Death Valley: Eindrücke aus der Wüste

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Death Valley im Juli. Es ist heiß. Das Thermometer zeigt 120 Grad. Fahrenheit wohlgemerkt. Aber es könnten auch Celsius sein, das würde auch keinen Unterschied machen. Die 49 Grad Celsius fühlen sich an, als sei ich in einem Backofen gelandet. In einem mit Umluft, denn zu allem Überfluss weht auch noch ein ständiger Wind, der mir die heiße Luft wie ein Fön ins Gesicht weht.

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Auf dem Hotelzimmer …

… endlich die ersehnte Klimaanlage – sonst immer das erste, was ich ausschalte, weil ich den Zug nicht vertrage. Hier geht es aber nicht ohne. Der Blick aus dem Fenster richtet sich auf einen grünen Rasen. In Anbetracht der Wasserknappheit in diesem Landesteil ein Wahnsinn. Hinter dem Haus soll es sogar einen Golfplatz geben. Mir ist zu heiß, um nachzusehen. Lieber schnell noch zwei T-Shirts waschen und auf den Balkon hängen. Zwanzig Minuten später: Zwei brettharte Shirts wieder ins Hotelzimmer holen. Das ist effizienter als jeder Wäschetrockner.

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Fahrt zum Badwater Basin …

… mit knapp 86 Meter unter Normalnull der tiefste Punkt in Death Valley. Aussteigen und auf dem Weg zum Salzsee den Regenschirm als Sonnenschutz aufspannen. Nützt nichts: Nach zehn Minuten gebe ich auf und schleiche zurück zum klimatisierten Auto. Bin kurz vor einem Hitzekollaps.

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Im Informationszentrum …

… einen spannenden Film über das Volk der Shoshonen anschauen, die im Death Valley leben. Wie halten sie diese Hitze hier aus? Haben sie noch nie daran gedacht, woanders hinzuziehen? „Nein“, ist ihre Antwort im Film „Wir leben schon so lange hier. Das ist unsere Heimat. Wir können uns gar nicht vorstellen, woanders zu leben.“

Ein totes Tal? Von wegen. Für manche bedeutet es das Leben.

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