Für Sparfüchse: Venedig im Winter

Bei den Reiseplanungen für Silvester (jaja, man kann nie früh genug damit anfangen!) fällt mir mal wieder auf, dass Verreisen über den Jahreswechsel immer teurer wird. Vor allem die holländische Nordseeküste hat in letzter Zeit richtig angezogen, so mein Eindruck.

Merke: Erst nach Silvester losfahren

Vor einigen Jahren haben wir vor den hohen Silvesterpreisen kapituliert – und sind stattdessen am 2. Januar weggefahren. Kurz nach Silvester fallen nämlich die Mieten für Hotels oder Ferienwohnungen ortsweise um mehr als die Hälfte, und auch wenn du einen Flug brauchst, kannst du nach Neujahr gute Schnäppchen machen. So kamen wir in den Genuss, Venedig im Winter zu erleben.

Das Schöne an dieser Jahreszeit: In der Stadt sind verhältnismäßig wenige Touristen (anders als zum Beispiel an Karneval). Das Schlechte an dieser Jahreszeit: Es kann sehr kalt sein! Fast stündlich mussten wir in den Bars einkehren, um uns bei einem Espresso oder einem Cappuccino wieder aufzuwärmen – bei der Gelegenheit hatten wir auch gegen das eine oder andere süße Teilchen von der Theke nichts einzuwenden …

Meine Tipps für eine Venedig-Reise:

Sich verlaufen


In Venedig lässt du dich am besten treiben. Es wird keine halbe Stunde dauern, bis du dich komplett verlaufen hast. Das macht aber gerade auch den Reiz der Stadt aus. Nur so wirst du die verschlafensten Plätze, die hübschesten Hinterhöfe und die romantischsten Brücken der Stadt entdecken. Irgenwann kommst du in Venedig ohnehin an die Grenzen – nämlich ans nächste große Wasser. Und dann weißt du meist auch wieder, wo du dich befindest. Eine Karte kann zur Orientierung trotzdem nicht schaden.

Den Dampfer nehmen


Lohnenswert ist auch eine Tour mit dem Wasserbus. Mit dem Vaporetto kommst du schneller von einem Ort zum anderen – vor allem, wenn dir langsam vom Laufen die Füße weh tun. Die schönste Route fährt die Linie 1: Sie schippert den Canal Grande entlang und bietet einen unverbauten Blick auf die prächtigen Palazzi am Ufer. Wenn du eine Tages- oder Mehrtageskarte kaufst, kannst du jederzeit an schönen Plätzen ein- und wieder aussteigen. Aber auch hier gilt im Winter: warm anziehen! Denn auf den Booten kann der Wind ganz schön arg ziehen.

Gondel fahren


Ja, es ist kitschig, und ja, es ist teuer. Aber ich finde, wenn man schon mal in Venedig ist, sollte man auch einmal mit einer venezianischen Gondel gefahren sein. (Ich habe die Gondelfahrt zu Weihnachten geschenkt bekommen – vielleicht ein dezenter Hinweis an deine/n Partner/in …?) Der Vorteil an einem Besuch im Winter: Die Menge der Gondoliere in den Kanälen hält sich in Grenzen. Teilweise glitten wir lautlos ganz allein auf den engen Kanälen zwischen den Häusern hindurch, bis wir wieder an einem größeren Kanal herauskamen. Und gesungen hat unser Gondoliere auch  – aber eher für sich selbst und gar nicht so laut und aufdringlich, wie du es vielleicht aus Filmen kennst.

Und: Hast du Lust auf einen Venedig-Besuch bekommen? Oder wie sehen deine Pläne für den Jahreswechsel aus? Ich bin gespannt! Vielleicht ist ja noch eine gute Silvesteridee für mich dabei … 

PS: Danke an Jochen für die Fotos unserer gemeinsamen Venedig-Reise. Meine eigenen Venedig-Fotos sind fast alle einem Festplattensturz zum Opfer gefallen.

 

 

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2 Kommentare

  • Hallo,
    ich war vor Jahren einmal über Karneval in Venedig. Da haben wir allerdings etwas außerhalb der Stadt gewohnt. Ansonsten ist es vor oder nach dem Termin sehr schön. Die Zimmerpreise sind nicht zu hoch und du kannst dir auch einmal ein kleinen Palast leisten. Tolle Stadt! Wir sind den ganzen Tag durch die Straßen gelaufen. Es ist wie ein kleines Labyrinth, hier ein schöner Platz, da ein anderer. Venedig im Winter kann ich nur empfehlen. Es hat eine ganz besondere Stimmung.

    Lieben Gruß
    Renate

    • Wir haben nach Silvester auch in einem Vorort gewohnt und mussten immer mit dem Boot nach Venedig reinfahren – ein schöner Anfahrtsweg!

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