5 Tipps für bessere Fotos

Ich freue mich immer wieder, wenn ich von meinen Leserinnen und Lesern höre, dass ihnen meine Bilder gefallen. Dabei bin ich bestimmt keine Profifotografin. Ich habe mir nur im Laufe der Jahre ein paar einfache Kniffe angeeignet, damit aus Urlaubsschnappschüssen Fotos werden, die man sich (offenbar) gern ansieht.

Ein paar dieser Tricks möchte ich dir heute verraten, damit du die häufigsten Fehler beim Fotografieren vermeidest:

Zu schief

Schönes Motiv – aber der Horizont ist nicht gerade.

Das Meer gibt immer wieder ein gutes Motiv her. Vor lauter Begeisterung über den tollen Strand, den fantastischen Sonnenuntergang oder die pittoreske Bucht vergessen viele, vor dem Auslösen einmal kurz das gesamte Bild anzuschauen: Ist der Horizont auch wirklich gerade? Oder läuft beim Betrachten des Bildes das Wasser raus? Schon ein bis zwei Grad Neigung fallen beim späteren Betrachten des Bildes negativ auf.

Hierbei helfen Liniengitter, die du heutzutage bei fast jeder Kamera einschalten kannst. Mithilfe der Linien lässt sich der Horizont gut ausrichten. Und sollte im Eifer des Gefechts doch mal etwas schiefgelaufen sein, kannst du mit einem  Fotobearbeitungsprogramm das Bild am Computer ein paar Grad drehen und noch mal neu zuschneiden. Dabei geht allerdings technisch bedingt ein Stück vom Bildrand verloren. Also: Lieber von Anfang an auf einen geraden Horizont achten.

Zu unscharf

Das Hauptmotiv ist nicht scharf.

Das Problem beim Autofokus ist: Manchmal weiß die Kamera nicht, welchen Teil des Bildes du scharfstellen willst. In der Regel liegt der Fokuspunkt auf der Mitte des Fotos – das funktioniert aber nicht immer. Ist der Mittelpunkt zu klein, kann es passieren, dass die Kamera sich einen Punkt weiter hinten im Bild aussucht und diesen scharfstellt. Und schon ist der Vordergrund unscharf – und du ärgerst dich, dass dein Motiv so verschwommen aussiehst.

Auf der sicheren Seite bist du also, wenn du vor dem Auslösen kurz überprüfst, ob auch wirklich das scharf ist, was du scharf haben willst. Wenn dein Motiv nicht in der Mitte, sondern am Rand stehen soll, gibt es einen kleinen Trick: Bei den meisten Kameras kannst du einen Punkt in der Mitte fixieren, den Auslöser leicht an-, aber nicht durchdrücken, und dann den Ausschnitt neu wählen. Wenn du dann den Auslöser komplett durchdrückst, bleibt das gewählte Motiv scharf, auch wenn es nicht mehr mittig steht.

Zu dunkel

Links mit Automatik, rechts mit höherer Blende.

Im Wald, bei grauem Wetter, in Innenräumen – es gibt viele Situationen, in denen zu wenig Licht vorhanden ist, um ein brillantes Foto zu schießen. Wenn die Lichtstärke deiner Kamera mit den diffusen Lichtverhältnissen nicht klarkommt, kannst du versuchen, ein bisschen mit der Blende zu spielen.

Viele Kameras sind heutzutage in der Lage, Drittel-Blendenstufen einzustellen. Wenn du den Wald also vor lauter Bäumen nicht mehr siehst, erhöhe die Blende um ein oder mehrere Stufen, und schon wird das Bild heller. Auch bei grauen Wolken kann die Blendeneinstellung Wunder wirken: Auf manchen Bildern scheint es fast so, als sei schönstes Wetter gewesen.

Zu viel auf einmal

Statt zu vieler Details lieber einen Ausschnitt wählen.

Das Auge kann viele Dinge auf einmal erfassen: den Markt, die Kirche, die Autos, die Menschen … Siehst du dir nachher die Bilder vom Marktplatz an, kann es sein, dass du enttäuscht bist: Die quirlige Stimmung dieses Moments kommt einfach nicht rüber. Woran liegt das? Auf einem kleinen Bild lässt sich die Gesamtheit eines Platzes mit all seinen Einzelheiten meist nicht erfassen.

Mein Tipp: näher rangehen und lieber Details fotografieren statt versuchen, alles auf einmal aufs Foto zu bekommen. Auch bei Detailaufnahmen kannst du erkennen, wie der Markt im Ganzen aussah. Vielleicht ist im Hintergrund des fotografierten Käsestücks noch verschwommen die Kirche zu erkennen. Oder eine Hand greift gerade nach einem Blumenstrauß. Versuche, einen Blick fürs Detail zu bekommen. Deine Erinnerung wird die Einzelmotive später wieder zu einem Gesamtbild zusammensetzen – und schon fühlst du dich wieder mittendrin.

Zu schnell

Störfaktor von rechts: Eine Minute Warten hätte das Foto besser gemacht.

Ein gutes Foto braucht Zeit. Mal eben schnell die Kamera hochreißen, ein Bild knipsen und dabei schon halb weitergehen führt selten zum Erfolg. Nimm dir lieber ein paar Sekunden, um noch mal das gewählte Motiv auf dem Display oder im Sucher zu kontrollieren: Stört ein Mülleimer am Bildrand das Idyll? Läuft gerade eine halbe Person durchs Bild? Gibt es andere unliebsame Elemente, die du durch eine kleine Veränderung des Ausschnitts einfach beseitigen kannst? Erst wenn du mit dem Ausschnitt zufrieden bist, solltest du den Auslöser betätigen. Das führt auf jeden Fall zu weniger Ausschuss beim späteren Sortieren und zu mehr Zufriedenheit beim anschließenden Bildergucken.

Ich hoffe, mit meinen Tipps konnte ich dir helfen, in Zukunft vielleicht nicht nur Schnappschüsse mit nach Hause zu bringen, sondern Bilder, die du dir immer wieder gern anschaust.

Weitere Fotografier-Tipps gibt es übrigens im Gastbeitrag „Typische Anfängerfehler beim Fotografieren“ von 22places.

Oder du schaust dir die Beiträge der Blogparade „Meine besten Fotografie-Tipps“ von Steflei Fotografie an. Mit diesem Beitrag nehme ich auch an dieser Blogparade teil.

Vielleicht hast du ja noch weitere Tipps, mit denen Bilder besser gelingen? Dann rein damit in die Kommentare!

 

 

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