Wandern und Radfahren auf Bali

Bali hat für jeden etwas zu bieten: für Strandmenschen ebenso wie für Kulturliebhaber oder Naturfreunde. Du kannst Wochen auf der Insel verbringen, ohne dass dir langweilig wird. Für uns war Bali der Start und das Ende unserer Indonesienreise. Neun plus vier Tage verbrachten wir auf der Insel und haben in dieser Zeit vor allem die östliche Hälfte bereist. Was hat mir in Bali am besten gefallen?

Fahrradtour in die Handwerksdörfer

Ubud im Zentrum Balis ist ein sehr belebter und beliebter Ort: Ein Laden reiht sich neben den anderen – wer Touri-Schnick-Schnack braucht, ist hier gut aufgehoben. Da uns das fast ein bisschen zu viel Rummel war, mieteten wir uns lieber ein Fahrrad und fuhren aus dem Ort raus. Erst ging es durch einige Wohnstraßen mit ihren typischen Haustempeln, und bald standen wir mitten in den Reisfeldern, die im Sommer in unglaublichem Grün strahlen. Im Norden von Ubud gibt es eine ganze Reihe von Handwerksdörfern mit Schnitzern, Steinmetzen und vielen anderen Läden, die in großem Stil ihre Handarbeiten verkauften. Nach einer schönen Drei-Stunden-Tour kamen wir wieder in Ubud an.

Wanderung durch die Reisterrassen

In Tirta Gangga im Osten der Insel gibt es nicht nur den sehenswerten Wasserpalast, sondern auch geführte Wanderungen durch die Reisterrassen und die umliegenden Dörfer. Unser Wanderführer Gigi führte uns zunächst den Hügel hinauf zu den terrassierten Reisfeldern, von denen wir einen hübschen Blick auf das Dorf und den Wassertempel hatten. Auf schmalen Wegen, kaum zwei Fuß breit, ging es kreuz und quer durch die Felder. Nächster Stopp war ein Steinbruch, aus dem Männer mit nackten Händen riesige Felsblöcke herausholten. Was für eine kräftezehrende Arbeit! Rund um den Steinbruch gibt es viele Steinmetze, die aus dem schwarzen Stein Bauteile für die Tempel anfertigen. Erst vor Ort werden die einzelnen Teile mit Zement wie ein Puzzle zusammengefügt. Weitere Stopps waren eine Kaffeerösterei, eine Schmiede, die die tödlichen Sporen für den eigentlich verbotenen Hahnenkampf produzierte, sowie ein Silberschmied. Am Ende lud uns Gigi in sein Haus ein, wo seine Frau für uns Gado Gado, Gemüse mit verschiedenen Saucen, zubereitet hatte. Eine schöne und informative Wanderung, die ich allen Bali-Besuchern empfehlen kann.

Wanderung zum Banyan-Baum

In Munduk, in den Bergen im Norden, steht der größte Banyan-Baum auf Bali. Eine Wanderung dorthin führt durch den Nelkenwald. Tausende von Nelkenbäumen säumen die Hänge, und ganz Munduk riecht nach dem Gewürz, das zum Trocknen am Straßenrand ausgelegt ist. Nach einem steilen Aufstieg erreichten wir den Banyan-Baum. Eigentlich besteht dieser heilige Baum aus sieben einzelnen Pflanzen, die jedoch zu einem riesigen Gebilde zusammengewachsen sind. Wir konnten es kaum glauben, aber es war ausdrücklich erlaubt, in den verzweigten Baum hineinzusteigen und an seinen Ästen hochzuklettern (nur Frauen, die ihre Tage haben, ist dies verboten, worauf ein Schild vorsorglich hinweist). Zurück ging es durch eine enge und rutschige Schlucht.

Relaxen in Candidasa

Eigentlich gibt es in Candidasa an der Ostküste von Bali nicht viel: Der Strand, der früher viele Touristen anzog, wurde weggeschwemmt, an der Hauptstraße gibt es noch ein paar vereinzelte Restaurants. Trotzdem war das für uns einer der entspanntesten Orte auf Bali. Das Schöne an Candidasa sind nämlich die vielen Hotels, die direkt am Meer gebaut sind, und in denen du den ganzen Tag nur im Garten liegen und aufs unendliche Blau schauen kannst. Wir hatten eine entzückende kleine Unterkunft in einem Kokospalmengarten mit einer Aussichtshütte, in der wir stundenlang auf den Kissen lagen, Cocktails schlürften und das frische Obst aus einem kleinen Laden an der Haupstraße aßen. Ein herrlicher Zwischenstopp, bevor es am nächsten Tag weiter nach Gili Air ging.

Warst du auch schon mal auf Bali? Wo hat es dir dort am besten gefallen? Ich bin gespannt auf deine Tipps, denn ich war bestimmt nicht das letzte Mal in Indonesien.  

 

 

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