Fotoausrüstung: Was kommt mit auf Reisen?

Letztens habe ich dir schon erzählt, warum ich keine Spiegelreflexkamera, sondern nur noch meine Bridgekamera auf Reisen mitnehme. Heute zeige ich dir das weitere Equipment, das zu meiner Fotoausrüstung auf Reisen gehört.

Kamera

Meine derzeitige Kamera ist eine Sony Cybershot DSC-HX400V, also eine kleine und leichte Bridgekamera mit einem eingebauten Objektiv, das einer Brennweite von 24 bis 1200 Millimetern entspricht. Weitere Objektive brauche ich also gar nicht mitzunehmen.

Was sich als für mich sehr praktisch erwiesen hat: Ich habe meinen Objektivdeckel mit einem Band an der Kamera befestigt. Früher musste ich alle paar Monate einen neuen Deckel kaufen, weil ich meinen schon wieder verloren hatte …

Speicherkarten

Speicherkarten mit bis 64 GB sind heutzutage keine Seltenheit mehr und durchaus bezahlbar. Trotzdem setze ich auf Reisen bei meinen Speicherkarten nach wie vor auf kleine Stückelungen von vier und acht Gigabyte. Denn wenn mal eine Karte kaputt oder verloren geht, sind maximal ein paar Hundert Bilder weg. Wenn nach vier Wochen Reise und mehreren Tausend Fotos meine einzige Speicherkarte den Geist aufgeben oder verschwinden würde, wäre das für mich persönlich eine Katastrophe. Da ich meine Bilder im .jpg-Format und nicht als RWA-Datei abspeichere, komme ich mit den kleinen Speicherkarten recht lange aus.

Akku und Ladegerät

Da ich auf Reisen nicht unbedingt an jeder Ecke eine Steckdose zur Verfügung habe (im bolivianischen Regenwald zum Beispiel waren wir drei Tage ohne Strom), ist ein Ersatz-Akku unverzichtbar. Auch wenn es sehr kalt ist, hält der Akku kürzer als an warmen Tagen, so dass ich schon so manches Mal überrascht war, dass ich so schnell den Akku wechseln musste. Jeden Abend werden die Akkus wieder aufgeladen.

Das Ladegerät der Sony-Kamera ist besonders klein, weil der Akku zum Aufladen in der Kamera bleibt. Das Ladekabel hat gleichzeitig einen USB-Anschluss, damit man die Kamera an einen Computer anschließen kann. Wieder ein Kabel gespart.

Kameratasche

Für meine Vorgänger-Kamera hatte ich eine unauffällige Tasche, der man kaum ansah, dass es sich um eine Kameratsche handelte. Das ist auf Reisen ganz sinnvoll, weil es bei Langfingern keine Begehrlichkeiten weckt. Leider ist meine neue Sony-Kamera etwas größer als das alte Modell, sodass ich die Tasche nicht weiter nutzen konnte.

Bei der neuen habe ich mich wieder für eine klassische Kameratasche entschieden, weil sie mehrere Vorteile hat: Sie ist an sich schon wasserabweisend und hat zusätzlich noch einen passenden Regenschutz, den man bei schlechtem Wetter überziehen kann. Außerdem hat sie auf der Rückseite eine Schlaufe, durch die ich einen Gürtel oder auch den Rucksackgurt schieben kann, so dass ich die Tasche nicht unbedingt über die Schulter hängen muss.

Praktisches Zubehör

Ein großes Stativ wiegt viel zu viel, wenn du nur mit dem Rucksack unterwegs bist. Manchmal gibt es aber doch Situationen, in denen es sinnvoll ist, die Kamera zu fixieren, etwa für ein Selbstauslöserfoto oder weil es zu dunkel ist, um das Foto ohne Verwackeln aus der Hand halten zu können. Daher habe ich ein Ministativ im  Gepäck, das keinen Platz wegnimmt und schnell einsatzbereit ist.

In manchen Lichtsituationen ist es sinnvoll, einen Polfilter zu nutzen. Mit dem lassen sich ungewollte Spiegelungen reduzieren oder mehr Kontrast erzeugen, zum Beispiel bei weißen Wolken auf blauem Himmel.

Eine Bridgekamera ist zwar weniger schmutzempfindlich als Spiegelreflexkameras, bei denen du zum Objektivwechsel den Body öffnen musst. Trotzdem bleibt es auf Reisen nicht aus, dass es staubig ist oder Wassertropfen auf die Linse spritzen. Daher säubere ich die Kamera jeden Abend mit einem kleinen Pinsel mit einem Blasebalg. Damit bekommt man kleinste Sandkörner aus jeder Ecke. Für die Linse nutze ich ein Brillentuch, damit es beim Putzen keine Kratzer gibt.

Und das war’s auch schon.

Meine Bridgekamera allein wiegt knapp 700 Gramm. Zusammen mit allem Zubehör komme ich auf 1240 Gramm. Das ist weniger, als seinerzeit meine Spiegelreflexkamera mit dem kleinsten Objektiv für sich allein gewogen hat …

Hast du weitere Tipps, welches Kamerazubehör auf einer Reise nicht fehlen darf? Dann rein damit in die Kommentare!

Dies ist übrigens mein Beitrag zu Gunthers Blogparade: Welches Fotozubehör nehmen Blogger mit in den Urlaub?

 

 

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6 Kommentare

  • Alternative wäre noch das Manfrotto Pixi. Ist aber auch nur ein bisschen kleiner als die „Gorillas“. PS: Hab dich beim Bolivien Travel Slam gesehen … hat uns gut gefallen dein Vortrag. Wir liebäugeln mit Peru für nächstes Jahr, oder ne Peru – Bolivien Combo … mal sehen wo uns das Leben hinträgt.

    • Hi Marcus, du warst gerade da? Warum hast du nicht mal Hallo gesagt? Freut mich, dass Dir der Vortrag gefallen hat! Wenn du Fragen zu Peru oder Bolivien hast, melde dich einfach!

  • Hallo Sabine,

    habe fast eine identische Ausrüstung mit einer Lumix und zusätzlich einer Nikon Coolpix für Kinder – die ist wasserdicht und stoßfest, das kann manchmal nützlich sein. Ersatzakkus sollte man fast ein paar haben, oft halten die nicht originalen nicht so lange. Ich sichere zwischendurch immer meine Bilder in google drive. Denn ein Chipcerlust wäre bitter. Oder auch ein kaputter Chip. Gorillapod muss mit und eine kleine Taschenlampe, denn manchmal ist es halt dunkel.

    • Die Taschenlampe ist bei mir auch dabei – aber nicht bei der Kameraausrüstung ;-) Und mit dem Gorillapod liebäugle ich ja auch schon seit einer Weile. Ist halt doch etwas flexibler als das kleine Stativ von Hama. Aber auch wieder größer …

  • Hallo,
    Gute Auflistung! Alles dabei, was man auf Reisen braucht.

    Als Ministativ kann ich dir die Gorillapods sehr empfehlen. Sind nicht viel größer, und hat noch dazu flexible Stativbeine, mit denen man die Kamera auch auf schiefen Flächen gut platzieren kann. Einen Selbstauslöser hab ich meistens auch noch dabei.

    Liebe Grüße,
    Jakob

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