Mit leichtem Gepäck

Alex vom Blog Reiseum hat Radio gehört und sich durch den aktuellen Song „Mit leichtem Gepäck“ zur gleichnamigen Blogparade inspirieren lassen. Er fragt: Wie sieht dein leichtes Gepäck aus?

Meine Packliste habe ich Dir ja schon mal präsentiert. Daran siehst du: Viel brauche ich nicht für eine Fernreise. In den vergangenen Jahren ist mein Rucksack immer leichter geworden. Hatte ich bei meiner ersten Fernreise nach Australien vor fast 30 Jahren noch drei Koffer und einen Rucksack dabei, so komme ich jetzt locker mit einem Rucksack aus (plus einem kleinen Tagesrucksack für Ausflüge vor Ort).

Auf was habe ich im Laufe der Jahre alles verzichtet?

Überflüssige T-Shirts. Früher hatte ich mindestens sieben Stück im Gepäck, heute reichen maximal fünf: Eins ziehe ich an, vier weitere nehme ich mit. Sobald sie schmutzig sind, lasse ich sie vor Ort waschen.

Frottee-Handtücher. Früher habee ich ein oder sogar zwei normale Handtücher mitgenommen (in ganz einfachen Unterkünften gibt es ja manchmal wirklich keins). Jetzt habe ich mir ein winzig kleines Mirkofaser-Handtuch gegönnt, das viele Vorteile hat: Es trocknet schnell und ist unfassbar klein und leicht.

Einen Rock. Ich ziehe zu Hause schon nicht gern Röcke an – aber irgendwie hatte ich mir eingebildet, auf Reisen bräuchte ich etwas Luftiges. Heute reicht mir meine Zip-Hose, die ich schnell zu einer Shorts umfunktionieren kann. Ist genauso luftig wie ein Rock.

Schlafanzug. Wird gerade in warmen Ländern überbewertet. Ein T-Shirt und ein Paar dünne Shorts tun es vollkommen für die Nacht.

Kosmetik. Zu Hause gehe ich ungern ohne Maskara aus dem Haus. Auf Reisen ist mir völlig egal, wie ich aussehe – und im Zweifel läuft mir das Make-up in der Hitze ohnehin weg.

Eine kleine Kette und ein Vorhängeschloss. Anfangs dachte ich noch, ich müsste meine Sachen immer irgendwo anschließen, damit nichts wegkommt. Aber mal ehrlich: Was nützt bei einem Rucksack ein Schloss? Wer was rausnehmen will, zieht einfach den Reißverschluss auf!

Bücher. Früher hatte ich gern ein paar Romane im Gepäck. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass ich auf Reisen sowieso keine Zeit habe, sie zu lesen. Meist bin ich viel zu sehr mit Planen, Erleben und Tagebuchschreiben beschäftigt – oder einfach mit Rumsitzen und Gucken. Auch einen E-Book-Reader brauche ich nicht.

Eine große Kamera. Bis vor wenigen Jahren hatte ich noch meine Spiegelreflexkamera auf Reisen dabei. Irgendwann hatte ich dann aber keine Lust mehr, das schwere Gehäuse und Objektive zu schleppen, und bin umgeschwenkt auf eine Bridgekamera. Eine große Erleichterung – und gleichzeitig ein viel größerer Zoom!

Filme. Jaja, das waren noch Zeiten, als ich unzählige Diafilme mit mir herumgetragen habe – inklusive dem röntgenfesten Beutel, damit ich damit sicher durch die Security komme … Die Zeiten sind zum Glück vorbei, Speicherkarten wiegen einen Bruchteil der früheren Filme.

Souvenirs. In den letzten Jahren habe ich kaum mehr Mitbringel von meinen Reisen nach Hause gebracht. Das liegt zum einen daran, dass wir schon einige schöne Schalen und Wandschmuck von unseren Reisen zu Hause haben und kaum mehr Platz für weiteres ist. Und zum anderen sind mir mittlerweile ein schöner Stein oder eine Muschel liebere Erinnerungen als Staubfänger, die man ohnehin bald nicht mehr sehen kann.

Mittlerweile schaffe ich es, bei meinem leichten Gepäck nicht über 15 Kilo zu kommen. Selbst das ist mir mittlerweile fast zu viel. Daher schaue ich mal, wo ich beim nächsten Mal noch weiter sparen kann …

Hast du noch weitere Einspartipps fürs Packen? Was nimmst du jedesmal überflüssigerweise mit? Verrätst du es mir in den Kommentaren?

 

 

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15 Kommentare

  • Ich reise seit ein paar Jahren auch nur noch mit Handgepäck. Ganz egal ob Kurztrip oder 3 Wochen Rundreise. Ich wüsste heute gar nicht mehr, wie ich einen großen Reisekoffer voll bekommen soll 😉 Es sei denn es geht in den Skiurlaub.

    • Handgepäck habe ich mich bisher bei langen Reisen ja noch nicht getraut (bei Kurztrips natürlich schon). Ich fürchte, das bekomme ich auch nicht hin. Allein schon, weil ich vier Wochen lang gern mein eigenes Shampoo und Duschgel benutzen will 😉

  • Mein Gepäck ist auch immer leichter geworden in all den Jahren!!! Bücher sind auch nicht mehr dabei und auch einen Schlafanzug gibt es bei mir nicht mehr 😀 Das Schloss kommt allerdings immer mit 😉

    Liebe Grüße,
    Martin

  • Es geht doch nichts über die Erfindung von Microfaser-Handtüchern! 😉 Aber wie Du ja jetzt durch meinem Artikel zu dem Thema weisst, bin ich ebenfalls ein „Travel-Light-Junkie“…. Viele liebe Grüße, Beatrice

    • Stimmt 🙂 Es ist ja ohnehin alles viel leichter geworden. Wenn ich dran denke, dass wir vor 20 Jahre noch in Jeans wandern waren …

  • Interessanter Artikel! Ich wäre nie auf die Idee gekommen, egal wohin, 3 Koffer mitzunehmen. Auch auf Wimperntusche usw. verzichte ich. Beim Schlafanzug musste ich lächeln. Das erinnert mich ein wenig an meine Mutter, die auf unsere gemeinsame Reise nach sri Lanka vor vielen Jahren ihren dicken Frottee-Bademantel mitnahm.
    Ein kleines Schloss und eine Kette habe ich bei meinen großen Rucksackreisen als sehr nützlich empfunden. Wenn man das Schloss richtig anbringt, dann ist nichts mit „einbfach aufziehen“. Auch eine Kette, mit der man den Rucksack festbinden kann, ist gut. Auch wenn es nicht wirklich vor dem ganz großen Diebstahl schützt, so hindert es doch Gelegenheitsdiebe am schnellen Zugriff.
    An Souvenirs kaufe ich schon langekeine großen Teile mehr. Ich liebe es, mir einen Schal, ein Kopftuch vor Ort zu kaufen. Das ist nützlich und kann ich meistens gut gebrauchen. Oder ein T-Shirt. Ansonstens ind meine Fotos meine liebsten Souvenirs. Deshalb kommt auch immer meine Spiegelreflex mit, natürlich digital heutzutage.
    Happy Travels
    Ulrike

    • Ich war damals 17!!! Da braucht man noch ein bisschen mehr an Gepäck 😉 Aber auf die Idee, einen Frottee-Bademantel mitzunehmen, bin ich auch noch nicht gekommen. Bei den Fotos stimme ich Dir vollkommen zu: Die sind oft Erinnerung genug!

  • Sehr schön zusammengefasst 🙂 Ich gehöre auch zu den Menschen, die auf Reisen eher zu wenig mit sich herumschleppen. Im Laufe der Jahre habe ich auf Reisen gelernt, was ich alles nicht brauche…
    Bei einer Sache bin ich dennoch konsequent geblieben. Souveniers… ich kann einfach nicht ohne. Am Anfang waren es Tassen, aber mittlerweile stapeln sich die Tassen überall, also keine Tassen mehr 😉 Mittlerweile bringe ich praktischere Sachen mit, wie T-Shirts oder Kullies. Wenn die kaputt gehen, kann ich ja nochmal dahin reisen, wo ich sie herhabe und wieder etwas schönes kaufen.
    Ich kann einfach nicht anders *hehe*

  • Hallo Sabine,

    wieder ein toller Beitrag! Da kommt mir vieles von bekannt vor.
    Das Waschen haben wir allerdings auf der letzten Reise erst begonnen, jetzt wo ich weiß wie einfach das überall ist, werde ich auch nur noch das Minimum an Klamotten einpacken. Mit der Kosmetik geht es mir auf Reisen ähnlich. Ohne Makeup gehe ich hier kaum aus dem Haus. Auf Reisen nehme ich gar keins mit, Wimperntusche und Kajalstift reicht da vollkommen aus. Es ist tatsächlich bei mir auch so, je häufiger man reist, desto minimalistischer wird man. Ich hatte früher auch immer ein großes und ein kleines Handtuch dabei 😉

    Liebe Grüße,
    Tanja

  • Hallo Sabine,
    ich bin über die Blogparade auf deinem Artikel gelandet und habe ihn mit großem Interesse gelesen. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass man mit möglichst wenig Gepäck auf die Reise gehen sollte. Auch bei mir ist im Laufe (der zugegebenermaßen kürzeren Zeit) mein Rucksack immer leerer geworden, da ich die meisten Sachen dann doch nicht brauchte. Vielleicht findest du in meinem Beitrag zur Blogparade noch weitere Tipps, wie du dein Gepäck fürs nächste Mal noch leichter bekommst:

    Liebe Grüße
    Christian

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