Irland, 2. Etappe: County Kerry

Küste der Dingle Halbinsel, County Kerry

Button2016aLetzte Woche habe ich dir von meiner ersten Irland-Etappe durch das County Cork berichtet. Heute geht es weiter durch das County Kerry. Steig ein, schnall dich an und begleite mich auf meinem Roadtrip, Teil 2:

Auf dem Weg vom Ring of Beara nach Killarney kamen wir am späten Nachmittag bereits durch den Killarney Nationalpark. Der Wind hatte mittlerweile aufgefrischt und trieb die Regenwolken vor sich her. Daher lohnte kaum ein Stopp am Aussichtpunkt Lady’s View, von wo aus wir einen schönen Blick über die Seen des Nationalparks gehabt hätten. Stattdessen sah es so aus:

ladys-view-killarney

Nach einem kurzen Sprung aus dem Auto ging es deshalb auch schon weiter nach Killarney, wo wir die Nacht verbrachten. Nach soviel Natur in den vergangen zwei Tagen fühlte es sich fast etwas seltsam an, wieder mal in einer trubeligen Stadt zu sein.

Durch den Killarney Nationalpark

Am nächsten Morgen hatte sich das Wetter leider nicht gebessert. Also zogen wir unsere Regenjacken und erkundeten die Sehenswürdigkeiten des Killarney Nationalparks. Erstes Ziel: Ross Castle. Leider kann man das Castle nur im Rahmen einer Führung besuchen, wozu wir keine Lust hatten. Deshalb beschränkten wir unseren Besuch auf einen kurzen Spaziergang hinunter zum See Lough Leane. Wäre das Wetter besser gewesen, hätte es sich sicherlich gelohnt, eines der Boote zu mieten, die dort zu einer Fahrt über den See bereitstehen.

Wir fuhren stattdessen weiter zur Abtei von Muckross. Hier konnten wir nach Herzenslust allein und ohne Führer herumstromern und die viele Räume der Abtei treppauf  und treppab erkunden. Bei einem Wolkenbruch fanden wir Unterschlupf in einer der oberen Etagen und stellten uns vor, wie wohl vor 250 Jahren das Leben hier gewesen sein mag. Auf dem Rückweg zum Parkplatz kam sogar die Sonne kurz hervor und schenkte uns noch ein schönes Abschiedsbild der Abtei.

Muckross Abbey in Killarney Nationalpark

Muckross Abbey in Irland

Nächster Halt, nur wenige Kilometer weiter: Muckross House, ein viktorianisches Herrenhaus, das wir ebenfalls nur im Rahmen einer Führung hätten besichtigen können. Wir begaben uns stattdessen auf einen kurzen Spaziergang zum See hinunter und liefen durch einen kleinen moos- und farnbewachsenen Wald auf einer kleinen Halbinsel am Seeufer entlang.

Muckross House im Killarney Nationalpark

Spaziergang am Muckross House Irland

Letzter Stopp für diesen Tag: der Torc Wasserfall. Leider hatte es wieder angefangen zu regnen, sodass wir nur die paar Meter bis zum Wasserfall und anschließend eine kleine Runde durch den Wald liefen. Den breit ausgebauten und gut beschilderten Wanderweg fand ich nicht sonderlich spannend bis auf den einen oder anderen ganz hübschen Ausblick über den Nationalpark. Bei unserer Rückkehr zum Auto hatte es sich schließlich eingeregnet, sodass wir beschlossen, den Rest des Nachmittags mit Windowshopping in in Killarney zu verbringen. Abends gestaltete sich die Suche nach einem preiswerten Abendessen etwas schwierig, da an Karfreitag alle Pubs geschlossen hatten und wir zwangsweise auf ein teureres Restaurant ausweichen mussten.

Rundtour über die Dingle-Halbinsel

Der nächste Morgen begrüßte uns beim Frühstück mit einem Regenbogen, als wolle sich das Wetter für seinen Ausreißer am Vortag entschuldigen. Und in der Tat: Von diesem Moment an wurde es bis zum Rest unserer Reise immer sonniger. Und das war auch gut so, denn heute stand ein Highlight unseres Roadtrips auf unserem Plan: die Dingle Halbinsel. Auf den berühmten Ring of Kerry verzichteten wir, nachdem uns sogar unsere B&B-Wirtin davon abgeraten hatte und uns stattdessen lieber die Fahrt über die Halbinsel Dingle empfahl.

Strand auf Dingle Halbinsel in Irland

Sturmböen fegten auf unserem Weg an der Südküste nach Dingle die letzten Wolken fort – und uns gleich dazu. Auf den zahlreichen Haltepunkten auf der Halbinsel, von denen wir einen fantastischen Blick über das Meer und die Küste hatten, hatten wir teilweise Mühe, die Autotüren aufzubekommen und die Kamera stillzuhalten. Sturmzerzaust stiegen wir meist schon nach wenigen Minuten wieder zurück ins Auto und fuhren weiter zum nächsten Aussichtspunkt – einer schöner als der andere.

Sturm auf der Dingle-Halbinsel

Buchten und Hügel am Slea Head Drive

In der Ortschaft Dingle beginnt schließlich der schönste Teil der Strecke: der Slea Head Drive. Ein Rundweg führt von einer Bucht zur anderen, in denen der Strand vor lauter windgepeitschten Wellen oft kaum mehr zu sehen war. Wir trotzten dem