Norwegen muss nicht teuer sein!

Als ich Freunden erzählte, ich würde nach Norwegen reisen, erhielt ich oft die Antwort: „Ach, da würde ich auch gern mal hin – aber Norwegen ist es ja sooo teuer!“ Stimmt, Norwegen ist kein billiges Reiseland. Aber mit ein bisschen Vorbereitung kannst du trotzdem eine schöne Zeit in Skandinavien verbringen, ohne dafür gleich einen Kredit aufnehmen zu müssen. Meine Tipps für einen günstigen Norwegen-Urlaub:

1. Mit dem eigenen Auto fahren

Zugegeben: Die Anreise dauert ein bisschen länger als mit dem Flugzeug und einem Mietwagen vor Ort. Je nachdem, wo in Deutschland du wohnst, kann es ein bis zwei Tage dauern, bis du Südnorwegen erreicht hast. Und wenn du in den Norden willst, kannst du noch mal zwei bis drei Tage draufrechnen. Aber hey: Ist nicht im Urlaub der Weg das Ziel? Außerdem kannst du mit interessanten Zwischenstopps die Zeit gut füllen – zu sehen gibt es genug!

2. Fährpreise vergleichen

Es gibt diverse Fährverbindungen von Deutschland bzw. von Dänemark nach Norwegen. (Natürlich kannst du auch den Landweg über Schweden wählen, aber das bedeutet ab dem Abzweig Kolding noch einmal 8 Stunden und knapp 900 Kilometer mehr im Auto …) Ein Vergleich der einzelnen Linien lohnt sich. So sollte bei uns zum Beispiel eine kurzfristig gebuchte Verbindung von Kiel nach Oslo im Sommer 2014 für zwei Personen plus Wagen über 400 Euro kosten, die Fähre von Hirtshals  nach Kristiansand immerhin noch 200 Euro. Schließlich bezahlten wir für eine Fahrt von Frederikshavn nach Oslo (die neun Stunden dauert) für 120 Euro – ein Schnäppchen, wie ich fand. Das Gleiche auf der Rückfahrt von Kristiansand nach Hirtshals: 73 Euro bei der einen statt 115 Euro bei der anderen Fährgesellschaft. Eine gute Übersicht über alle Fährverbindungen nach Norwegen findest du hier.

3. Lebensmittel mitnehmen

Essen gehen in Norwegen macht dich arm! Eine Pizza kostet gern schon mal 30 Euro, und auch die Waren in den Supermärkten sind um einiges teurer als in Deutschland. Günstigere Supermarktketten sind zum Beispiel Kiwi oder Rema 1000. Die kannst du für Frischwaren wie Obst und Gemüse auch aufsuchen – aber wer sparen will, sollte alles, was länger haltbar ist, bereits in Deutschland kaufen. Das macht bei einem mehrwöchigen Urlaub mehrere Hundert Euro aus.

4. Günstige Hütten mieten

Wer (wie ich) kein Zelt- oder Wohnmobilfreund ist, braucht des nachts ein Dach über dem Kopf. Die günstigste Möglichkeit sind Hütten, die auf Campingplätzen vermietet werden. Diese gibt es in allen Varianten – von sehr schlicht bis luxuriös ausgestattet. Einfache Hütten mit zwei Betten, einem Tisch und zwei Stühlen sowie einem Kühlschrank und einer Herdplatte bekommst du ab ca. 40 Euro. Geduscht und toilettet wird im Gemeinschaftsbad. Achtung: Zimmer sind meist teurer als Hütten! Für sechs Quadratmeter plus Gemeinschaftsküche zahlten wir zum Beispiel auf den Lofoten knapp 80 Euro!

Fazit: Obwohl wir vor Ort wirklich nicht jeden Cent vor dem Ausgeben umgedreht haben, kostete unser vierwöchiger Urlaub in Norwegen inkl. aller Ausgaben pro Person nur 1700 Euro. Über das Ergebnis waren wir selber überrascht …

Sicherlich hast du noch weitere individuelle Spartipps. Habt du Lust, mir einige deiner erprobten Sparideen für Norwegen zu verraten? Ich bin gespannt!

 

 

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8 Kommentare

  • Liebe Sabine,

    dass die Fährüberfahrt so günstig sein kann, hätte ich nie gedacht. Überhaupt sind Deine Tipps ja Gold wert.

    Vielen Dank also – und liebe Grüße

    Stefanie

  • hallo

    Hütten Camping

    Ich frage nur ?

    1 Tage 3 Personen Hütten Camping Euro wie viel ?

    7 Tage 3 Personen Hütten Camping Euro wie viel ?

    Das Auto ist nicht

    keine Kinder

    ja 18 jahre

    3 Personen sind GEHÖRLOS Danke.

    email schreib mir bitte

  • Hallo,

    Sehr gute Tipps, die vieles erleichtern und Geld sparen können !! Eine Tour durch Norwegen sollte schon bedacht sein und da helfen deine Tipps echt enorm. Auch ich werde die nächste Reise mit dem Auto bewältigen und mal öfter hier vorbei schauen, gefällt mir wirklich sehr gut.

    Liebe Grüße aus dem Saarland
    Marc

  • Sehr gute Tipps und ich habe mir auch schon überlegt, das nächste Mal mit dem Auto anzureisen. Auch wenn ich bei meiner letzten Norwegenreise hauptsächlich den Zug genommen habe, würde ich mit dem eigenen Auto wohl viel sparen, da man ja auch noch die Flüge hinzurechnen muss oder auch die Fähre von Kiel-Oslo-Kiel. Vor allem die Lebensmittel könnte man dann selbst mitbringen, denn Essen und Trinken gehen in Norwegen wirklich ins Geld. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich in Oslo in einem Café mal über sechs Euro für einen kleinen Kakao gezahlt habe und den Preis kaum glauben konnte.

    • Hallo Reiner, freut mich, dass dir meine Tipps gefallen! Ein weiterer Vorteil am Autofahren ist natürlich, dass man flexibel ist und hinfahren und anhalten kann, wo man will. Viel Spaß bei der nächsten Norwegen-Tour!

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