Wanderung: Kölnbreinsperre im Maltatal

Blick auf Stausee mit Bergen rechts und links

Eine unserer Lieblingswanderungen während unseres Österreich-Urlaubs ist die Tour entlang des Kölnbreinspeichers. Der Vorteil an dieser Wanderung: Sie hat keine Steigungen und bietet trotzdem spektakuläre Ausblicke. Los geht’s zur Kölnbreinsperre in Kärnten:

Anfahrt zur Kölnbreinsperre

Um zu dem Stausee zu gelangen, fahren wir zunächst durch das Maltatal, auch „Tal der fallenden Wasser“ genannt. Bei der Fahrt erkennen wir auch schnell, woher der Name kommt: Wir passieren auf der knapp 15 Kilometer langen Strecke mehrere Wasserfälle. Direkt hinter der Mautstation liegt der hübsche Melnikfall. Wer nur diesen besuchen möchte, kann sein Auto vor der Mautstation stehenlassen und zu Fuß bis zum Melnikfall laufen.

Der Wasserfall ist übrigens Teil der Malteiner Wasserspiele – einem acht Kilometer langen Themenweg, der an diversen Bächen und Wasserfällen und dem idyllischen Wasserbecken „Blauer Tumpf“ vorbeiführt. Wir schauen uns aus Zeitgründen nur den Melnikfall an und fahren dann weiter durchs Maltatal.

Überdachte Brücke über einem Bach

Über diese Brücke geht es zum Melnikfall.

Nächster Stopp – ob wir wollen oder nicht – ist der Maralmbachfall. Denn hier steht eine Ampel, deren Wartezeit bis zu 22 Minuten beträgt. In dieser Zeit kann der Gegenverkehr durch die teils einspurigen, dunklen Tunnel fahren. An der Ampel sowie auch am Wasserfall selber, der nur wenige Meter neben der Straße liegt, gibt es Uhren. Diese zeigen an, in wie viel Minuten die Ampel wieder grün wird – so kann keiner die Abfahrt verpassen.

Nachdem auch wir die engen Tunnel durchfahren haben, geht es in einem Rutsch weiter bis zur Kölnbreinsperre. Am Parkplatz des Berghotels Malta stellen wir unseren Wagen ab.

Infos zur Malta Hochalmstraße
  • Öffnungszeiten: Anfang Mai bis Ende Oktober, von 7 bis 18 Uhr.
  • Aufgrund von schlechter Wetterlage oder Lawinengefahr kann sich der Saisonstart oder das -ende verschieben. Aktuelle Infos gibt es auf der Website der Maltatal Hochalmstraße.
  • Die Tageskarte kostet pro Pkw 20 Euro, für Motorräder 13 Euro (Stand 2021).
  • Die Hochalmstraße ist 14,4 Kilometer lang.
  • Auf der Straße geht es durch sechs Natursteintunnel, die teilweise unbeleuchtet sind.
  • Der Höhenunterschied von der Mautstation bis zur Kölnbreinsperre beträgt rund 1000 Meter.
  • Die Straße war ursprünglich nur als Baustraße für die Kölnbreintalsperre angelegt und wurde erst später als Touristenattraktion für den normalen Verkehr freigegeben.

An der Kölnbrein-Staumauer

Direkt am Parkplatz liegt die 200 Meter hohe und 626 Meter lange Kölnbreinsperre. Sie ist Österreichs höchste Staumauer, ihr Bau dauerte sieben Jahre. Besucher können über die Staumauer laufen und sich auf den Airwalk stellen: eine Glasfläche mit 200 Meter Sicht steil nach unten. Wer sich fragt, wie das Innere der Staumauer ausschaut, kann an einer Führung teilnehmen, die stündlich zwischen 9 und 16 Uhr stattfinden. Einmal im Jahr können sich ganz Mutige an einem Bungee-Seil von der weltweit am höchsten gelegenen Bungee-Absprung-Station in die Tiefe stürzen – die Talsperre liegt auf knapp 2000 Meter Seehöhe.

Blick auf die Staumauer Kölnbreinsperre

Die 200 Meter und 626 Meter lange Staumauer des Kölnbreinspeichers.

Ein paar Schritte vom Berghotel entfernt liegt zudem das Kölnbrein Stüberl, das mit Ausblick über den Stausse zur Rast einlädt. Das Essen dort war so lala, aber die Lage ist sehr schön.

Wanderung entlang des Kölnbreinspeichers

Hinter dem Kölnbrein Stüberl beginnt der Wanderweg am Ufer des Stausees entlang. Anfangs ist der Himmel noch sehr bedeckt und es nieselt leicht, daher können wir nur ahnen, wie hoch die Berge rechts und links des Kölnbreinspeichers sind. Nach und nach klart das Wetter aber auf, und wir laufen mit wachsender Begeisterung das Ufer mit seinen tollen Ausblicken entlang.

Blick über den Stausee

Blick über den Stausee, der bei Sonne richtig leuchtet.

Der breite Weg ist geschottert und führt ausschließlich am Nordufer des Stausees entlang. Nach etwa einem Viertel der Strecke weicht rechts ein Pfad ab, der 50 steile Höhenmeter hinauf zur Jagasteighütte führt. Wir machen jedoch lieber ein paar Meter weiter unterhalb des Weges Rast. Dort befindet sich eine Gedenkstätte für die insgesamt 24 Arbeiter, die zwischen 1971 und 1978 beim Bau der Staumauer zu Tode kamen. Was damals die Ursache für die Unglücksfälle war, habe ich leider nirgendwo herausgefunden.

Wo der Kölnbreinspeicher einen Knick macht, überqueren wir die Kleinelendbrücke. Unter uns rauscht der Kleinelendbach in den Stausee. Am Fluss entlang führen weitere Wanderwege in die Berge des Nationalparks Hohe Tauern hinein. Wir bleiben jedoch auf dem Uferweg und gehen bis zum Ende des Kölnbreinspeichers. Hier erwarten uns einige Ziegen und Kühe auf dem Weg.

Schild am Weg: Ab hier kein Netz für Internet und Handy

Wir verlassen die Zivilisation ;-)

Rauschender Fluss in den Bergen

Der Kleinelendbach macht ganz schön Lärm.

Viele setzen von hier aus noch 1,5 Kilometer den Weg fort bis zur Osnabrücker Hütte. Wir kehren allerdings um und gehen die 6,5 Kilometer Strecke am Ufer des Stausees wieder zurück, mittlerweile bei strahlendem Sonnenschein. So sieht alles noch einmal ganz anders aus als auf dem Hinweg, und wir sehen endlich die Berge rechts und links des Sees.

Nach einer Stärkung am Kölnbrein Stüberl geht es nach einem wunderbaren Ausflug am Kölnbreinspeicher zurück durch das Maltatal.

Kühe am Bach im Tal

Hinter dem Kölnbrein Stüberl beginnt ein hübsches Tal.

Warst du schon mal im Maltatal und kennst noch andere schöne Wanderungen dort? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

Veröffentlicht am: 11. Oktober 2021

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2 Kommentare

  1. Mandy 11. Oktober 2021 um 18:44 - Antworten

    Kölnbreinsperre und Kölnbrein Stüberl.. die Namen las ich mehrfach, bevor ich sie erfasst habe. Witzig, davon habe ich noch nie gehört.
    Das sind zauberhafte Bilder, liebe Sabine. Da könnte ich glatt loswandern und an gletscherblauen Bergseen entspannen.
    Herrlich idyllisch, danke fürs Teilen der schönen Wanderung.
    Liebe Grüße
    Mandy

    • Sabine 11. Oktober 2021 um 18:48

      Ist schon ein bisschen ein Zungenbrecher, nicht wahr? ;-) Ich hatte als Österreich-Neuling vorher auch nie davon gehört. Lohnt sich aber auf jeden Fall!

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Veröffentlicht am: 11. Oktober 2021

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2 Kommentare

  1. Mandy 11. Oktober 2021 um 18:44 - Antworten

    Kölnbreinsperre und Kölnbrein Stüberl.. die Namen las ich mehrfach, bevor ich sie erfasst habe. Witzig, davon habe ich noch nie gehört.
    Das sind zauberhafte Bilder, liebe Sabine. Da könnte ich glatt loswandern und an gletscherblauen Bergseen entspannen.
    Herrlich idyllisch, danke fürs Teilen der schönen Wanderung.
    Liebe Grüße
    Mandy

    • Sabine 11. Oktober 2021 um 18:48

      Ist schon ein bisschen ein Zungenbrecher, nicht wahr? ;-) Ich hatte als Österreich-Neuling vorher auch nie davon gehört. Lohnt sich aber auf jeden Fall!

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