Bilderreise auf der Route 66

Einst verband die knapp 4000 Kilometer lange Route 66 als erste durchgehend befestigte Straße die Städte Chicago im Osten und Los Angeles im Westen der USA. Irgendwann wurde die kurvenreiche Straße dem immer stärker werdenden Verkehr aber nicht mehr gerecht, stattdessen wurden mehrspurige Fernstraßen gebaut. Damit verlor die Route 66 an Bedeutung.

Heute erfreuen sich nur noch die Touristen an dem Mythos der einst wichtigsten Verbindungsstraße. Teilstücke sind noch immer erhalten und werden von den Anwohnern gepflegt, auf dass auch weiterhin viele Besucher vorbeikommen und in den Hotels, Restaurants und anderen Attraktionen ihr Geld lassen. In Seligman wurde 1987 eigens zu diesem Zweck die Route 66 Association gegründet.

Route 66 in Arizona

Auf unserer vierwöchigen Tour durch den Südwesten der USA sind auch wir ein Stück der Route 66 gefahren: Kurz hinter Williams, südlich des Grand Canyon Richtung Las Vegas, biegt die Crookton Road ab, die anfangs noch recht unspektakulär ist: Rechts und links erstrecken sich sanfte grüne Hügel, die uns an eine Fahrt durch Bayern erinnerten. So hatten wir uns die Route 66 eigentlich nicht vorgestellt …

Erst in Seligman stoßen wir schließlich auf zahlreiche Fotomotive: Oldtimer und alte Motorräder, Tankstellen mit nur einer Zapfsäule, Diner im Stile der 50er-Jahre mit alten Musikautomaten, Wandbilder, die den Mythos von damals lebendig werden lassen …

So ein bisschen erinnert uns die Durchgangsstraße an einen Besuch in Disneyland. Ob es in den 1940er- und ’50er-Jahren wirklich hier so ausgehen hat, bezweifle ich …

Oldtimer am Hackberry General Store

Knapp 100 Kilometer weiter lohnt sich ein Stopp am Hackberry General Store: 1934 noch ein Geschäft mit angeschlossener Tankstelle, heute ein Museum, wo einige Oldtimer fotogen vor sich hin rosten. Hier hatten wir den Eindruck, gleich biege die Walton-Familie um die Ecke, um in ihren alten Wagen zu steigen und hupend davonzufahren. Vor dem Geschäft steht noch die knallrote Corvette der ehemaligen Ladenbesitzer. Der General Store gibt wenigstens zu, dass er ein Museum ist, und  ich hatte etwas weniger das Gefühl, mich in einem Vergnügungpark zu befinden.

Wigwams in Holbrook

Ein weiteres Relikt aus den Hochzeiten der Route 66 findet sich übrigens weiter östlich, in Holbrook am Eingang zum Petrified Forest Nationalpark: Dort stehen im Wigwam Motel Zelte aus Beton, die schon damals die Besucher anzogen. Das Motel ist heute noch geöffnet und hat vor jedem Zelt einen Oldtimer platziert.

Was hältst du vom Mythos der Route 66? Angemessen oder übertrieben? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar!

Du willst noch mehr über die USA lesen? Bitte schön:

 

 

Nobody is perfect … Wenn du einen Rechtschreibfehler in meinem Text gefunden hast, benachrichtige mich doch bitte, indem du den Fehler mit dem Cursor markierst und dann Strg + Eingabetaste drückst. Danke!

Dir gefällt dieser Beitrag? Dann teile ihn doch:

2 Kommentare

  • Pingback: Es war einmal… der Dezember | Flaneurin
  • Pingback: Es war einmal... der Dezember | La Belle Vue

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.