Laos: 48 Stunden in Luang Prabang

Mönche bei der Arbeit in Luang Prabang. (Foto: Jochen Hafner)

Die schönste Stadt in Laos ist für mich (wie auch für viele andere) Luang Prabang. Sie war bis 1975 Königsstadt und steht heute unter dem Schutz der UNESCO. In Luang Prabang lohnt sich auch ein längerer Aufenthalt. Wir waren während unserer vierwöchigen Laos-Reise insgesamt drei volle Tage in Luang Prabang, ließen es aber ganz gemütlich angehen.

Buddhastatuen sieht man viele in Luang Prabang.

Zwei Tage reichen sicher auch, um sich das Wichtigste in Luang Prabang anzusehen. Und da Alexandra in der Blogparade „Die perfekten 48 Stunden in …“ auf Travellers Insight nach unseren Tipps für einen schnellen Besuch in einer Stadt fragt, erzähle ich dir einfach mal, wie du 48 Stunden in Luang Prabang perfekt verbringen kannst, ohne dich eine Sekunde zu langweilen.

Vormittag in Luang Prabang: Tempel

Luang Prabang nennt sich auch „die Stadt der 1000 Tempel“. Wie viele es tatsächlich sind, weiß ich nicht – aber es sind mehr, als du dir in zwei Tagen anschauen könntest. Daher mein Tipp: Lass dich einfach treiben! Vier Straßen führen durch Luang Prabang, zwei davon am Ufer des Mekong beziehungsweise am Ufer des Nam Khan entlang, zwei weitere parallel zu den Uferstraßen im Inneren der Halbinsel, auf der Luang Prabang liegt. Die meisten Vats, wie die Tempel hier heißen, liegen an den beiden inneren Straßen. Nimm dir eine der beiden Straßen vor und schlendere einfach von einem Tempel in den anderen. Bei den meisten ist der Eintritt frei, andere nehmen einen kleinen Obulus.

Einer der unzähligen Tempel in Luang Prapang.

Wenn es zur Mittagszeit langsam zu warm wird zum Sightseeing, machst du am besten eine Pause in einem der vielen kleinen Restaurants von Luang Prabang. Wie wäre es mit einer frischen Sommerrolle? (Das ist sowas wie eine Frühlingsrolle, aber nicht frittiert – mein Lieblingsgericht in Laos!)

Lecker: Sommerrollen. (Foto: Jochen Hafner)

Nachmittag in Luang Prabang: Noch mehr Tempel

Am Nachmittag geht es weiter mit der Tempeltour – am besten nun entlang der zweiten Straße im Innern der Stadt. Nicht verpassen solltest du den Vat Xieng Thon, den ältesten Tempel der Stadt. Er liegt an der Spitze der Halbinsel. Seine Besonderheit sind die reich mit Mosaik verzierten Wände.

Der Vat Xieng Thon.

Um 16 Uhr gibt es dann in der Stadt ein ganz spezielles Schauspiel – sieh also zu, dass du dich zu dieser Uhrzeit am besten irgendwo mitten in der Stadt aufhältst, mit mehreren Vats in Hörweite. Denn um Punkt 16 Uhr beginnen die Mönche, die großen Trommeln in den Höfen der Tempel zu schlagen. Die ganze Stadt hallt von den tiefen rhythmischen Schlägen wider. Mir ist dabei mehr als nur ein Schauer den Rücken hinuntergelaufen. Mit einem Klick auf das Bild gelangst Du zum Video:

Hier geht’s zum Video (aufs Bild klicken).

Abend in Luang Prabang: Laotisches Fondue

Nach so viel Sightseeing hast du dir ein leckeres Essen verdient. Wir haben uns etwas ganz Typisches gegönnt: ein echt laotisches Fondue. Mit einem kleinen Boot, das Besucher auf die andere Flussseite des Nam Khan bringt, haben wir uns zum Dyen Sabai Restaurant rudern lassen. Mit Blick über den Fluss kannst du dir dort dein Fondue zubereiten.

Die Tische im Restaurant haben in der Mitte ein Loch, in das ein Gefäß mit glühenden Kohlen gestellt wird. Darauf wird ein Alutopf gestellt, in dem außen Brühe kocht und in der Mitte Platz für das Grillgut ist. In der Brühe haben wir unsere Glasnudeln und das Gemüse gekocht, auf dem Grill garten derweil die fein geschnittenen Fisch- und Fleischscheiben. Sehr lecker und bei den Laoten ein beliebtes Abendessen.

Laotisches Fondue. (Foto: Jochen Hafner)

Morgen in Luang Prabang: Mönche beim Morgenritual

Am Morgen lohnt es sich, früh aufzustehen. Denn um 6 Uhr in der Früh starten die Mönche zu ihrem Almosengang. Bei diesem Ritual laufen Dutzende von Mönchen die Straßen entlang, um von den Gläubigen, die sich am Straßenrand platziert haben, Essen als Spenden entgegenzunehmen. Ich fand es sehr schön anzusehen, wie viel Freude es den Menschen macht, dass sie den Mönchen etwas geben dürfen.

Mönche beim Almosengang

Weniger schön ist leider das, was mittlerweile touristisch aus dem Almosengang gemacht wurde. Als wir dort waren, haben sich einige der Touristen den Mönchen fast in den Weg gestellt, um ja nur ein schönes Bild zu bekommen. Nun habe ich gehört, dass manche Touranbieter die Touristen sogar mit Essen ausstatten, das sie den Mönchen in ihre Körbe legen. Von Gläubigkeit und religiösem Ritual keine Spur!

Mein Tipp: Such dir lieber einen Platz in einer ruhigeren Seitenstraße und schau dir aus respektvoller Distanz den Almosengang an.

Vormittag in Luang Prabang: Aufstieg zum Phousi

So lange es morgens noch kühl ist, kannst du gut den Aufstieg zum Berg Phousi wagen. Eine steile Treppe geht es hinauf, bis du oben an der goldenen Stupa angekommen bist. Von hier aus hast du einen schönen Blick über den Mekong und auf die Stadt. Auf dem Rückweg kommst du an mehreren goldenen Buddha-Statuen vorbei.

Goldener Buddha am Phousi.

Falls dann am Vormittag noch Zeit bleibt, kannst du vielleicht noch ein paar weitere Tempel besuchen, falls du noch nicht genug hattest.

Nachmittag in Luang Prabang: Königspalast

Nicht verpasen solltest du einen Besuch des Königspalastes in Luang Prabang. Besonders beeindruckend fand ich die Begräbniskapelle – ein Traum in rot und gold – und natürlich den Palast selbst. Auf Socken oder barfuß gehst du durch die 13 Säle, in denen bis in die 1970er-Jahre die Königsfamilie gelebt hat, bis sie in ein Umerziehungslager gebracht wurde. Manche Räume machen den Eindruck, sie scheinen erst gestern verlassen worden zu sein. Bei der Planung deines Besuchs im Königspalast solltest du die Öffnungszeiten beachten: Das Museum macht eine zweistündige Mittagspause.

Die Begräbnisstätte im Königspalast.

Abend in Luang Prabang: Nachtmarkt

Den Abend kannst du mit einem leckeren Cocktail am Mekong einleiten. Auch am Nam Khan gibt es einige Lokalitäten am Fluss – aber am malerischsten geht die Sonne am Mekong unter.

Sonnenuntergang am Mekong.

Wenn es dunkel geworden ist, öffnet der Nachtmarkt. Hier findest du nicht nur hübsche Souvenirs, sondern auch viele Essensstände, an denen du für kleinstes Geld lecker essen kannst. Für mich war das ein optimaler Abschluss unseres Tages voller Kultur in Luang Prabang.

In welchem Ort hast du deine schönsten 48 Stunden verbracht? Verrätst Du es mir im Kommentar?

 

 

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