Route im Test: 4 Wochen durch Norwegen

Norwegen ist für viele ein Traumland – aber die meisten scheuen eine Reise, weil sie erstens denken, dass Norwegen ein teurer Land ist, und zweitens, weil das Wetter dort angeblich so schlecht ist. Beidem kann ich widersprechen: Wenn du gut planst, muss Norwegen nicht teuer sein. Und beim Wetter kannst du auch Glück haben: Im Sommer 2014 hatten wir drei von vier Wochen 28 Grad …

Wir sind mit dem Auto von Köln aus gestartet und sind über Dänemark mit der Fähre nach Norwegen und auch wieder zurück gefahren. Vier Wochen waren wir insgesamt in Norwegen unterwegs. Für die Hinfahrt nahmen wir die Fähre von Frederikshavn nach Oslo, für die Rückfahrt von Kristiansand nach Hirtshals. In Norwegen sind wir erst gemütlich von Oslo über die Femundsmarka und dann über die Küstenstraße 17 raufgefahren bis zu den Lofoten, auf dem Rückweg haben wir die schnellere E6 genommen und sind durch Südnorwegen bis Kristiansand gelangt.

Die Unterkünfte haben wir alle erst vor Ort gesucht – einfach den nächsten Campingplatz ansteuern und nach einer Hütte fragen. In Gegenden, in denen mehr los war, haben wir oft ein paar Stunden vor der Ankunft am geplanten Campingplatz angerufen und eine Hütte reserviert.

Unsere Route für einen vierwöchigen Trip durch Norwegen

  • Fahrt von Köln nach Dänemark, 1 Übernachtung in Aarhus; Fähre von Frederikshavn nach Oslo
  • 1 Übernachtung in Oslo, Ambiose B&B; Fahrt zum Femundsee
  • 2 Übernachtungen in Sorken im Vestre Sorken Feriegård; Wanderung im Femundsmarka Nationalpark
  • 1 Übernachtung in der Nähe von Trondheim auf dem Storsand Campingplatz; Fahrt auf der Kystriksveien (Küstenstraße)
  • 2 Übernachtungen auf der Insel Leka auf dem Leka Campingplatz; Wanderungen auf Leka
  • 1 Übernachtung in Brønnøysund auf dem Skogmo Campingplatz; Wanderung zum Torghatten
  • 1 Übernachtung in Levang auf dem Sjøbakken Campingplatz
  • 1 Übernachtung in Halsa auf dem Furøy Campingplatz; Wanderung auf dem Gletscher Svartissen
  • 1 Übernachtung in Bodø auf dem Bodøsjøen Campingplatz; Fähre zu den Lofoten
  • 1 Übernachtung in Ramberg auf dem Campingplatz
  • 3 Übernachtungen in Sørvågen in der Buodden Rorbu; Besuch der Orte Å i Lofoten und Reine; Wanderung zum Reinebringen
  • 1 Übernachtung in Ballstad in der Jugendherberge; Besuch des Wikingermuseums in Borg und verschiedener Orte auf den Lofoten
  • 1 Übernachtung in Kabelvåg auf dem Campingplatz Ørsvågvær; Besuch der „Magic Ice“-Ausstellung in Svolvær, Fähre auf das Festland
  • 1 Übernachtung in Skutvik auf dem Ness Campingplatz
  • 1 Übernachtung in Korgen auf dem Campingplatz; Besichtigung der Altstadt von Mosjøen
  • 1 Übernachtung bei Trondheim am Øysand Campingplatz
  • 1 Übernachtung bei Åndalsnes auf Campingplatz an E136; Fahrt über den Trollstigen
  • 2 Übernachtungen in Geiranger auf dem Homlong Campingplatz; Wanderung nach Homlongsetra; Fahrt über den Gamle Strynefjellsvegen
  • 1 Übernachtung bei Lærdal auf dem Vinedal Campingplatz; Fahrt über die Røldal-Straße und entlang des Hardangerfjords
  • 1 Übernachtung in Jørpeland in der Ryfylkehytter; Wanderung zum Preikestolen
  • 1 Übernachtung in Mandal auf dem Sandnes Campingplatz; Fähre nach Hirtshals
  • 1 Übernachtung in Flensburg; Heimfahrt

Was war gut?

Die zweitägige Pause in Femudsmarka tat gut nach der langen Anfahrt, ebenso der zweitägige Zwischenstopp auf der Insel Leka auf dem Weg nach Norden.

Die Küstenstraße 17 für die Hinfahrt zu den Lofoten und die schnelle E6 für die Rückfahrt von den Lofoten zu nehmen, war eine gute Wahl, denn dadurch haben wir nicht zweimal das Gleiche gesehen. Auch die Entscheidung, uns noch ein paar Tage Zeit für Südnorwegen aufzubewahren, war gut, weil wir ansonsten noch länger ohne Zwischenstopps im Auto gesessen hätten, um nach Hause zu kommen.

Eine Woche auf den Lofoten war perfekt, um die Inselgruppe kennenzulernen. Ein paar Tage länger hätten es auch sein können, um noch mehr von den abgelegeneren Orten zu sehen.

Die schnelle Fähre ab Kristiansand ist in gerade einmal gut zwei Stunden in Dänemark – sehr komfortabel!

Was hätten wir besser machen können?

6200 Kilometer in vier Wochen waren definitv zuviel! Wir saßen fast jeden Tag sehr lange im Auto, die einzelnen Etappen waren recht anstrengend. Aber da wir unbedingt bis zu den Lofoten wollten, blieb uns nichts anderes übrig – außer sich noch mehr Zeit für die Reise zu nehmen.

Wenn wir nur schnell bei den Lofoten hätten ankommen wollen, ohne viel in Norwegen zu sehen, hätten wir auch alternativ die Strecke durch Schweden nehmen können, denn dort kann man schneller fahren als in Norwegen, wo die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 50 bis 60 km/h liegt.

Die Fähre von Frederikshavn nach Oslo ist mit neun Stunden Fahrtzeit sehr lang. Aber die Strecke über Land dauert auch nicht kürzer, daher hast du kaum eine Alternative, wenn du nicht durch Schweden oder durch Südnorwegen bis Oslo fahren willst.

Ich fände es ganz toll, wenn du in den Kommentaren einen Link zu deiner eigenen Routenbeschreibung durch Norwegen posten würdest. Dann können sich unsere Leser ihre persönliche Lieblingsroute zusammenstellen. 

Dieser Beitrag ist Teil einer Serie „Routen im Test“:

 

 

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24 Kommentare

  • Hallo Sabine,

    ich habe gerade erst den Bericht auf Pinterest gefunden. Das zeigt mal wieder, wie nützlich diese soziale Medium für uns Blogger ist. Ich liebe Pinterest.
    Ok, wir waren im Januar 2019 innerhalb von 17 Tagen bis zum Nordkap und zurück. 7400 km. Durch Schweden und Finnland hin und durch Norwegen zurück. Leider hatten wir nur diese 17 Tage Zeit, da ein wichtiger Termin im Januar anstand. Und ja, es war viel zu wenig Zeit um auch nur das Schönste zu sehen. Alta, Nordkap, Lofoten, Vesteralen, Atlantikstraße und Sognefjord im Schnelldurchlauf. Aber im nächsten Jahr werden wir wieder im Januar da hochfahren und dann nehmen wir uns deutlich mehr Zeit.
    Ich finde die Auflistung, wo Du überall warst total spannend und habe gleich mal geschaut, an welchem Platz wir auch waren. Auf dem Campingplatz Korgen waren wir auch. Tolle Landschaft dort und Gry Elly ist echt eine Seele…
    Hier noch der Link zu unserem Roadtrip im Januar:
    https://www.breierblog.de/nordkap-im-januar-reisetagebuch/

    Liebe Grüße

    Michael

    • 17 Tagen bis zum Nordkap und zurück? Ui, das ist in der Tat ein strammes Programm! Dann wünsche ich beim nächsten Mal mehr Entspannung :-)

  • Danke für die ausführliche Beschreibung und die Stops unterwegs. Wir waren viereinhalb Wochen unterwegs und sind bis ans Nordkap gefahren. Eine super Reise. Besonders der Norden war sehr intensiv. Den Bericht zu den Reisehighlights habe ich sehr gerne verlinkt.

    • Ja, die RV17 war wirklich nett. Noch besser hat mir allerdings unser Ziel gefallen: die Lofoten.

    • Hallo Anna, ich denke, du kannst immer Glück oder Pech haben mit dem Wetter in Norwegen. Regenjacke ist auch im Sommer Pflicht. Ich kenne Leute, die finden das Land das ganze Jahr hindurch toll. Außerdem steigt im Oktober die Chance auf Nordlichter!

  • Hei Sabine,
    ich bin mit meinen Eltern vor 15 Jahren einen Monat in Skandinavien unterwegs gewesen und wir sind da ca 8000 km gefahren. Wir sind allerdings über Finnland hoch, zum Nordkap rüber, an der Küste runter zu den Vesterålen und Lofoten, weiter nach Oslo, quer rüber nach Stockholm und dann über København zurück nach Köln. Wir sind jeden Tag an die 500 km gefahren, war ordentlich aber hat sich gelohnt. Habe mich damals in Skandinavien, besonders Norwegen, verliebt und freu mich immer wenn ich oben bin. Die Preise fürs Essen und Trinken (gehen) sind hoch, aber man gewöhnt sich dran :D
    Die letzten Sommer habe ich als Reiseleitung in Skandinavien gearbeitet, dt. Reisegruppen betreut, die in 11 Tagen ca 7000 km zurück legen. Das hat mir Urlaub allerdings nicht all zu viel zu tun :D
    Die Reise von 2000 habe ich noch gar nicht verbloggt, das sollte ich bei Gelegenheit mal nachholen, dann bekommst Du auch die Strecke ;)
    LG, Mila

    • Hallo Mila, das hört sich wirklich nach viel Fahrerei an :-) Aber Norwegen ist echt sehr schön! Ich war jetzt auch schon dreimal da, und sicher nicht zum letzten Mal. Freue mich auf Deinen Norwegen-Bericht!

  • Hey, sehr coole Idee mit dem Routensammeln!
    Wir liiiieeeeben Norwegen und sind nun schon zwei Male mit dem Auto über die Lofoten und Senja bis zum Nordkapp gereist. Unser Routen findest du hier: und hier:
    Lieben Gruß von uns! :-)

  • Hallo Sabine,
    stramme Leistung!
    Wir sind „nur“ bis zur Atlantikstraße hoch gefahren und ebenfalls über die E6 zurück, aber selbst da würde ich im Nachhinein den Abstecher nach Ålesund und den Schlenker über die Atlantikstraße weglassen und irgendwo an den anderen Haltepunkten mehr qualitative Zeit vor Ort verbringen. Die genaue Route mit Karte gibt’s hier: http://ausreisserin.de/laendertouren/norwegen/norwegen-autorundreise/roadtrip-norwegen-strassen-staedte-wandertouren/.
    Die Lofoten sind natürlich ein Traumziel, aber auch die Vesterålen sollte man nicht auslassen! Wir haben beide Inselgruppen im Winter besucht, allerdings sind wir da bis nach Tromsø geflogen und von dort mit dem Mietwagen gestartet. Die Lofoten-Reiseroute findest du hier: http://ausreisserin.de/winterreisen/nordnorwegen/lofoten/.
    LG, Nicole

    • Danke für deinen Bericht, Nicole. Bis zu den Vesteralen haben wir es nicht mehr geschafft, da reichte dann die Zeit nicht mehr aus. Werde mich gleich mal bei dir festlesen …

  • Wow 6200 Kilometer in der Zeit, na dann ist klar das davon viel im Auto verbracht wurde. Aber wenn man sich ein Ziel vor Augen setzt ;-)
    Danke wieder fürs Mitnehmen. Die Straße oben sieht ja aus wie eine Schlange!
    LG Tanja

    • Genau, in Norwegen ist der Weg das Ziel! Zum Glück gibt es auf der Strecke überall viel zu sehen, so dass das Fahren nicht langweilig wird.

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