Urlaubserinnerungen bewahren

Was bleibt nach einer Reise an Erinnerungen übrig?

Das Schönste, das wir von einer Reise mit nach Hause bringen können, sind die Erinnerungen. Denn die kann uns keiner mehr nehmen. Doch weil nach vielen Reisen die Andenken auch schon mal verblassen oder durcheinandergeraten, ist es gut, sich schöne Momente immer wieder ins Gedächtnis zurückzurufen. Ich habe dafür ganz unterschiedliche Mittel und Wege gefunden:

Tagebuch schreiben

Tagebuch schreiben in idyllischer Kulisse in Namibia. (Foto: Jochen Hafner)

Auf Reisen führe ich immer mein Tagebuch mit – und zwar ganz klassisch ein Notizbuch mit Kugelschreiber. Ich versuche, alle paar Tage die Ereignisse und Erlebnisse festzuhalten – und merke oft, dass schon nach wenigen Tagen Details aus der Erinnerung verschwunden sind. Daher bin ich eisern und schreibe bis zum letzten Tag der Reise meine Tagebuchnotizen. Zu Hause blättere ich dann gern mal in den alten Notizbüchern und werde so immer wieder an die Reise erinnert.

Fotos schießen

Ohne Fotos könnte mein Gedächtnis gar nicht alle Einzelheiten einer Reise behalten. Oft wird mir erst zu Hause beim Durchsehen der Bilder bewusst, wie viel ich auf einer einzigen Reise eigentlich gesehen und erlebt habe. Meist habe ich nach einer mehrwöchigen Reisen mehrere Tausend Bilder auf meinen Speicherkarten. Die schlechten und verwackelten landen dann beim ersten Durchsehen direkt im virtuellen Papierkorb. Aber viele für andere banal erscheinende Fotos werden nicht gelöscht – denn häufig befinden sich darunter Motive (seien es Straßenaufnahmen, Bilder von Unterkünften oder vom Essen), die nur für mich interessant sind und meine ganz persönlichen Erinnerungen wecken.

Fotobücher und Kalender erstellen

Nur eins von vielen Fotobüchern in meinem Regal.

Während ich meine Fotos sortiere, überlege ich immer auch direkt, welche Bilder für ein Fotobuch geeignet wären. Denn in den letzten Jahren habe ich von jeder meiner größeren Reisen ein Fotobuch erstellt und drucken lassen. Das ist zwar viel Arbeit, aber ein Fotobuch nehme ich schneller mal zur Hand und kann es durchsehen oder Freunden zeigen, als wenn ich immer erst den Computer zum Fotoschauen starten müsste. Außerdem gibt es hin und wieder einen Kalender mit den schönsten Fotos einer Reise – da habe ich das ganze Jahr etwas Schönes an der Wand.

Reisevortrag zusammenstellen

Nach großen Reisen wähle ich die besten 300 bis 400 Bilder aus meinem Fundus und stelle sie zu einem Fotovortrag zusammen.  Diesen Vortrag zeigen wir Freunden, die sich für unsere Reise interessieren, und wir erzählen dazu unsere Geschichten und Anekdoten über unsere Erlebnisse. Häufig kommt es vor, dass ich mir nach einer Weile den Vortrag auch noch mal selber anschaue.

Reisevorträge besuchen

Ich schaue mir gern auch Vorträge von anderen an, die ein Land bereist haben, das ich kenne. Das können Vorträge von Freunden sein, aber auch von professionellen Fotografen, die durch meist lange Aufenthalte in einem Land noch mal ganz andere Motive gesehen und andere Geschichten erlebt haben. Allerdings sehe ich mir immer nur Bildervorträge von Ländern an, die ich schon bereist habe oder die ich nicht plane zu bereisen. Vor einer geplanten Reise möchte ich gar nicht allzu viele Bilder von einem Land sehen, weil ich dann das Gefühl habe, immer auf der Suche nach genau diesen Motiven zu sein.

Weltkarte und Bildabzüge an der Wand

Pins auf unserer Weltkarte im Flur.

In unserem Flur hängt eine große Weltkarte, auf der in jedem Land, das wir besucht haben, ein Pin steckt. Rund um die Weltkarte habe ich Bilder von meinem Partner und mir aufgehängt, die uns jeweils an einem typischen Ort unserer Reise zeigen. Der Blick auf die Weltkarte, die noch viele Länder ohne Pin zeigt, liefert uns immer wieder neue Reiseideen.

Reiseführer aufheben

Alte Reiseführer kann ich nicht wegwerfen – sie bergen einfach zu viele Erinnerungen: Markierungen von besuchten Orten, Randnotizen, alte Preise, die schon längst überholt sind … In meinem Regal stehen die Reiseführer aller Touren, die ich jemals unternommen habe – schön nach Alphabet sortiert. Wenn ich nach längerer Zeit ein Land noch einmal bereise (was allerdings selten vorkommt), kommt meist ein aktueller Reiseführer hinzu, der später einen Platz neben dem alten Exemplar erhalten wird.

Souvenirs mitnehmen

Souvenirs aus Vietnam.

Ich gebe zu: Ich kaufe nur wenige Souvenirs auf meinen Reisen. Denn häufig wirkt das, was ich im fremden Land noch hübsch gefunden habe, zu Hause einfach fehlplatziert. Es gibt nur ein paar wenige (und meist kleine) Souvenirs, die noch heute in meinem Wohnzimmer stehen. Die meisten sind aus Asien, da mir das asiatische Handwerk am besten gefällt.

Accessoires und Schmuck kaufen

Bei Kleidung geht es mir ähnlich wie bei Souvenirs: Meist finde ich es zu Hause einfach nicht mehr schön. Ich erinnere mich zum Beispiel an einen Alpaka-Pullover aus Peru, den ich in Deutschland nicht ein einziges Mal getragen habe. Was ich allerdings gern mitnehme, sind Tücher, Schals und Schmuck aus fernen Ländern. Diese kleinen Accessoires erinnern mich beim Tragen immer an das jeweilige Land – nicht nur, wenn ich von anderen auf besonders hübsche Teile angesprochen werde.

Das Blog Ferngeweht schreiben

Seit ich dieses Reiseblog gestartet habe, beschäftige ich mich natürlich noch viel mehr mit vergangenen Reisen als früher: Zu jedem Text werfe ich noch mal einen Blick in die Reiseführer und in das Tagebuch, ich suche aus meinem Archiv passende Bilder und tauche so noch mal ganz tief in die Stationen einer Reise ein. Für mich ist mein Blog Ferngeweht daher mein größter Erinnerungsspeicher, den ich gern auch für dich zugänglich mache. Ich freue mich, immer wieder meine Erinnerungen und Erlebnisse mit dir teilen zu können!

Danke an Thomas und Melanie von Reisen-Fotografie die schöne Idee der Blogparade Urlaubserinnerungen.

Welche Mittel nutzt du, um dich an besonders schöne Momente einer Reise zu erinnern? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar!

 

 

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9 Kommentare

  • Da hast du ja schon eine richtig gute Aufstellung, wie man die Urlaubserinnerungen mit nach Hause nehmen kann! Mein Favorit ist das Fotobuch, aber wir haben beispielsweise auch eine Collage aus alten Reisepassseiten, Visa und Geldscheinen gebastelt, die ist auch einen Hingucker wert.
    LG Annika

  • Hallo Sabine,

    Du machst aber viel! Bei mir sind es natürlich auch Fotos, wenige Souvenirs und Kleidung – da geht’s mir wir Dir. Was ich noch entdeckt habe, sind Filme und Bücher aus den besuchten Ländern. Ich finds immer herrlich, auch außerhalb von Reiseführern etwas über fremde Länder zu erfahren oder einfach wieder in Erinnerungen zu schwelgen.

    Viele Grüße

    Daniela

    • Mir ist auch erst beim Schreiben aufgefallen, dass ich ziemlich viele Reiseerinnerungen in meiner Wohnung habe ;-) Filme und Bücher sind natürlich auch schön – aber da stoße ich immer eher durch Zufall drauf.

  • Hallo Sabine,

    Wahnsinn, neben den alten Dias hast du ja noch viele andere tolle Ideen um deine Urlaubserinnerungen festzuhalten! Besonders gut gefällt mir die Idee mit der Weltkarte. Auch wenn das tatsächlich erst wirklich cool aussieht, wenn man so viel reist wie du.

    Vielleicht suche ich mir in Zukunft mal den ein oder anderen Reisevortrag von anderen Menschen an. Hast du einen Tipp für mich, wie ich solche Veranstaltungen finden kann?

    Viele Grüße,
    Auri

    • Du kommst aus Düsseldorf, nicht wahr? Schau mal bei grenzgang.de., die haben immer tolle Veranstaltungen (in Düsseldorf, Köln und Aachen). Bei uns in Köln hat auch der Outdoor-Laden Globetrotter öfter Reisevorträge im Angebot. Ansonsten sehr zu empfehlen: der Travel Slam (travelslam.de) – heute abend in der Freizeitstätte Garath in Düsseldorf!

  • Vielen lieben Dank für diesen tollen Beitrag zu unserer Blogparade.

    Das mit dem Tagebuch will ich im nächsten Urlaub auch mal machen – ganz Oldschool auf Papier. Bin mal gespannt, wie konsequent ich das durchziehen werde.

    Alle anderen Sachen kommen wir auch bekannt vor. Besonders auch die alten Reiseführer, die sich hier stapeln. Hm, wobei die Weltkarte an der Wand, die haben wir nicht – das wäre noch eine sehr schöne Idee.

    LG Thomas

    • Für die Weltkarte braucht man halt ein bisschen Platz – ist aber auch bei allen Besuchern immer wieder ein Hingucker :-)

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