Bryce Canyon von oben und von unten

Auf unserem Roadtrip durch den Südwesten der USA haben wir viele tolle Nationalparks gesehen. Einer der beeindruckendsten war für mich der Bryce Canyon Nationalpark. Ich empfehle dir, hier nicht nur einen kurzen Zwischenstopp zu machen, sondern einen Tag zu bleiben, um in den Canyon hineinzuwandern. Ein guter Standort, um auch morgens früh und zum Sonneuntergang schnell in den Park zu kommen, sind die Unterkünfte in Old Bryce Town. Von dort fahren Shuttle-Busse in den Park hinein, oder du kannst mit dem eigenen Fahrzeug hinfahren – in der Hochsaison gibt es dann allerdings hin und wieder Parkplatzprobleme an den Aussichtspunkten.

Bryce Canyon ist gar kein Canyon

Auch wenn es der Name vermuten lässt: Genau genommen ist der Bryce Canyon gar keine Schlucht. Vielmehr formen sich die bizarren Sandsteinfelsen zu einer Art Amphitheater, das sich weit in die Landschaft hinein erstreckt. Fast bis zum Horizont siehst du orangefarbene Felsnadeln, die je nach Sonneneinstrahlung in den unterschiedlichsten Tönen leuchten.

Du kannst dir die Felsen dieses natürlichen Amphitheaters aus zwei Perspektiven ansehen: Oben am Rand des Bryce Canyon gibt es eine Straße mit insgesamt fünf Aussichtpunkten auf die Felsenlandschaft. Noch spannender fand ich jedoch, in den Bryce Canyon einzutauchen und zwischen den riesigen Zacken herumzulaufen. Es gibt mehrere Wanderwege verschiedener Länge, die allesamt gut ausgeschildert sind und teilweise kombiniert werden können. Karten gibt es am Visitor Center am Eingang des Bryce Canyon Nationalparks.

Viele Wege führen in den Bryce Canyon

Wir haben den gut zwei Kilometer langen Navajo Trail gewählt, der uns zunächst durch enge Felstore und -spalten knapp 170 Meter hinabführte. Erst hier ist unten zu erkennen, wie groß die Felsnadeln eigentlich sind – vom Rand des Canyons aus sehen sie viel kleiner aus. Unten im Tal schlängelt sich der Weg zwischen abgestorbenen Bäumen und durch ein ausgetrocknetes Flussbett hindurch. Kleine Hörnchen begleiteten uns auf dem Weg. Beim Blick nach oben siehst du die winzigen Leute, die an den Aussichtspunkten stehen. Und mit ein wenig Fantasie erkennst du in den bizarren Felsformationen Tiere oder Gesichter.


Wieder oben am Rand des Canyons angekommen, können wir nur noch einmal staunen, wie groß der Nationalpark ist. Bei guter Sicht kannst du bis nach Arizona und New Mexico blicken. Abends fahren wir noch einmal zu einem der Aussichtspunkte, um die leuchtenden Felsnadeln im Abendlicht zu fotografieren. Genauso wie morgens wirken sie dann nämlich fast durchsichtig und ganz zerbrechlich. Dass sie nicht so schnell abbrechen werden, können wir jedoch nach unserer Wanderung bestätigen. Du wirst dir also auch die nächsten Jahre noch den spektakulären Bryce Canyon anschauen können.

Kalender mit Bildern vom Bryce Canyon

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