Route im Test: 3 Wochen durch Island

Drei Wochen Island – das Land war schon lange ein Traumziel für uns. Endlich haben wir es dann geschafft, auf die Insel weit draußen im Atlantik zu fliegen. Dort individuell mit dem Mietwagen unterwegs zu sein, ist gar kein Problem: die Straßen sind bestens ausgebaut.

Die beste Reisezeit für Island ist der Hochsommer. Noch im Frühsommer oder bereits im frühen Herbst kann es zu starken Schneefällen kommen, die das Passieren einiger Straßen unmöglich machen. Mit gutem Wetter kann man allerdings auch im Sommer nicht immer rechnen. Wir hatten bei unserer Reise Glück: Nur an drei Tagen unseres dreiwöchigen Aufenthalts hat es geregnet, und die Sonne ließ sich sehr oft blicken.

Entgegen unserer Gewohnheit, unsere Reisen immer selbst zu organisieren, haben wir für Island die Hilfe von Icelandic Farm Holidays in Anspruch genommen. Der Tourveranstalter ist ein Zusammenschluss von 180 Country-Hotels, Farmhäusern und Ferienhäusern. Wir haben uns einen Tourenvorschlag machen lassen, haben die Route noch ein wenig modifiziert und sind schließlich mit einer Handvoll Vouchers losgefahren, die wir abends bei den gebuchten Unterkünften abgegeben haben. Alles völlig problemlos.

Unsere Route für drei Wochen durch Island

  • Ankunft in Reykjavík; Besichtigung des Þingvellir
  • 1 Übernachtung in der Nähe von Langarvatn; Besichtigung des Geysirs sowie der Wasserfälle Gullfoss und Seljalandsfoss
  • 1 Übernachtung in der Nähe von Vik; Wanderung auf den Hausberg von Vik
  • 1 Übernachtung in der Gegend von Kirkjubæjarklaustur; Fahrt durch das Gletschergebiet und Wanderung zum Wasserfall Svartifoss
  • 2 Übernachtungen in der Gegend von Skaftafell; Gletschertour und Fahrt zum Eissee Jökulsarlon
  • 1 Übernachtung in der Nähe von Höfn
  • 1 Übernachtung in der Gegend von Egilsstaðir; Fahrt durch die Ostfjorde
  • 2 Übernachtungen in der Gegend von Ásbyrgi; Besuch des Papageitaucherfelsens und Fahrt zum Wasserfall Dettifoss
  • 2 Übernachtungen in der Gegend von Mývatn/Húsavík; Walbeobachtungstour, Besuch des Kraters Hverfell und des Solfatarenfeldes Hverir
  • 1 Übernachtung in Akureyri; Besuch des Wasserfalls Godafoss und Besichtigung der Stadt Akureyri
  • 1 Übernachtung in der Gegend von Hólmavík; Besichtigung der Seehundbänke
  • 1 Übernachtung in der Gegend von Ísafjörður; Fahrt durch die Westfjorde
  • 2 Übernachtungen in der Gegend von Barðaströnd; Fahrt durch die Westfjorde und Besuch des Wasserfalls Dynjandi
  • 2 Übernachtungen auf der Halbinsel Snæfellsnes; Fahrten über die Halbinsel
  • 1 Übernachtung in der Gegend von Borgarnes; Besichtigung der Geothermalquelle
  • 1 Übernachtung in Reykjavík; Stadtbesichtigung

Was war gut?

Da viele Unterkünfte in Island im Sommer ausgebucht sind, waren wir froh, alles vorher gebucht zu haben. Wir haben Reisende getroffen, die einige Nächte im Auto schlafen mussten, weil sie kein freies Zimmer mehr bekommen haben. Oft sind zudem die Entfernungen zwischen den Orten sehr groß, sodass du nicht mal eben schnell zur nächsten Unterkunft fahren kannst.

Auch wenn wir fast jeden Tag woanders geschlafen haben, fand ich die Route perfekt und stressfrei. Besonders gut hat mir gefallen, dass wir neben der Ringstraße auch noch einen Abstecher zu den Westfjorden und zur Halbsinsel Snæfellsnes gemacht haben. Diese Tour war in drei Wochen gut zu schaffen.

Was hätten wir besser machen können?

Wir konnten mit unserem Mietwagen (ein ganz normaler Pkw) nur die Ringstraße und ein paar Nebenstraßen befahren. Das bergische Land im Innern der Insel ist nur mit Geländewagen zugänglich. Die Mietgebühren dafür sind allerdings horrend hoch. Wir hätten jedoch eine organisierte Tour für einige Tage in die Berge buchen können – das haben wir leider in unserer Planung nicht bedacht.

Einen ganzen Tag in Reykjavík fand ich persönlich zu viel. Nach wenigen Stunden hatten wir alles Sehenswerte in der Stadt gesehen. Leider hatten wir den Mietwagen am letzten Tag schon wieder abgegeben, sodass wir keine Gelegenheit hatten, uns noch einmal außerhalb der Stadt umzusehen.

Nachdem wir bereits alles gebucht hatten, habe ich herausgefunden, dass wir von Reykjavík aus für relativ kleines Geld ein paar Tage nach Grönland hätten fliegen können – schade, diese Gelegenheit haben wir leider verpasst!

Ich fände es ganz toll, wenn du in den Kommentaren einen Link zu deiner eigenen Routenbeschreibung durch Island posten würdest. Dann können sich unsere Leser ihre persönliche Lieblingsroute zusammenstellen. 

Dieser Beitrag ist Teil einer Serie „Routen im Test“:

 

 

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14 Kommentare

  • Darf man fragen, wie hoch der Lebenshaltungskostenpunkt für euch war? Sprich mit wie viel Geld ich für Kost und Logis, für drei Wochen zu rechnen habe?

    • Hallo Arian, gute Frage, die Reise ist ja schon eine Weile her, und heute ist Island noch um Einiges teurer als damals kurz nach der Finanzkrise, als die isländische Währung auf einem Tiefpunkt stand. Ich meine, wir hätten pro Nacht so um 100-120 Euro ausgegeben (und das waren nur einfache Unterkünfte, meist auf Bauernhöfen). Essen gehen ist sehr teuer, das haben wir nur zwei-, dreimal gemacht. Ansonsten mittags ein Sandwich und abends selber gekocht. Am besten fragst du noch mal Leute, die erst vor Kurzem da waren, zum Beispiel in der Facebook-Gruppe „Island was sonst?“.

      • Stimmt! Die einzige Menschenansammlungen habe ich in der Landmannalaugar und am Jökulsárlon erlebt. Aber selbst da finde ich den Begriff Menschenansammlung noch hoch gegriffen 😉

  • Hallo Sabine,
    deine Reiseroute ähnelt meiner Reiseroute von Island sehr. Meine Route findest du hier: http://doriimwunderland.com/island-the-making-off/
    Wir waren allerdings nur 14 Tage in Island und haben daher die Ostküste ausgelassen und sind in einem Tag von Höfn bis an den Myvatn gefahren. Dafür haben wir die Westfjorde in unserer Planung gehabt – die ich jeden empfehlen würde. Die meisten fahren ja nur die Ringstraße ab.
    Mit Reykjavik kann ich dir absolut zustimmen, ein Tag ist fast schon zu viel. Wir hatten den Anreise- und Abreisetag und eigentlich könnte man sich mindestens einen davon in der Stadt sparen. Auch Akureyri fand ich nicht besonders, da haben wir nur einen kleinen Zwischenstopp gemacht. Dafür könnte ich mindestens 1 Woche an den Westfjorden bleiben und einfach die Natur genießen!
    Viele Grüße
    Dori

    • Da haben wir ja wirklich eine sehr ähnliche Route gehabt. Ich fand die Westfjorde auch schön – und den Osten nicht so doll, dass man da viel verpasst hätte (lag aber vielleicht auch am schlechten Wetter in diesen Tagen). Ansonsten ist Island natürlich grundsätzlich toll – ich könnte schon wieder …

  • Eine schöne Route!

    Wenn es sich einrichten lässt, kann ich eine Fahrt durch das Hochland im Landesinneren nur empfehlen: Die unglaubliche Weite der schwarzen Wüste ist sehr beeindruckend.

    Vermutlich ebenfalls nur mit Geländewagen zu erreichen ist Þórsmörk an der Südküste – großartig und ein besonders schönes Fleckchen Erde.

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