Meine Packliste für 4 Wochen Fernreise

Stehst du vor jeder Reise wieder ratlos vor deinem Kleiderschrank und überlegst, was du mitnimmst? Hast du noch auf dem Weg zum Flughafen das Gefühl, etwas Wichtiges vergessen zu haben? So ging es mir früher auch. Aber seit ich eine Packliste angelegt habe, fühle ich mich nicht nur beim Packen sicherer – sondern es geht auch viel schneller! Innerhalb von zwei, drei Stunden habe ich in der Regel meinen Rucksack gepackt und bin reisefertig.

Heute erlaube ich dir einen ganz persönlichen Blick in meinen Rucksack für eine vierwöchige Fernreise (egal, wohin es geht):

Für Tag und Nacht

  • Rucksack mit 60 Liter Fassungsvermögen
  • Tagesrucksack (für den Flieger, für Wanderungen und Stadtbesichtigungen)
  • Bauchtasche (ich traue den Tresoren in den Zimmern nicht, und häufig gibt nicht mal welche, deshalb habe ich alle Wertsachen stets bei mir in einer flachen Bauchtasche unter der Hose)
  • Schlafsack (außer wenn ich weiß, dass es nicht kalt wird und ich nur in 1A-Unterkünften sein werde – aber vor allem Letzteres ist selten der Fall)
  • Moskitonetz plus Reißzwecken und Schnur zum Befestigen (außer wenn ich weiß, dass es garantiert keine Mücken oder anderes Getier im Zimmer gibt – aber in den von mir bereisten Ländern ist das meistens so)
    Packliste

Kleidung

  • 2 Paar Zip-Hosen (macht vier paar Hosen, wenn man die Hosenbeine abmacht)
  • 4 T-Shirts (lasse ich unterwegs waschen)
  • Langärmeliges, weites Hemd (gegen Mücken am Abend)
  • 5 Paar Socken (wasche ich unterwegs selber)
  • Fleecejacke (je nach Temperatur eine weitere dicke Fleecejacke)
  • Unterwäsche (wenn es sehr kalt wird, auch lange Unterwäsche)
  • Sonnenkappe (und wenn es ganz kalt wird auch Handschuhe und Mütze)
  • Halstuch (so groß, dass ich es bei Bedarf auch als Wickelrock tragen kann)
  • Regenjacke (bei ganz viel zu erwartendem Regen auch Regenhose)
  • Badeanzug

Für die Füße

  • Wanderschuhe (auch wenn ich keine langen Wanderungen plane, denn ich trage Wanderschuhe auch bei Stadtbesichtigungen am liebsten)
  • Trekkingsocken
  • Trekkingsandalen oder Sneaker (je nach erwarteten Temperaturen – selten beides)
  • Flip-Flops (vor allem für die Duschen, aber auch mal für Strand oder sehr warme Gefilde)Packliste

Körperpflege

  • Reiseapotheke (was ich da hineinpacke, steht schon an anderer Stelle)
  • Kulturbeutel (Inhalt: so wenig wie möglich; Haarstylingprodukte und Kosmetik zum Beispiel bleiben zu Hause)
  • Sonnenmilch
  • Aftersun-Lotion
  • Zeckenkarte und Pinzette (ich denke ungern an die afrikanischen Büsche mit den winzigen Dornen zurück …)

Wichtige Unterlagen

  • Kreditkarten (Geheimnummern nicht vergessen!)
  • Ein paar Euro (für Kleinigkeiten am deutschen Flughafen oder so; Geld hebe ich im Zielland immer am Automaten ab, ich tausche nie in der Wechselstube)
  • Personalausweis bzw. Reisepass
  • Führerschein (ggf. Internationaler Führerschein)
  • Impfbuch
  • Ausweiskopien (an verschiedenen Stellen im Rucksack verteilt)Packliste

Technik

  • Kamera, Ladestation, Ersatzakku, mehrere Speicherkarten (derzeit 32 GB, in relativ kleiner Stückelung, falls eine Karte mal kaputtgeht oder verschwindet)
  • Taschenlampe (Batterien kontrollieren!)
  • Fön (ja, lach nur! Aber wenn ich mit nassen Haaren aus dem Haus gehe, habe ich am nächsten Tag eine Erkältung. Daher bleibt der Fön nur bei garantierten 30 Grad zu Hause.)
  • Adapterstecker

(und bevor du fragst: Nein, in der Regel nehme ich kein Handy oder anderes technisches Equipment mit.)

Sonstiges

  • Reiseführer
  • Tagebuch
  • Taschenmesser
  • Feuerzeug
  • Sonnenbrille und Ersatzbrille (als Brillenträger ein Muss)
  • Haargummis (mehrere! Die gehen garantiert unterwegs verloren)
  • Stifte und Papier
  • Taschentücher
  • ein Buch (weitere werden bei Bedarf vor Ort eingetauscht – aber meist habe ich eh keine Zeit zum Lesen)
  • Wecker
  • Waschpaste
  • Handtuch
  • kleiner Schirm (auch gut gegen zuviel Sonne)
    Packliste

Für den Flug

  • aufblasbares Nackenhörnchen und Schlafmaske
  • ein paar dicke Socken
  • Ohrenstöpsel

************************************************

So sieht also der Inhalt meines Rucksacks aus. Vielleicht findest du einiges davon überflüssig, und du nimmst ganz andere Sachen mit?

Verrate mir doch in den Kommentaren, was auf deinen Reisen nicht fehlen darf!

PS: Ich habe bewusst auf die Nennung von Marken und auf Verlinkungen in meiner Packliste verzichtet, weil ich der Ansicht bin, dass sich jeder selber die richtigen Utensilien suchen muss. Es nützt nichts, wenn ich dir zum Beispiel den Rucksack empfehle, mit dem ich gut zurechtkomme, weil du wahrscheinlich einen ganz anderen Körperbau hast als ich und deshalb ein anderes Modell benötigst. Sieh die Liste also nur als kleine Anregung für deine nächste Pack-Orgie.

Veröffentlicht am: 10. Juni 2015

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13 Kommentare

  1. […] Packliste habe ich Dir ja schon mal präsentiert. Daran siehst du: Viel brauche ich nicht für eine […]

  2. Sina 6. Oktober 2016 um 13:40 - Antworten

    Liebe Sabine,
    Ich bin im Moment seit 3 Monaten in Cusco und gehe in einem Monat für 7 Wochen nach Bolivien und nachher an die Küste von Peru reisen. Hast du irgendwelche Packtips für mich? Mein Rucksack hat leider nur 35 Liter und die grossen Temperaturunterschiede innerhalb meiner Reiseziele (z.B. kalt bei Salar de Uyuni und heiss am Strand) machen mir ein wenig zu schaffen. Vor Allem weil die dicken Jacken, auf die ich für Salar de Uyuni ja schlecht verzichten kann, so viel Platz verbrauchen.
    Freundliche Grüsse
    Sina

    • Sabine 6. Oktober 2016 um 13:48

      Hallo Sina, ja, wenn es kalt wird, ist das schon ein Problem mit kleineren Rucksäcken … Da bleibt nur eins: Vor Ort was Warmes kaufen und nachher an Bedürftige weiterverschenken oder nach Hause schicken. Oder die dicke Jacke immer anziehen ;-) Ne, im Ernst. Außer Zwiebel-Look fällt mir auch nichts Besseres ein. Kannst ja mal berichten, wie Du das Problem gelöst hast. Wann fährst Du denn nach Bolivien? Wir waren im Juli da und es war richtig, richtig kalt. Auf warme Sachen verzichten würde ich also auf keinen Fall!

    • Sina 6. Oktober 2016 um 21:07

      Ja, wahrscheinlich wird Zwiebel-Look die Lösung sein… Ich fahre im November nach Bolivien! Was mir meine Zeit in Cusco bis jetzt gezeigt hat, ist dass Juni/ Juli die kältesten Monate in den Anden sind. Mal schauen wie ich das löse, ich denke Probe-Packen ist angesagt :)

    • Sabine 6. Oktober 2016 um 21:12

      Warme Unterwäsche in mehreren Lagen wäre noch ein Tipp – nimmt weniger Platz weg als ein dicker Pullover. November sollte in den Anden auch nicht mehr sooo kalt sein. Im Juli war es wirklich heftig: Minus 10 Grad waren es höchstens in der Nacht – und im Salar gibt es nur Unterkünfte mit dünnen Wänden.

  3. Elke 17. Juni 2015 um 12:50 - Antworten

    Ich hätte nie gedacht das so viel in einen Rucksack geht :-) Wir reisen mit Koffer, typisch Pauschaltourist eben ;-) Aber Handy und Tablet dürfen nicht fehlen :-)
    LG aus dem Urlaub
    Elke

    • Sabine 17. Juni 2015 um 12:58

      Soviel ist das gar nicht – meistens bleibe ich damit unter 15 Kilo. Und einen Teil der aufgelisteten Sachen ziehe ich ja auch an.

  4. Sabine 10. Juni 2015 um 23:20 - Antworten

    Tolle Liste! So ähnlich sieht meine auch aus. Bei mir kommt noch ein wichtiges Ding hinzu: mein Mückenklicker – nie ohne meinen Mückenklicker! So ein Ding mit Piezo-Kristall, das schlimme Mückenstiche sofort entschärft. Seit ich das habe, sehen meine Beine im Urlaub nicht mehr aus wie von einer schlimmen Seuche zerfressen. Mückenzeugs zur Vorbeugung muss aber natürlich auch sein.
    Sonst noch:
    – E-Book-Reader und damit potenziell eine ganze Bibliothek
    – Mit der Sonnenmilch trage ich immer einen kleinen Waschlappen herum – nichts ist schlimmer als fettige Hände.
    – Stirnlampe statt Taschenlampe

    Was meinen Packminimalismus allerdings ins Schleudern bringt, ist der Wunsch, auch mal schön essen zu gehen, wenn es irgendwo ein tolles Restaurant gibt. Das heißt: Extrahose oder Rock, Extra-Bluse, Extra-Schuhe, sprich: Jede Menge Extra-Gepäck für ein oder zwei Gelegenheiten pro Urlaub. Aber ganz drauf verzichten ist auch blöd.

    • Sabine 10. Juni 2015 um 23:33

      Mückenzeugs kaufe ich immer vor Ort, weil das am besten gegen lokale Mücken hilft. Aber was ist denn ein Mückenklicker? Klingt interessant! Und was die schicken Klamotten angeht: Solche Restaurants spar ich mir dann oder besuche sie mit meinen saubersten Reiseklamotten ;-)

    • Sabine 10. Juni 2015 um 23:40

      Gib mal „Mückenstich Piezo“ in eine Suchmaschine ein, dann findest Du das Gesuchte. Ich schwör drauf.

      Und ja, lange habe ich die besseren Restaurants auf Reisen auch ausgelassen. Aber ich habe halt das Gefühl, dass mir da viel Genuss entgeht. ;-) Also muss ich ein bisschen mehr schleppen.

    • Sabine 11. Juni 2015 um 0:11

      Werd ich gleich mal suchen – danke für den Tipp!

  5. Thomas 10. Juni 2015 um 23:15 - Antworten

    Puha, da nehmen wir doch einiges mehr mit. Allerdings kaufen wir inzwischen auch viele Dinge vor Ort, die wir dort brauchen, auch Klamotten zum anziehen.

    LG Thomas

    • Sabine 10. Juni 2015 um 23:29

      Auf wie viel Kilo kommt Ihr denn? Ich schaff es mittlerweile meist, unter 15 zu bleiben. Für einen Rucksack ist das mehr als genug.

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Veröffentlicht am: 10. Juni 2015

13 Kommentare

  1. […] Packliste habe ich Dir ja schon mal präsentiert. Daran siehst du: Viel brauche ich nicht für eine […]

  2. Sina 6. Oktober 2016 um 13:40 - Antworten

    Liebe Sabine,
    Ich bin im Moment seit 3 Monaten in Cusco und gehe in einem Monat für 7 Wochen nach Bolivien und nachher an die Küste von Peru reisen. Hast du irgendwelche Packtips für mich? Mein Rucksack hat leider nur 35 Liter und die grossen Temperaturunterschiede innerhalb meiner Reiseziele (z.B. kalt bei Salar de Uyuni und heiss am Strand) machen mir ein wenig zu schaffen. Vor Allem weil die dicken Jacken, auf die ich für Salar de Uyuni ja schlecht verzichten kann, so viel Platz verbrauchen.
    Freundliche Grüsse
    Sina

    • Sabine 6. Oktober 2016 um 13:48

      Hallo Sina, ja, wenn es kalt wird, ist das schon ein Problem mit kleineren Rucksäcken … Da bleibt nur eins: Vor Ort was Warmes kaufen und nachher an Bedürftige weiterverschenken oder nach Hause schicken. Oder die dicke Jacke immer anziehen ;-) Ne, im Ernst. Außer Zwiebel-Look fällt mir auch nichts Besseres ein. Kannst ja mal berichten, wie Du das Problem gelöst hast. Wann fährst Du denn nach Bolivien? Wir waren im Juli da und es war richtig, richtig kalt. Auf warme Sachen verzichten würde ich also auf keinen Fall!

    • Sina 6. Oktober 2016 um 21:07

      Ja, wahrscheinlich wird Zwiebel-Look die Lösung sein… Ich fahre im November nach Bolivien! Was mir meine Zeit in Cusco bis jetzt gezeigt hat, ist dass Juni/ Juli die kältesten Monate in den Anden sind. Mal schauen wie ich das löse, ich denke Probe-Packen ist angesagt :)

    • Sabine 6. Oktober 2016 um 21:12

      Warme Unterwäsche in mehreren Lagen wäre noch ein Tipp – nimmt weniger Platz weg als ein dicker Pullover. November sollte in den Anden auch nicht mehr sooo kalt sein. Im Juli war es wirklich heftig: Minus 10 Grad waren es höchstens in der Nacht – und im Salar gibt es nur Unterkünfte mit dünnen Wänden.

  3. Elke 17. Juni 2015 um 12:50 - Antworten

    Ich hätte nie gedacht das so viel in einen Rucksack geht :-) Wir reisen mit Koffer, typisch Pauschaltourist eben ;-) Aber Handy und Tablet dürfen nicht fehlen :-)
    LG aus dem Urlaub
    Elke

    • Sabine 17. Juni 2015 um 12:58

      Soviel ist das gar nicht – meistens bleibe ich damit unter 15 Kilo. Und einen Teil der aufgelisteten Sachen ziehe ich ja auch an.

  4. Sabine 10. Juni 2015 um 23:20 - Antworten

    Tolle Liste! So ähnlich sieht meine auch aus. Bei mir kommt noch ein wichtiges Ding hinzu: mein Mückenklicker – nie ohne meinen Mückenklicker! So ein Ding mit Piezo-Kristall, das schlimme Mückenstiche sofort entschärft. Seit ich das habe, sehen meine Beine im Urlaub nicht mehr aus wie von einer schlimmen Seuche zerfressen. Mückenzeugs zur Vorbeugung muss aber natürlich auch sein.
    Sonst noch:
    – E-Book-Reader und damit potenziell eine ganze Bibliothek
    – Mit der Sonnenmilch trage ich immer einen kleinen Waschlappen herum – nichts ist schlimmer als fettige Hände.
    – Stirnlampe statt Taschenlampe

    Was meinen Packminimalismus allerdings ins Schleudern bringt, ist der Wunsch, auch mal schön essen zu gehen, wenn es irgendwo ein tolles Restaurant gibt. Das heißt: Extrahose oder Rock, Extra-Bluse, Extra-Schuhe, sprich: Jede Menge Extra-Gepäck für ein oder zwei Gelegenheiten pro Urlaub. Aber ganz drauf verzichten ist auch blöd.

    • Sabine 10. Juni 2015 um 23:33

      Mückenzeugs kaufe ich immer vor Ort, weil das am besten gegen lokale Mücken hilft. Aber was ist denn ein Mückenklicker? Klingt interessant! Und was die schicken Klamotten angeht: Solche Restaurants spar ich mir dann oder besuche sie mit meinen saubersten Reiseklamotten ;-)

    • Sabine 10. Juni 2015 um 23:40

      Gib mal „Mückenstich Piezo“ in eine Suchmaschine ein, dann findest Du das Gesuchte. Ich schwör drauf.

      Und ja, lange habe ich die besseren Restaurants auf Reisen auch ausgelassen. Aber ich habe halt das Gefühl, dass mir da viel Genuss entgeht. ;-) Also muss ich ein bisschen mehr schleppen.

    • Sabine 11. Juni 2015 um 0:11

      Werd ich gleich mal suchen – danke für den Tipp!

  5. Thomas 10. Juni 2015 um 23:15 - Antworten

    Puha, da nehmen wir doch einiges mehr mit. Allerdings kaufen wir inzwischen auch viele Dinge vor Ort, die wir dort brauchen, auch Klamotten zum anziehen.

    LG Thomas

    • Sabine 10. Juni 2015 um 23:29

      Auf wie viel Kilo kommt Ihr denn? Ich schaff es mittlerweile meist, unter 15 zu bleiben. Für einen Rucksack ist das mehr als genug.

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