Route im Test: 4 Wochen durch den Südwesten der USA

Die USA sind bekanntlich ein riesiges Land, bei dem du dir als Reisender nur einen ganz kleinen Teil herauspicken kannst. Wir haben uns für den Südwesten mit seinen vielen Nationalparks entschieden, und ich möchte dir hier meine Route beschreiben.

Ohne ein Auto bist du in weiten Teilen Amerikas aufgeschmissen. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es wenige, und diese halten auch nur in den großen Städten. Wer wie wir hauptsächlich die Natur sehen will, kommt um einen Mietwagen also nicht herum.

Für unsere vierwöchige Tour haben wir uns den sogenannten Grand Circle ausgesucht, der viele der Nationalparks im Südwesten der USA miteinander verbindet. Auch wenn es im Sommer sehr heiß dort war, sind wir fast jeden Tag mehrere Stunden gewandert – meist in den früheren Morgenstunden. In den Mittagsstunden sind wir stattdessen oft zum nächsten Ziel gefahren. Insgesamt solltest du dir genug Zeit nehmen, um mehr zu sehen als nur die Straße, die an den Naturwundern vorbeiführt.

Unsere Route für einen vierwöchigen Trip durch den Südwesten der USA

Was war gut?

Das Schöne am Grand Circle ist: Die Sehenswürdigkeiten liegen meist nicht weit auseinander. Du verbringst also nicht allzu viel Zeit im Auto, weil es immer wieder Gelegenheiten gibt, auszusteigen und längere oder kürzere Wanderungen zu unternehmen.

Auch wenn es bei einigen Unterkünften nicht nötig gewesen wäre: Wir haben alle Übernachtungen von zu Hause aus gebucht. Das hat uns den Stress erspart, am Nachmittag vor Ort auf die Suche zu gehen – und wir haben, wo wir es wollten, Unterkünfte direkt in den Nationalparks bekommen. Diese sind in den Sommermonaten meist weit im Voraus ausgebucht.

Die Mischung aus ein- und mehrtägigen Aufenthalten war perfekt, um viel zu wandern und die Nationalparks auch zu Fuß kennenzulernen.

Was hätten wir besser machen können?

Das nächste Mal würde ich nicht im Hochsommer in den Südwesten der USA fahren, weil es tagsüber sehr heiß wird und man dadurch nur begrenzt Zeit zum Wandern oder anderen Outdooraktivitäten hat. Ab 11 Uhr war es meist nicht mehr im Freien auszuhalten.

Was wir vorher nicht wussten: Im Hochsommer regnet es in dieser Gegend fast täglich – meist in den Nachmittagsstunden. Lange dauern die starken Regenfälle zwar nie an, aber wenn du dich zu diesen Zeiten draußen aufhältst, kannst du damit rechnen, richtig nass zu werden.

Insgesamt drei Nächte in Las Vegas fand ich persönlich zu viel – ich bin aber auch kein Fan von Städtereisen. Wenn es geht, lege deinen Las-Vegas-Besuch auf Montag bis Donnerstag: Während du in der Woche die großen Hotels am Strip zum Schnäppchenpreis bekommst, sind die Unterkünfte von Donnerstag bis Sonntag um ein Vielfaches teurer.

Es gibt entlang des Grand Circle wahnsinnig viel zu sehen. Nach drei Wochen hatten wir uns an den roten Felsen ziemlich sattgesehen. Daher war es schade, dass wir den Grand Canyon nicht mehr richtig würdigen konnten. Vielleicht solltest du den Besuch des Grand Canyon deshalb lieber an den Anfang deiner Rundreise setzen.

Ich fände es ganz toll, wenn du in den Kommentaren einen Link zu deiner eigenen Routenbeschreibung durch die USA posten würdest. Dann können sich unsere Leser ihre persönliche Lieblingsroute zusammenstellen. 

Dieser Beitrag ist Teil einer Serie „Routen im Test“:

 

 

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21 Kommentare

  • Die beste Reisezeit, sowohl klimatisch als auch von der Anzahl der einheimischen Touristen ist von Mai bis Anfang Juli (vor dem Independence Day). Die Pässe im Gebirge sind schneefrei und es sind noch nicht so viele Amis unterwegs.
    Was die Route angeht hängt es natürlich immer von der Zeit ab. Wir hatten 2013 in dieser Gegend etwa 6 Wochen, sind aber auch nach LA, SF und San Diego gefahren. Eure Route klingt sehr gut und durchdacht.
    Meine Anmerkungen: Monument Valley kann man in 2-3 Stunden machen (wenig spektakulär), die Südseite vom Grand Canyon ist toll, aber wir waren auch am North Rim, und der hat uns viel besser gefallen. Viel weniger Menschen, eine tolle Fahrt durch 50 Meilen unberührte Landschaft und eine tolle Aussicht. Kann man gut verbinden mit der Fahrt nach Page (über Marble Canyon (tolles Restaurant dort!).
    Zu Las Vegas: ja, unter der Woche sind die großen Hotels billiger (am Strip haben wir im Bellagio gewohnt für 75$ die Nacht (mit Coupon und online Rabatt, den uns ein AirBnB Host gezeigt hat). Pro unter der Woche: wenig los, mehr Platz; contra: wenig los ;) und weniger Action.
    Bei Las Vegas darf man zum Sonnenuntergang auf keinen Fall den Red Rock Canyon verpassen – klasse Farbenspiel am Abend und wenig los.
    Online vorbuchen auch in jedem Fall – erspart Stress.
    Viele Grüße!

    • Danke, Manuel, für die Zusatztipps für den Südwesten der USA. In einem muss ich dir allerdings widersprechen ;-) Ich fand das Monument mega spektakulär! Man braucht keinen ganzen Tag, aber ein paar Stunden haben wir dort schon verbracht und einfach die Aussicht genossen.

  • Wunderbare Route! Ich stehe so wahnsinnig auf die roten Steine. Bisher habe ich drei Routen auf meinem Blog beschrieben, da ist bestimmt auch für Ersttäter was dabei: http://safetravels.de/routen/

    Schade, daß Dir Las Vegas nicht so gut gefallen hat.

    Übrigens: im Page Boy Motel war ich 2010 auch…ich fand es schrecklich! ;-)

    • Ich schau gern mal bei Dir vorbei. Und beim Page Boy Motel stimme ich Dir zu: Das war eines der schlechtesten Motels auf der Reise (vor allem der Plastikmüll beim Frühstück nervte).

  • Das sieht spannend aus. :-) Wir fahren dieses Jahr auch in den Südwesten, nehmen aber noch San Francisco und den Yosemite Park mit. In welchem Sommermonat warst du da? Wir planen Mitte bis Ende September, Anfang Oktober.

    Herzlich,
    Anna

    • Hallo Anna,
      wir hatten vor 2 Jahren unsere Tour mit dem Mietwagen in LA begonnen, sind über den Highway 1 (traumhaft) nach San Francisco gefahren, weiter über Yosemite, Death Valley nach Las Vegas. Ab dort ging es dann mit dem Wohnmobil one-way nach Denver durch all die großen Nationalparks: Valley of Fire, Bryce Canyon, Zion, Grand Canyon, Mesa Verde…. bis Denver.

      Denke daran im Yosemite Park rechtzeitig eine Unterkunft zu buchen, da dieser sicher auch Ende September noch gut besucht ist.

      Viele Grüße
      Sabine

    • Hallo Sabine,

      die Route über Yosemite und Las Vegas haben wir auch in etwa so geplant und wollen dann aber noch ein bisschen weiter raus. Allerdings fahren wir nicht von LA aus, sondern von San Francisco. Danke für deine Tipps!

      Herzlich,
      Anna

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