Warum ich die Natur liebe

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Eine gelungene Reise bedeutet für mich vor allem, viel an der frischen Luft zu sein. Denn mal ganz ehrlich: Im Alltag hocken wir doch meist viel zu lange drinnen und nehmen uns kaum die Zeit, mal frische Luft zu schnappen. Daher gehören für mich Outdoor-Erlebnisse definitiv ganz nach oben bei der Reiseplanung.

Aber was ist es eigentlich, was mich so nach draußen zieht? Warum liebe ich Wälder und Wasser, Berge und Sonnenuntergänge? Ich habe mir dazu mal ein paar Gedanken gemacht.

Meine Gründe für das Reisen in der Natur

Stille

Auch wenn ich nicht mehr in der Stadt wohne, sondern vor einigen Jahren bewusst in einen Vorort gezogen bin: So richtig still ist es hier auch nicht. Irgendwo höre ich immer ein Auto oder ein Flugzeug, es kreischt ein Rasenmäher, oder das Radio des Nachbarn plärrt. Die Geräusche der Zivilisation lassen sich nie ganz ausblenden.

Auf Reisen in der Natur hingegen habe ich schon oft die totale Stille erlebt. Ich höre nichts mehr als meinen eigenen Herzschlag, manchmal singt nicht mal ein Vogel. Solche faszinierenden Ruhemomente sind zu Hause kaum möglich. Selbst das Meeresrauschen, egal wie laut es sein mag, ist für mich beruhigender als die Geräusche der Stadt.

Kein Stress

Auch wenn ich mich bemühe, mal nichts zu tun: Zu Hause gibt es doch immer etwas, was nach mir ruft. Hier noch schnell eine Mail beantworten, dort noch rasch die Wäsche aufhängen, und meine Eltern wollte ich doch auch endlich mal wieder anrufen …

Bei Outdoor-Urlauben hingegen gibt es keine Verpflichtungen. Es gibt nichts, das darauf wartet, erledigt zu werden (außer vielleicht am Ziel der Wanderung anzukommen). Keiner drängt darauf, dass dies und das noch liegengeblieben ist. Ich kann in der Natur einfach das Hier und Jetzt genießen – ohne Verpflichtungen im Hinterkopf.

Frische Luft

Die immer etwas stickige und stinkige Großstadtluft habe ich zum Glück durch meinen Umzug hinter mir gelassen. Trotzdem riecht es noch einmal ganz anders, wenn ich draußen unterwegs bin: die würzige Waldluft, der salzige Seetang am Meer, der Duft blühender Blumen … Vor allem im Wald und am Wasser kann ich oft erst so richtig durchatmen.

Einsamkeit

So gern ich mit Menschen zusammen bin: Auf Outdoor-Reisen bin ich froh, wenn ich auch mal ein paar Stunden ganz für mich allein sein kann (oder allenfalls noch meinen Partner an meiner Seite habe). Niemand, der etwas von mir will, niemand, der mir gerade etwas ganz Wichtiges erzählen muss, niemand, der mit seinem Reden die Stille unterbricht. Herrlich! Und damit keiner die Einsamkeit stört, bleibt das Handy direkt zu Hause.

Weite

In Deutschland findest du nur schwer einen Ort, an dem du unendlich weit schauen kannst, ohne dass eine Stadt, ein Haus oder ein anderes Bauwerk deinen Blick stört. (Zumindest im dichtbesiedelten Nordrhein-Westfalen müsste ich dafür schon weit fahren.)

Zum Glück gibt es aber auf der Welt eine ganze Reihe von Plätzen, die diesen Weitblick ermöglichen: nichts außer Berge bis zum Horizont, eine Sonne, die kilometerweit entfernt im Meer untergeht, der unermessslich große Sternenhimmel … Ich persönlich fühle mich beim Anblick solcher unendlicher Weiten immer ganz klein und unbedeutend. Und die alltäglichen Probleme sind dann meist ganz weit weg.

Outdoor? Jederzeit!

Je älter ich werde, umso wichtiger wird es mir, draußen in der Natur zu sein. Städtereisen finde ich zunehmend uninteressant, denn Städte sind für mich mittlerweile oft austauschbar: Hast du eine Kirche gesehen, kennst du sie alle … Die Natur hingegen ist immer wieder neu und anders, kein Baum und kein Berg ist wie der andere. Daher zieht es mich immer wieder raus. Eine Reise ohne in der Natur zu sein? Für mich undenkbar!

Geht es dir ähnlich? Oder bist du auf Reisen eher der Stadtmensch? Was fasziniert dich an der Natur? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar!

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7 Kommentare

  • Da stimme ich dir sogar als überzeugter Städter zu 🙂 Wenn ich rausfahre, zum Wandern oder Radln, dann am liebsten auch da entlang, wo ich meine Ruhe habe. Wenn schon, denn schon.

  • „Kennst du eine, kennst du alle …“ sagt meine Oma öfter mal zu mir, wenn ich schon wieder in einer Burg war. Fand ich grad lustig, dass ich genau diese Worte hier lese.
    Ich bin auch sehr gerne draußen in der Natur, wo es ruhig ist und niemand stört. Am liebsten auch alleine. Obwohl ich zwar gerne an die touristischen Hotspots reise, freue ich mich auch immer wieder auf Wanderungen durch herrliche Landschaften, wo man einfach mal abschalten und vor allem den Lärm hinter sich lassen kann.
    Viele Grüße
    Christina

    • Jaja, die Omas – sind ja manchmal ganz schön weise 😉 Wobei ich Burgen immer wieder spannend finde. Kirchen nur noch, wenn sie etwas ganz Besonderes sind.

  • Du sprichst mir wirklich aus der Seele! Früher habe ich auf Reisen immer die Städte angesteuert, heute will ich normalerweise mindestens einen Mix aus Stadt und Natur haben, oder einfach direkt nur in die Natur. Städte sind nach einer Weile wirklich austauschbar, in der Natur erwartet man keine Highlights, man atmet einfach die Stille und die Ruhe ein, und alles ist wunderschön. Auf dem Land leben käme für mich aber nicht in Frage, ich brauche schon auch die Offenheit und das Kulturangebot einer Stadt. Da ist es mir aber umso wichtiger, auf Reisen „rauszukommen“ 🙂

    • Da ich ja nun mal nicht das ganze Jahr reisen kann, finde ich es sehr schön, direkt am Wald zu wohnen und damit immer mal schnell einen „Kurz-Natururlaub“ einschieben zu können.

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