Essen auf Reisen: 5 x lecker

Jedes Land hat seinen ganz eigenen Charakter und einen besonderen Geschmack. Im Laufe der Jahre habe ich auf Reisen ganz unterschiedliche Küchen kennengelernt. Welche sind mir besonders schmackhaft in Erinnerung geblieben?

(Für die Fotos von Essen auf Reisen ist übrigens mein Partner Jochen zuständig. Von ihm sind deshalb auch alle Bilder in diesem Beitrag.)

Essen in Thailand

Ich liebe das Streetfood in Asien – auch wenn ich mir vor dem Essen ganz genau anschaue, ob die Zutaten frisch aussehen. Vor allem in Thailand findest du an jeder Ecke Essensstände, denn die Thais essen im Prinzip den ganzen Tag immer irgendetwas: frisch gegrillte Fleischspieße, scharfe Thai-Currys, Wok-Nudeln mit frischem Gemüse … Auch wenn es nicht das raffinierteste Gericht des Landes ist, liebe ich Pad Thai: Reisnudeln mit verquirlten Eiern, Fischsauce, Knoblauchzehen, Chilipulver, Bohnensprossen, getrockneten Krabben, Hühnchen oder Tofu. Das beste Pad Thai, das ich jemals gegessen habe, war an einem Straßenstand in Chiang Mai, der Teller kostete 25 Cent. Die Köchin am Wok hat sich gefreut, als ich direkt eine zweite Portion geordert habe.

Essen in Namibia

Das Land im südlichen Afrika ist eindeutig ein Paradies für Fleischesser. Auf unserer dreiwöchigen Namibia-Reise habe ich das bislang beste Fleisch meines Lebens gegessen. Ob Kudu, Oryx, Springbock, Warzenschwein, Zebra oder auch Rind: Alles, was beim Braai, dem lokalen Barbecue, auf dem Grill landet, schmeckt super lecker. Wild wird nicht, wie bei uns, abgehangen, sondern frisch zubereitet, daher schmeckt es nicht so herb. Massentierhaltung kennen Namibianer nicht – und das merkt man dem Fleisch auch an. Wer in Namibia vegetarisch essen will, hat es – zumindest außerhalb der größeren Städte – schwer, etwas Gutes zu finden. Ich habe es nach zwei Wochen, als ich langsam kein Fleisch mehr sehen konnte, versucht. Aber so richtig lecker waren die Nudeln mit Gemüse nicht.

Essen in den USA

Wer bei Burger an McDonald’s denkt, hat noch keinen Hackfleischbraten in Brötchen in einem echt amerikanischen Diner gegessen! Was die Amerikaner dort auf den Tisch bringen, hat nichts mit dem ekligen Essen aus den Fastfood-Ketten zu tun. Alle Burger, die ich während unserer vierwöchigen USA-Reise gegessen habe, waren frisch zubereitet, inklusive frischem Salat und so manch einer besonderen Zutat, wie scharfe Jalapenos oder würzige Pastrami-Scheiben. Dazu gab es manchmal Fritten aus Süßkartoffeln – lecker! Einzig mit dem Verzehr der unhandlichen Burger stehe ich nach wie vor auf Kriegsfuß. Meist esse ich sie mit aus lauter Verzweiflung mit Messer und Gabel von oben nach unten …

Essen in Irland und Großbritannien

Manche Leute behaupten, die beiden Inseln hätten keine Esskultur. Das finde ich gar nicht. Ich liebe vor allem das Pubfood in Irland und Großbritannien: deftige Aufläufe aus Hackfleisch und Gemüse mit Käse oder Kartoffelbrei überbacken (Cottage Pie) oder Eintöpfe zum Beispiel mit Lamm (Stew). Auch das englische und das irische Frühstück lasse ich mir gern schmecken: gebratene Tomaten, Speck, Würstchen, dazu Toast, Marmeladen, ein Rührei oder Spiegelei – eine super Grundlage für den Tag! Ich muss es nicht täglich so deftig haben, aber auf unserer zehntägigen Tour durch Irland habe ich mindestens dreimal Irish Breakfast bestellt.

Essen in Indonesien

In Indonesien haben wir uns fast ausschließlich von frischen Lebensmitteln ernährt: frisches Obst (das mit nichts zu vergleichen ist, was bei uns in den Supermärkten im Regal liegt!), frischer Fisch (morgens vom Fischer gefangen, abends auf dem Grill), frische Fruchtsäfte … Typisch indonesisch ist Gado-Gado, ein lauwarmer Genüsesalat, oft mit Ei, Tempeh und Tofu, dazu Erdnusssauce und Reis. Auch sehr gut in der Hitze zu essen. Skurril auf Bali: In einigen Unterkünften gibt es Five o’clock tea mit Tee, Sandwiches, Ei und anderen kleinen Leckereien.

Nun bin ich gespannt: Welches Essen auf Reisen ist dir am besten in Erinnerung geblieben – positiv oder negativ? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Dies ist ein Beitrag zu Florians Blogparade „Dein Essen ist nicht mein Essen“ auf Flocblog. Schaut mal vorbei, welche Köstlichkeiten andere Blogger präsentieren.

 

 

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13 Kommentare

  • Pingback: Drei Lieblingsgerichte oder gegessen wird immer - faszinationeuropa.de
  • Das sieht alles super lecker aus. In Asien würde ich auch gerne mal das Streedfood probieren. Und in den USA einen richtigen Burgen essen :-) McDonalds und Co kann ich nämlich auch nicht mehr sehen.
    Das mit dem britischen Essen kann ich so auch nur bestätigen. Mir hat es in Schottland auch sehr gut geschmeckt. Konnte die Vorurteile, die man so hört, auch nicht verstehen.

  • Das mit dem irischen Frühstück kann ich nur bestätigen. Vor allem deswegen weil mein letztes Full Irish Breakfast keine 15 Minuten her ist. Wenn schon Pudding dann Irish Pudding ;)

    Danke für’s Mitmachen und Grüsse aus Dublin

    • Oh, da bin ich ja ein bisschen neidisch :-) Dann wünsche ich weiterhin viel Spaß und guten Appetit in Irland!

  • Nabend,

    na, Thailand und USA kann ich so nur unterschreiben. Wobei Thailand da noch um Klassen besser war.

    In Kanada haben wir uns gerade in Poutine verliebt. Irgendwas fritiertes – meist Kartoffeln – Schmelzkäse dazwischen und dann eine Art Bratensauce drüber. Sieht merkwürdig aus, war aber saulecker. Ruiniert aber jede Idee ans Abnehmen.

    LG Thomas

  • Das Esssen in den USA hat uns auch sehr positiv überrascht. Wir haben die Fast-Food-Ketten links liegen lassen und siehe da: frische Zutaten, Gemüse, sättigende Beilagen und eine unheimliche Vielfalt. Wahrscheinlich hebt sich Kalifornien da noch ein wenig vom Rest der Staaten ab, aber grundsätzlich ist das Essen über dem großen Teich weit besser als sein Ruf. Viele Grüße, Saskia

  • Da krieg ich ja gleich Hunger und erinnere mich daran, rechtzeitig zur Fußballpause das Essen fertig haben zu müssen….
    Scherz beiseite, da gibt es so vieles. Für mich gehört Essen auf Reisen unbedingt dazu, fremde Gerichte zu kosten, an exotischen Gewürzen zu schnuppern, in andere Küchen zu schauen, das gehört auf jeden Fall zum Reiseerlebnis. Und was war am besten?

    * Fleisch im südlichen Afrika, beim Braai oder aber auch im Potjie (über Stunden im riesigen Gusskessel geschmort, am ehesten mit einem Gulasch zu vergleichen)
    * alle möglichen frischen Pastagerichte in Italien
    * frischer Fisch, einfach gegrillt, überall am Meer und, ganz klar, frischer Lobster in the rough in Maine
    * Kuchen, Pasteten und Torten in Marokko

    • Auf den Potjie freue ich mich auch schon! Hat letztens eine Bekannte für mich gekocht, das war schon sehr lecker! Frischen Fisch jederzeit, Lobster ist nicht so meins. Ich werf dann jetzt auch mal einen Blick in meinen Kühlschrank, was der so zu bieten hat …

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