Südafrika: Highlights im Norden

Ein Highlight: Südafrikas Farben. (Foto: Zypresseunterwegs.)

Im Sommer geht es für mich das erste Mal nach Südafrika. Bei den Planungen für meine Südafrika-Reise bin ich schon recht weit vorangekommen. Damit ich jedoch nicht aus Unwissen an den schönsten Stellen vorbeifahre, habe ich mehrere Blogger, die schon mal in Südafrika waren, nach ihren Highlights gefragt.

Zusammengekommen sind 13 wundervolle Tipps für den Norden und den Süden des Landes. Anfangen möchte ich mit dem Norden, weil das mein Ziel in Südafrika sein wird und ich mich ausschließlich dort aufhalten werde. In einem anderen Beitrag findest du die Tipps für den Süden.

Los geht’s erstmal zu folgenden Orten im Norden:

Die schönsten Orte im Norden Südafrikas

Sabines Tipp: iSimangaliso Wetlandpark

Ich war mit meiner Familie knapp drei Wochen in Südafrika unterwegs. Hauptsächlich erkundeten wir den Osten des Landes, das Gebiet Kwazulu Natal. Wir hatten auf unserer Südafrika-Reise viele Lieblingsorte! Auf keinen Fall verpassen solltest du natürlich den Krüger Nationalpark. Etwas unbekannter, aber auf alle Fälle einen Besuch wert ist der iSimangaliso Wetlandpark bei St. Lucia, an der Küste. Dort erwartet dich ein großartiger Nationalpark ohne viele Touristen.

Nilpferde im iSimangaliso Wetland Park (Foto: ReiseSpatz)

Die Landschaft ist abwechslungsreich mit Lagunen, Reet- und Papyrus-Sümpfen, Mangroven und Sumpfwälder, verschiedene Arten von Bushveld und Savannen, subtropischem Küstenwald sowie Dünen und Sandstrände. Raubkatzen gibt es dort zwar keine, dafür jedoch viele Affen, Vögel, Nashörner und Antilopen, um nur einige Tiere zu nennen. Besonders ans Herz legen möchte ich dir eine Flussfahrt, um Nilpferde zu sehen. Eine geschätzte Population von rund 800 Exemplaren und über tausend Krokodilen machen diese Flussfahrt einzigartig. Näher kannst du den hoch gefährlichen Tieren nicht kommen – ein tolles Erlebnis! Wenn du dann von Safari und Bootstour genug hast, kannst du stundenlang am einsamen und weiten Sandstrand in St. Lucia entlangwandern oder dich in den Wellen erfrischen.

Sabine von ReiseSpatz

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Inas Tipp: Lower Sabie Camp im Krüger Nationalpark

Nilpferde im Lower Sabie. (Foto: Genussbummler)

Sich auf einen Lieblingsort in Südafrika festzulegen ist wirklich eine schwierige Aufgabe, es gibt dort so viele tolle Orte. Einen, an den ich mich besonders gerne zurück erinnere, ist das Lower Sabie Camp im Krüger Nationalpark. Eigentlich ist der Krüger an sich ja schon ein Highlight, aber dieses Camp war für mich noch ein extra Highlight. Denn hier ist abends die Tierbeobachtung nicht zu Ende. Da das Camp direkt am Sabie River liegt, kann man während des Abendessens, dem Getränk an der Bar oder schon morgens beim Frühstück Tiere in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. So konnte ich dort kämpfende Nilpferde sehen, Elefanten gingen direkt unterhalb der Brüstung lang. Echsen liefen über die Terrasse und Webervögel naschten in einem unbeobachteten Moment vom Essen. Sicherlich sieht man tagsüber auf Safari die meisten dieser Tiere auch. Aber dass die Tierbeobachtung auch im Camp weitergeht, war ein ganz besonderes Erlebnis für mich.

Ina von Genussbummler

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Mischas Tipp: Tembe Elephant Park

Juli 2012. Nach einem langen Safaritag im Tembe Elephant Park lagen wir in unseren Betten. Nicht ganz eingeschlafen, aber auch nicht mehr richtig wach. Plötzlich vor unserem Zelt ein lautes Knacken, brechende Äste, merkwürdige Geräusche. Wieder hellwach saßen wir aufrecht in den Kissen. Tapsten dann auf nackten Füßen zum Eingang, öffneten vorsichtig den Reißverschluss. Riesenlange Stoßzähne direkt neben unserer Holzveranda. Eine beeindruckende graue Wand. Isilo stand dort. Seelenruhig mit seiner Mahlzeit beschäftigt. Der Elefant mit den größten Stoßzähnen Afrikas schmatzte direkt neben uns genüsslich seine Blätter.

Im Tembe Elephant Park. (Foto: Mischas Reiseseite)

Seitdem wünsche ich mich zurück. In diesen Park, den kaum einer kennt. Der 1983 gegründet wurde, in dieser wenig erschlossenen Region Südafrikas an der Grenze zu Mosambik – dem Maputaland – um die letzten freilebenden Elefanten Südafrikas zu schützen. Mit viel Platz und Rückzugsgebieten für die Tiere und eingeschränkter Besucherzahl. Ich träume mich in diese wunderschöne Lodge, die von der dortigen Gemeinde betrieben wird, so dass alle vom Geschäft mit den Touristen profitieren. Zu den riesigen Elefantenherden, dem Rudel african wilddogs, die unseren Jeep überholten, dem träge auf der sandigen Piste dösendem Löwenrudel und dem Bushbaby, das zögerlich den Baumwipfel verließ, um behutsam ein Ananasstück entgegenzunehmen. Ein magischer Ort.

Mischa von Mischas Reiseseite

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Jojos Tipp: Simunye Zulu Lodge in KwaZulu Natal

Mein Lieblingsort in Südafrika – eine schwierige Frage! Das Land ist so unglaublich vielfältig und wunderschön. Ganz besonders haben mir der Krüger Nationalpark, Kapstadt und der Tafelberg sowie die einsamen Buchten mit den weißen Sandstränden gefallen.

Auf unserer zweiten Südafrika Reise 2007 haben meine Mutter und ich jedoch einen Geheimtipp entdeckt: Die Simunye Zulu Lodge in KwaZulu Natal. Schon die Anreise zur Lodge ist ein Erlebnis. Das Auto muss nämlich stehen bleiben, und weiter geht es per Pferd oder Ochsenkarren, ganz wie zu Zeiten der ersten Siedler. Wir entschieden uns für die Pferdetour. Mit meinen acht Jahren damals habe ich vorher noch nie auf so einem großen Pferd gesessen. Aber das war gar kein Problem. Der Ranger, der unseren kleinen Treck anführte, nahm meine Zügel in die Hand, und ich musste nichts tun, als entspannt auf dem Pferd zu sitzen und die Landschaft zu genießen.

Pferderitt und Zulu-Tänze in KwaZulu-Natal. (Foto: We2onTour)

Nach circa zwei Stunden durch hügeliges Gebiet erreichten wir das Camp, das direkt am Mfune River liegt. Die Lodge selbst ist an einen Berg gebaut. Man übernachtet in kleinen Steinhütten, die sich an den Berg schmiegen. Wir durften ganz nach oben, ins Adler-Nest. Das Abendessen wurde unten am Fluss serviert, und nach dem Abendessen besuchten uns die in der Umgebung lebenden Zulus und führten traditionelle Tänze am Lagerfeuer auf. Wir konnten dem Gesang und den Trommeln lauschen, dazu die atemberaubende Kulisse unterm afrikanischen Sternenhimmel. Das war ein tolles Erlebnis!

Jojo von We2onTour

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Ulrikes Tipp: Kgalagadi Transfrontier Park

Mein Lieblingsort in Südafrika? Gar nicht leicht, mich zu entscheiden. Ich habe beschlossen, dir die Kalahari, den Kgalagadi Transfrontier Park ans Herz zu legen. Der Kgalagadi Transfrontier Park liegt im Norden Südafrikas, in der Kalahari zwischen Namibia und Botswana. Er gehört zu den sogenannten Peace Parks, deren Ziel es ist, durch grenzüberschreitende Schutzzonen nicht nur Landschaft, Tierwelt und Kultur der San zu erhalten, sondern auch eine Zusammenarbeit zwischen den benachbarten Staaten zu entwickeln. Geprägt wird der Park durch große, mit Gräsern bewachsene Dünenfelder und die in südöstlicher Richtung verlaufenden Täler der meist trockenen Flüsse Aoub und Nossob. Anreisen kann man mit einem Pkw sowohl von Johannesburg als auch Kapstadt aus. Nach einem Anreisetag kann man im rund 260 Kilometer südlich gelegenen Upington übernachten und sich mit frischen Lebensmitteln für den Aufenthalt eindecken.

Kgalagadi ist schnell ausgebucht, es empfiehlt sich frühzeitig (11 Monate vorher) die Übernachtungen in den Camps zu buchen. Die Monate Dezember bis Februar sind die heißesten im Park, Temperaturen können dann tagsüber bis auf 40 Grad steigen. Das andere Extrem sind unsere Sommermonate: Zwischen Juni und August gehen die Nachttemperaturen in der Kalahari herunter bis an den Gefrierpunkt.

Das Camp Kiliekrankie. (Foto: Zypresseunterwegs.de)

Empfehlen kann ich das Camp Kiliekrankie im Kgalagadi. Es ist klein, hat nur vier Zelte in spektakulärer Lage, mitten in der einsamen roten Sandlandschaft der Kalahari, hoch auf einer Düne mit einem wunderbaren Blick auf ein Wasserloch. Der Blick kann in die Landschaft und über wechselnde Wolkenformationen schweifen. Die Sekretärsvögel kommen zum Besuch ans Wasserloch, der Schabrackenschakal eilt auf der gegenüberliegenden Düne in Richtung seines Baus, die Afrikanische Wildkatze ruft ihre Kätzchen und treibt sie in die Sicherheit der Höhle hinter dem nächsten Sandhügel.

Ulrike von Zypresse unterwegs

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Noreens Tipp: Masodini Lodge am Krüger Park

Südafrika ist einfach traumhaft und so unglaublich vielfältig. Während meines Aufenthalts im November 2015 habe ich unter anderem vier Nächte auf der Masodini Lodge verbracht – mein persönliches Reisehighlight! Die kleine, von einer Deutschen geführte Lodge liegt in einem zum Krüger Park offenen Game Reserve und bietet neben dem Erlebnis Wildnis eine super leckere Verpflegung und Entspannung pur. Von der Terrasse aus hast du einen direkten Blick auf das Wasserloch, an dem dich mit etwas Glück bereits beim Frühstücken die Elefanten und Alpacas begrüßen. Überhaupt ist hier einfach alles auf einen unvergesslichen Aufenthalt ausgelegt.

Auf Safari in der Masodini Lodge. (Foto: Stadt Land Cruise)

Das absolute Highlight im Busch sind jedoch die täglichen Pirschfahrten. Morgens bereits um halb sechs (und dafür stand sogar ich gerne früh auf!) und abends gegen 17:30 geht es im offenen Jeep los auf die Suche nach den Big Five Afrikas. Es sind wilde Tiere, daher gibt es keine Garantie, doch ich hatte Glück: Bereits in den ersten zwei Tagen begegneten wir mehreren Löwen, Nashörnern, Elefanten, Büffeln und sogar einem Leoparden. Wenn du nach Südafrika reist, solltest du dir den Krüger Park definitiv nicht entgehen lassen, und wenn du eine tolle Lodge mitten im Busch suchst, kann ich dir die Masodini Lodge nur empfehlen.

Noreen von Stadt Land Cruise

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Warst du vielleicht auch schon mal im Norden Südafrikas und hast noch weitere Tipps für mich? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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6 Kommentare

  • Die Zusammenstellung macht richtig Lust auf Afrika. 2010 habe ich Kenia und Tansania bereist. Eine meiner prägendsten Reisen. Die nächsten Jahre wird es auf jeden Fall mal wieder Zeit für mich. Südafrika würde mich da sehr reizen.

    Lieben Gruß,
    Sarah

    • Tansania steht bei mir auch noch auf der To-go-Liste! Ich habe aber gehört, dass man dort sooo viele Tiere sieht, dass man bei späteren Reisen in andere Ländern dann eher enttäuscht ist. Daher wollte ich erstmal nach Südafrika. Ist das tatsächlich so mit den vielen Tieren?

    • Ich bin auch schon gespannt! Und die Fotos hier sind ausnahmsweise ja nicht von mir, sondern von den Gastbloggern. Schließlich war ich ja noch nicht da 😉

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