Mein Auftritt beim Travel Slam

Vielen, vielen Dank, Ihr Lieben! Ich habe mich sehr über die vielen Glückwünsche auf meiner Facebook-Seite gefreut, nachdem ich am Donnerstag das Goldene Travel Zepter beim Travel Slam gewonnen habe. Einige meiner Leser haben gefragt, was der Travel Slam genau ist. Daher erzähle ich dir heute mal von der Veranstaltung und von meinem Auftritt – oder besser gesagt meinen Auftritten, denn ich war schon zweimal als Teilnehmerin beim Travel Slam dabei.

Mein erster Vortrag beim Travel Slam

Ende 2014 hat mich eine Kollegin auf eine neue Veranstaltungsreihe in der Kölner Stadtbibliothek aufmerksam gemacht. „Travel Slam“ hörte sich für mich als Reisejunkie vielversprechend an. Als ich das Konzept sah, habe ich gleich Feuer gefangen: Drei Reisefans erzählen jeweils 15 Minuten lang, begleitet von vielen Fotos, von einer ihrer Reisen, und am Ende stimmt das Publikum über den besten Vortrag ab. Reisefotos? Habe ich zur Genüge. Geschichten zu erzählen? Ebenso. Und vor Publikum zu reden macht mir auch noch Spaß. Also nichts wie hin zum Travel Slam!

Nachdem ich mir die erste Veranstaltung angesehen hatte und sie sehr unterhaltsam fand, meldete ich mich zur zweiten Ausgabe im Februar 2015 selber als Vortragende an. Über Peru wollte ich erzählen, und ich hatte mir auch etwas Besonderes ausgedacht: Ich wollte über die Schwierigkeiten meiner Peru-Reise berichten – über die Höhenkrankheit, die mich drei Wochen lang gequält hat, über die Kälte in den Anden, über die Aras, die wir im Regenwald verpasst haben

Leider hat mein Vortrag das Publikum nicht vom Hocker gerissen. Charlotte, die mehrere Wochen in einem Kinderheim in Namibia gearbeitet hatte, und Sven, der auf Kölsche Art von den Kapverden berichtete, waren mir bei der Abstimmung um Längen voraus. Machte aber gar nichts, ich hatte trotzdem viel Spaß an dem Abend, nicht zuletzt wegen der lustigen Moderation von Alexander Königsmann.

Fernsehstar dank Travel Slam

Sehr gefreut hat mich zudem, dass ich an dem Tag noch eine ganz besondere Rolle spielte: Der WDR wollte einen Beitrag über den Travel Slam senden, und mich hatte man von den drei Rednern ausgewählt, die Hauptrolle in dem Beitrag zu spielen. Daher war im Vorfeld ein Fernsehjournalist bei mir zu Hause, und wir drehten zwei Stunden lang: Sabine am Schreibtsich. Sabine am Computer (mit meinem Blog auf dem Bildschirm!). Sabine an der Weltkarte mit den vielen Fähnchen der bereits besuchten Länder. Weitere fünf Stunden lang war das Fernsehteam am Tag des Travel Slam selber mit Kamera und Mikrofon aktiv. Am Ende wurde aus diesem ganzen Material ein Film von gerade einmal dreieinhalb Minuten. Was für ein Aufwand!

Der Beitrag sollte kurz vor dem nächsten Travel-Slam-Termin gesendet werden. Ich informierte also alle meine Freunde, Bekannten und Facebook-Fans, dass sie unbedingt an dem Abend WDR anschalten sollten. Und was passsierte? Der Beitrag wurde nicht ausgestrahlt! So eine Enttäuschung …

Ich hatte die ganze Geschichte mit dem Film schon fast vergessen, als mich Ende Januar diesen Jahres einige Leute anriefen, um mir zu sagen: „Wir haben dich gerade im Fernsehen gesehen!“ Da war der Beitrag also doch noch völlig überraschend ausgestrahlt worden. Ich konnte ihn mir zumindest noch in der Mediathek anschauen, wo er mittlerweile leider auch nicht mehr zu finden ist. Daher kann ich ihn dir leider nicht zeigen, tut mir leid.

Mein zweiter Vortrag beim Travel Slam

Doch zurück zum Travel Slam: Vor ein paar Wochen fragte mich Frank Lustig, der Organisator der Veranstaltung, ob ich nicht Lust hätte, noch einmal mitzumachen. Klar hatte ich Lust! Was mir Frank nicht verriet: dass ich gegen zwei Comedy-Schauspieler antreten sollte. Ach herrje, das konnte ja heiter werden! Ich sah meine Chancen zu gewinnen auf Null sinken. Aber nun, dabeisein ist ja schließlich alles, dachte ich mir …

Ich quetschte also vier Wochen Bolivien in 60 Bilder und rund eine Viertelstunde Vortrag und erzählte über Dinosaurier in Sucre, die Fahrt zum Salar de Uyuni und unseren Besuch im Amazonas-Regenwald. Ob es die Fotos von kleinen, süßen Tieren oder doch eher die Spaßfotos vom Salar waren: Der Mehrheit der Zuschauer hat mein Beitrag über Bolivien besser gefallen als die Namibia- und Thailand-Berichte der anderen beiden Redner. Und so durfte ich am Ende des Abends stolz das Goldene Travel Zepter (in Wahrheit eine goldlackiertes Gartenlicht ;-) ) mit nach Hause nehmen sowie einen Gutschein für einen Besuch in einem Kölner Thermalbad.

Du warst am Donnerstag nicht dabei und möchtest meinen Vortrag gern trotzdem noch sehen? Voilà, hier kommt er, in voller Länge (ca. 17 Minuten): Mein Bolivien-Vortrag beim 9. Travel Slam! (Sorry für den etwas schlechten Ton und das leicht verzerrte Bild – ich hoffe, Ihr seht und versteht trotzdem alles.)

Hast du auch mal Lust, dir den Travel Slam anzuschauen oder sogar mal selbst dabei zu sein? Aktuelle Informationen zu den Veranstaltungen findest du auf der Website des Travel Slam. Und Organisator Frank freut sich immer über neue Kandidaten.

 

 

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8 Kommentare

  • Liebe Sabine, im Januar werden wir das erste Mal bei einem Travel Slam (in Norderstedt) dabei sein und Dein Beitrag hilft mir sehr bei der Vorbereitung. Vielleicht komme ich nochmal mit der einen oder anderen Frage auf Dich zu.

    • Liebe Silke, ui, wie spannend! Ist leider etwas weit für mich, um persönlich vorbeizukommen und für Euch zu stimmen ;-) Ich bin ja am 21. November nochmal in Köln auf der Bühne. Falls Ihr also in der Nähe seid …

  • Ein sehr schöner und anschaulicher Vortrag. Gefällt mir beim erneuten Anschauen mindestens genauso gut, wie letzte Woche live aus dem Publikum heraus.
    Ich will sofort (!) wieder in den Regenwald… :-D

  • Gratuliere, liebe Sabine! Freut mich sehr, dass du gewonnen hast :)

    „Und vor Publikum zu reden macht mir auch noch Spaß.“ – Davon kann ich ja nur träumen :)

    • Vielen Dank, liebe Tanja, für die Glückwünsche. Schade, dass du nicht live beim Kölner Travel Slam dabei sein konntest!

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