Steinalt: der Petrified Forest in Arizona

Versteinerter Baum im Petrified Forest

Button2012Bryce, Arches, Grand Canyon – die meisten Besucher im Südwesten der USA beschränken sich bei ihrer Reise auf dem „Grand Circle“ auf die wohlbekannten Nationalparks entlang der Route. Genug zu sehen gibt es ja allemal.

Wer jedoch ein paar Tage mehr Zeit mitbringt, dem empfehle ich, auch mal die etwas abseits gelegeneren Nationalparks, State Parks und andere Sehenswürdigkeiten aufzusuchen. Auf unserer vierwöchigen Tour durch den Südwesten der USA haben wir insgesamt 16 Parks besucht, darunter den Bryce Canyon Nationalpark, den Mesa Verde Nationalpark, das Monument Valley, den Canyon de Chelly Nationalpark, den Grand Canyon Nationalpark und das Death Valley

Zu meinen Highlights auf dem Roadtrip durch den amerikanischen Südwesten gehörte auf jeden Fall der Petrified Forest Nationalpark – der Park der versteinerten Bäume.

Unterkunft am Petrified Forest Nationalpark

Der beste Ausgangspunkt für eine Tour durch den Nationalpark ist das Städtchen Holbrook. Von dort sind es nur ein paar Kilometer zum Parkeingang. In Holbrook gibt es eine große Anzahl von Unterkünften. Eines der originellsten ist das Wigwam Motel, wo du in Indianerzelten schlafen kannst. Vor jedem Zelt steht ein Oldtimer aus den guten alten Zeiten der Route 66 – schon damals, als die Straße als erste durchgängige Verbindung der amerikanischen Ost- mit der Westküste gefeiert wurde, eröffnete das Wigwam Motel seine Pforten.

Holbrook Wigwam Hotel

Eine lustige Idee – aaaaber: Beim Betreten der Zelte war ich etwas ernüchtert, denn die Wigwams sind allesamt aus Beton. Im Innern sind die Decken abgehängt, sodass man sich vorkommt wie in einem ganz normalen Zimmer. Nun ja, etwas Besonderes war diese Unterkunft trotzdem.

Holbrook Wigwam Hotel

Im Nationalpark

Es gibt zwei Eingänge zum Petrified Forest Nationalpark. Vom Norden aus gelangt man zum „Painted Desert“, einer Landschaft aus farbenreichen Felsen, die durch Erosion entstanden ist. Im Vergleich zu den eigentlichen Stars des Nationalparks, den versteinerten Bäumen, fand ich die „gemalte Wüste“ weniger spaktakulär.

Painted Desert im Petrified Forest

Daher mein Tipp: direkt den südlichen Eingang ansteuern. Von dort aus gelangst du zu verschiedenen längeren und kürzeren Wanderrouten, an denen du unzählige versteinerte Bäume sehen kannst.

Auf den ersten Blick sehen die Stämme aus wie frisch gefällte Bäume, die meisten ordentlich in gleich große Stücke geschnitten. Beim näheren Hinsehen fällt jedoch auf, dass das Innere der Stämme in den verschiedensten Farben leuchtet.

Einmal anfassen beweist: Das ist kein Holz, sondern Stein – weit über 200 Millionen Jahre alt! Einst lagen die Stämme in Wasser und Schlamm, sodass sie über die Jahre konserviert wurden. Die verschiedenen Mineralien, die in das Holz eingedrungen sind, gaben den versteinerten Bäumen ihre faszinierenden Farben. Erdbewegungen sorgten dafür, dass die Stämme auseinanderbrachen und ihre Farbschätze preisgaben.

Es ist streng verboten, auch nur einen winzigen Stein aus dem Nationalpark mitzunehmen. Ranger führen an den Ausgängen stichprobenartig Wagenkontrollen durch. Trotzdem verschwinden jedes Jahr mehrere Tonnen der versteinerten Bäume aus dem Nationalpark, weil viele sich nicht an die Regeln halten. Sehr schade, denn der Petrified Forest mit seinem Rainbow Wood ist in dieser Farbvielfalt einzigartig.

Dabei ist es so einfach: Wenn du ein Souvenir mitnehmen willst, bieten zahlreiche Shops rund um den Park Steine, die von außerhalb des Nationalparks stammen, in jeglicher Größe und Preiskategorie zum Verkauf an.

Welcher Nationalpark im Südwesten der USA zählt denn zu deinen Highlights? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

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2 Kommentare

  • Aww! Du warst da auch! Ich war auch schwer begeistert von diesem Nationalpark – und danach fast ein bisschen enttäuscht vom Grand Canyon, weil es dort so voll war und man die fantastische Natur gar nicht so genießen konnte wie im Petrified Forest.
    Liebe Grüße
    Angela

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