich aber IMMER Souvenirs. Ich kann einfach nicht anders. Ich glaub, es liegt daran, dass ich aus Deutschland komme (nicht so farbenfroh), immer durch Lateinamerika reise (mega farbenfroh) und ich selbst ein total bunter Typ bin. Ich richte meine Wohnung ausschließlich mit Souvenirs von Reisen ein. Und wenn man meinen Kleidungsstil sieht… haha… bunter Gürtel & Poncho aus Ecuador (Otavalo ist der schönste einheimische Markt in Ecuador übrigens), kunterbunte Balerinas aus Peru, n Haufen T-Shirts aus Kolumbien. Ich liebe die schönen Tischdecken, die Du in Peru kaufen kannst. Im Dezember bin ich grad mit meinem Freund umgezogen und wir müssen jetzt unsere neue Wohnung einrichten. Und in 2 Wochen flieg ich nach Kolumbien. Oooooh man!

    • Wer es farbenfroh mag, ist in Südamerika in der Tat gut aufgehoben. Schön, dass dein Freund deine Liebe zu Farben, vor allem in der Wohnung, mitträgt – ist ja nicht bei jedem Mann der Fall ;-)

  • Irgendwelchen Stuss kauf ich auch nicht mehr. Aber unsere Kühlschrankmagnete sind eine kleine, feine Erinnerung an unsere Reisen. Die nehmen ja zum Glück nicht allzu viel Platz weg, und sie machen den großen grauen Kühlschrank sehr bunt :) . Ich hab außerdem zwei kleine Lavasteine daheim: einen von den Azoren, den anderen aus Sizilien. Ich weiß, Steine, Sand und Muscheln sollte man dort lassen wo sie sind.
    Ansonsten nehm ich eher Fressbares mit heim. Also Dinge, die man verbrauchen kann. Ich liebe fremde Küchen, und da kommen mir immer irgendwelche Produkte unter, die ich dann gern zuhause verkochen würde. Leider schmeckt es daheim aber nie so gut wie auswärts.
    LG Barbara

  • Eine interessante Frage :) Ich bringe mir absichtlich nicht zu viel Ballast mit, sondern eher Souvenirs inform von Kleidung und sortiere dann meine langweilige Alltagskleidung aus. Allerdings eine Sünde muss ich eingestehen – ich sammle Schneekugeln von den größeren Städten, die ich besucht habe und habe dafür eine eigene Abteilung in meiner Anbauwand freiräumen müssen. Noch ist es mit 6 Kugeln überschaubar (man findet ja nicht überall eine), aber mal sehen, wie es in zehn Jahren aussieht^^

  • Liebe Sabine,
    ich bringe mir von meinen Reisen auch immer was mit. Aber die Natur rühre ich dabei nicht an. Bei mir sind das eher Schmuckstücke, Deko-Artikel, Wickelröcke…. Von unserer Tansania-Reise habe ich mi ein Masai-Tuch mitgebracht. Eine sehr schöne Blogparade ist das.

    Liebe Grüße, Selda

  • Ich bin da inzwischen relativ einfach gestrickt, kauf mir ein Shirt oder einen Käppi mit Print der Orte drauf und fertig. Diese ganze Sammelei ist mir irgendwann auf den Keks gegangen und bei meiner Scheidung damals im alten Leben war das gleichzeitig der Moment wo ich dann diesbezüglich einen Cut gemacht habe. Ich kaufe nix mehr vor Ort was man als typisches Souvenir bezeichnen würde – verstehe aber trotzdem jeden, der es macht :-)

  • Was du alles mitgenommen hast – wahnsinn! Ich stöbere gerne in den Läden, aber eigentlich kaufe ich nie was. Mittlerweile wenn dann eher was für den Zwerg oder mal ein T-Shirt oder so. Also nur richtig praktische Sachen. Typishe Souvenier stapeln sich hier nicht, aber bei dir sind das ja auch keine 0815-Dinge. Sehr interessant!

  • Ach, das kenne ich… Wir sind gerade umgezogen und alle „Hinstellchen“ mussten auch gehen. Das befreit. Neue gibt es nicht und die Fotos bleiben ja.
    Liebe Grüße Gabriela

  • Hallo Sabine. Vielen Dank für Deinen Beitrag zur Blogparade. Die Dreieckskissen finde ich ja total super – cool, dass Du Dir die aus dem Urlaub mitgebracht hast. Lg Sandra

  • Liebe Sabine,
    seit einigen Jahren arbeite ich auch daran, die Dinge in diesem Haus zu reduzieren. Und so ist mehr Platz für die Dinge, die ich wirklich wunderschön finde. Reisesouvenirs fallen daher auch meistens in die Kategorie: nützlich oder zumindest im täglichen Leben einsetzbar. Aus Ghana z.B die neue Tischdecke, die hier gerade den Winter fröhlicher macht. Aus Marokko DREI Silbertabletts, die alle ständig im Einsatz sind. Als Tisch, als Tablett, als Dekoschale. Gerne bringe ich auch Gewürze mit. Meist vom Markt. Aber die Supermarkt-Chili-Dose aus Thailand ist schon seit rund 25 Jahren in Gebrauch und wird immer wieder nachgefüllt. Ebenso die Paprika-Dose aus Ungarn. Aus Namibia habe ich ein wunderschönes Salatbesteck. Das macht mir alles immer wieder Spaß. Früher habe ich auch viel Schmuck mitgebracht. Im Moment mag ich da lieber meine Lieblingsstücke. Tücher trage ich leider gar nicht. Sonst würde ich sie wohl auch kaufen :-)

    • Liebe Tanja, je nachdem, wohin man so fährt, ist es ja auch einfach mit den nützlichen UND schönen Dingen. In vielen Ländern findet man leider nur noch Ramsch aus China …

  • Hallo Sabine,
    hier möchte ich mich auch mal wieder zu Wort melden. Bis zu unserer Wohnungsauflösung, weil wir seitdem im Wohnmobil leben, sammelten wir auch Souvenirs. Von jeder unserer Reisen brachten wir ein nicht zu großes Stück mit. Diese Mitbringsel hatten einen besonderen Platz in unserer Wohnung. So konnten wir uns immer an die Reisen erinnern, oder unseren Besuchern von den Reisen erzählen. Mit der Zeit nervte jedoch das ewige Abstauben. Inzwischen haben wir das materielle Denken weitestgehend abgelegt und wir denken wie Du. Fotos oder Reiseberichte sind schöne Alternativen zu gekauften Souvenirs.
    Das mit den Muscheln und Schnecken als Mitbringsel, hat sich inzwischen auf der ganzen Welt erledigt. Es ist fast überall verboten, genauso wie die Entnahme von antiken Steinen.

    • In einem Wohnmobil wird das auch schwierig mit dem Anhäufen von Krimskrams :-) Fotos sind da Platz sparender. Wobei ich mir besonders schöne Bilder gern auch an die Wand hänge – das wird im Wohnmobil dann ja unmöglich sein, oder?

    • Ich habe alle unsere Oberfächer mit einem Foto geschmückt, die ich vorher in der Wohnung hängen hatte. Mir waren sie zu schade zum Wegschmeißen. Jetzt haben sie ein neues Leben. Das sieht sehr gut aus und erinnert uns jeden Tag an unsere schönste Zeit in den USA.

  • Reisesouvenirs … Ja, dazu kann man viel sagen. Schon allein, was man so alles mitbringen kann aus fernen Ländern, von Ausflügen, von Urlaubsreisen, früher oder heute. Schon 2014 hatte ich zu diesem Thema mal eine Blogparade veranstaltet (meinen Beitrag habe ich hier unter meinem Namen verlinkt). Beim Vorbereiten habe ich, im Kopf, aber auch ganz handfest die verschiedensten Souvenirs Revue passieren lassen. Und obwohl ich zunächst dachte „Nein, ein großer Andenkenjäger bist Du nicht“ muss ich gestehen: ich bin es doch. Was hat sich nicht alles da wieder aufgefunden …

    • Ja, Souvenirs sind offenbar ein Dauerthema :-) Tagebücher schreibe ich auch auf Reisen. Die zähle ich aber eher zu den persönlichen Dingen, nicht zu Souvenirs. Wobei ich auch schon ein paar hübsche Notizbücher von Reisen mitgebracht habe.

  • Liebe Sabine,
    ich halte es da ähnlich wie ihr – wenn überhaupt, dann Nützliches oder metallfreie Kettenanhänger. Außer, als ich in Kairo war. Als Jugendliche war die Oma einer Klassenkameradin in Ägypten gewesen und hatte jede Menge Souvenirs mitgebracht, die ich allesamt toll fand. Dementsprechend bin auch ich da etwas eskaliert, nachdem ich den perfekten Laden gefunden hatte. :)

    • Ägypten kenne ich nicht – aber ich kann mir vorstellen, dass es ähnlich ist wie in Marokko. Da darfst du mich auch nicht in einem Souk alleine lassen … :-)

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