Felsen feiern: Bull’s Party in Namibia

Na, erkennst du den Elefanten?

Man kann dank asphaltierter Straßen auch in einem Rutsch von Swakopmund zum Etosha Nationalpark fahren. Muss man aber nicht. Auf dem Weg in den Norden von Namibia lohnt sich nämlich ein Stopp in der Nähe des Ortes Usakos: Auf zur Ameib Ranch! Die Farm an sich ist wenig spektakulär – auch wenn sie einen Garten mit dicken Butterbäumen hat, die aussehen wie riesige Ingwerwurzeln. Erst nachdem wir unser Eintrittsgeld bezahlt haben, beginnt das Abenteuer. Unser Ziel heißt: Bull’s Party, eine Ansammlung von Felsformationen. Extreme Hitze und Kälte sowie Millionen Jahre dauernde Erosionen haben dort die Granitblöcke in ganz spezielle Formen gebracht.

Ab auf die Sandpiste

Mit unserem Toyota Corolla – nein, das ist kein vierradangetriebener Jeep, sondern ein ganz normaler Wagen der unteren Mittelklasse! – biegen wir in den Pfad hinter der Farm ein, der bald zur Sandpiste wird. Unser kleines Auto (und die Fahrerin, also meine Wenigkeit) geben alles, um den schlidderigen Weg zu meistern und nicht steckenzubleiben. Kennt Ihr noch den Rallyefahrer Walter Röhrl? So habe ich mich auf der Strecke gefühlt.

Am Parkplatz angekommen, müssen wir nur noch einen kleinen Hügel erklimmen, um zu erkennen, was Bull’s Party so besonders macht: Es ist die schiere Größe der Felsen und ihre perfekte Form! Manche sind kreisrund, andere oval, und alle scheinen sie wie riesige Billardkugeln einfach in der Wüste abgelegt worden zu sein. Jeden Moment kann das Billardspiel weitergehen und die Felsriesen ihre Position verändern. Über allem wacht der steinerne Elefant, der ebenfalls von der Erosion in den Felsen gemeißelt wurde.

Meine Empfehlung: So früh wie möglich am Tag zu Bull’s Party zu fahren, denn in der Wüste ist es heiß. Beim begeisterten Fotografieren merke ich das leider oft erst zu spät, was sich bei mir durch Kopfschmerzen rächt. Aber der Aufwand hat sich gelohnt: Bull’s Party im Herzen von Namibia ist für Fotofreunde einfach ein Muss!PS: Danke an Jochen für die Fotos! Normalerweise mag ich es nicht, so viele Bilder zu zeigen, auf denen ich drauf bin. Aber hier fand ich es nötig, um dir die Größenverhältnisse zu zeigen. Ansonsten hätte es ausgesehen, als hätte ich in Namibia nur Kieselsteine fotografiert …

 

 

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2 Kommentare

  • Seid froh das ihr nur durchgefahren seid 😀 Ich fand die Ameib Ranch wirklich total schrecklich, die Natur drumherum ausgenommen. Dies war die einzige Unterkunft bei meinen zwei Namibia Reisen die a) unsere Reservierung vergessen hatten und b) herrschte dort eine so unangenehme Atmosphäre, das lässt sich kaum in Worte fassen. Das macht auch fast die Umgebung drum herum nicht mehr wett. Einzige Ausnahme war der Game Drive am Nachmittag, den wir mit dem eigenen Auto unternommen haben, da haben wir relativ viele Tiere aus der Nähe beobachten können 🙂

    Liebe Grüße,
    Lynn

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