Inseln – Orte der Langsamkeit

Angela vom Blog „Unterwegs mit Kind“ hat zur Blogparade „Trauminseln und Inselträume“ eingeladen. So ein schönes Thema! Ich bin nämlich ein echter Insel-Fan. Warum das so ist? Auch wenn es in den letzten Jahren schon viel besser geworden ist, neige ich auf Reisen generell dazu, möglichst viel sehen zu wollen. Das führt dazu, dass ich an manchen Tagen länger unterwegs bin, als ich eigentlich geplant hatte. „Man könnte doch noch hierhin fahren …“, „Wollen wir diesen Ort nicht auch noch eben mitnehmen …?“ Und abends bin ich dann platt vor lauter Erlebtem.

Nicht so auf einer Insel. Hier werde ich quasi zur Ruhe und Entschleunigung gezwungen, weil es meist eh nicht viel zu sehen gibt. Spätestens am Ufer ist Schluss mit dem Erkunden. Je nach Größe der Insel habe ich nach wenigen Tagen alles gesehen und kann auch mal einfach die Füße hochlegen oder – sofern es einen Strand gibt – sie in den Sand stecken.

Insel aller Größen

Im Laufe der Reisejahre habe ich so manche Insel besucht, größere ebenso wie kleinere. Malta und Gozo sind zum Beispiel zwei dieser Eilande, die man nach wenigen Tagen erkundet hat. Auf Sizilien hingegen hatte ich oft gar nicht mehr das Gefühl, mich auf einer Insel zu befinden, so groß ist sie. Irland, Island oder Kuba sind genau genommen ja ebenfalls Inseln – aber hier wird es aufgrund der Größe der Länder natürlich schwierig, wirkliches Insel-Feeling aufkommen zu lassen.

Widmen wir uns also lieber wieder den kleinen Inselchen, die zur Entschleunigung einladen. Ganz oben stehen hier für mich die Trauminseln in Südostasien. Es ist ein Ding der Unmöglichkeit, in einem Leben alle zu besuchen – allein Indonesien besteht aus mehr als 17.500 Inseln, Thailand soll mehr als 500 haben. Ein paar von habe ich bereits besucht. Dies sind meine beiden Favoriten:

Meine Insel-Lieblinge

Ko Tao

Bei meiner zweiten Reise nach Thailand im Jahr 2003 landete ich auf der kleinen Insel Ko Tao. Zwei Jahre zuvor hatte ich auf der Insel Ko Phi Phi, ebenfalls im Süden Thailands, Tauchen gelernt. Das wollte ich nun noch einmal auf „Ko Taoch“ ausprobieren, wie die Taucherinsel auch scherzhaft genannt wird. Vom Festland ging es mit der Fähre zunächst nach Ko Samui, dann nach Ko Phan Ngan, um schließlich auf Ko Tao, der kleinsten Insel der Dreier-Kette, anzukommen. Auf Ko Tao gibt es kaum Autos. Der Transport erfolgte damals mithilfe eines Motorrad-Taxis, das mich und meinen Rucksack ans Ende der Insel, zur Bucht Chalok Ban Kao, brachte.

Die nächsten Tage verzichtete ich auf den motorisierten Untersatz, denn die Insel ist gerade mal acht Kilometer lang und drei Kilometer breit. Das meiste konnte ich also zu Fuß erreichen. Ohnehin bewegte ich mich kaum aus meiner hufeisenförmigen Bucht heraus, ging auf Tauchtouren (und stellte nach zwei-, dreimal fest, dass mir Schnorcheln doch mehr gefällt als Tauchen) und lag in der Hängematte meiner kleinen Hütte. Statt der geplanten drei Tage blieb ich fast eine Woche auf Ko Tao. Selten habe ich so relaxte Tage verbracht.

Gili Air

Ebenso entschleunigt hat mich die indonesische Insel Gili Air, westlich von Lombok gelegen. Von Bali aus ist es nur ein Katzensprung mit dem Boot zu den Gilis. Gili Meno ist die ruhigste, Gili Trawangan die trubeligste und Gili Air die „normalste“ des Insel-Trios. Wir entschieden uns für das Mittelmaß und lagen fünf Tage lang nur faul am Strand, bewegten uns allenfalls zum Essengehen und zum Schnorcheln direkt vor unseren Unterkunft.

Viel zu tun gibt es nicht auf Gili Air. In zwei Stunden kann man die Insel zu Fuß umrunden – aber selbst das haben wir in den fünf Tagen aus lauter Faulheit nicht geschafft. Wir sind gerade einmal jeden Abend bis zur Inselspitze hinaufgelaufen, um uns den traumhaften Sonnenuntergang anzuschauen. Diese „Anstrengung“ hat sich aber allemal gelohnt …

Hast du auch irgendwo auf der Welt eine Lieblingsinsel? Egal ob groß oder klein: Verrate sie mir doch in den Kommentaren!

 

 

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