Die Sahara von Noord-Brabant

Heidekraut im Sand im Nationalpark De Loonse en Drunense Duinen

Wusstest du, dass es in den Niederlanden 21 Nationalparks gibt? (Deutschland hat gerade mal 16). An dem Wochenende, an dem wir auch zum Boot fahren im Nationalpark De Biesbosch waren, haben wir einen weiteren Naturpark besucht: den Nationalpark De Loonse en Drunense Duinen in der Provinz Noord-Brabant. Er wird auch „Brabanter Sahara“ genannt. Und das nicht ohne Grund.

Was ist das Besondere am Nationalpark De Loonse en Drunense Duinen?

Der größte Teil des Nationalparks De Loonse en Drunense besteht aus Flugsandgebieten, an deren Rändern Heide wächst. Es ist das größte Flugsandgebiet in Europa mit teils über 10.000 Jahre alten Dünen. Im Sommer kann es dort bis zu 40 Grad heiß werden, nachts sind Temperaturstürze bis auf den Gefrierpunkt möglich. Also genauso wie auch in der Sahara. Wer hätte das erwartet von einem Ort ausgerechnet in den Niederlanden?

Neben den Sandverwehungen gibt es im Nationalpark Nadelwald sowie einen kleinen Teil mit Feuchtwiesen und Sümpfen am Fluss Zandleij. Das Feuchtgebiet heißt De Brand. An einem Tag kannst du also sowohl in der Wüste wandern als auch einen Waldspaziergang machen. Mit viel Glück kannst du im Nationalpark De Loonse en Drunense sogar Dachse sehen, die allerdings nachtaktiv sind.

Schild zum Eingang des Nationalparks De Loonse en Drunense Duinen.

Am Eingang zum Nationalpark bei Bosch en Duin.

Anreise zum Nationalpark

Der Nationalpark De Loonse en Drunense liegt südwestlich von ’s-Hertogenbosch. Es gibt vier Parkplätze, von denen aus die Besucher in den Park gelangen können: Bosch en Duin, De Drie Linden, De Roestelberg und De Rustende Jager.

Am bequemsten ist die Anfahrt mit dem Auto. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, muss am Bahnhof ’s-Hertogenbosch in den Buurtbus 239 umsteigen (fährt nicht am Wochenende). Von der Haltestelle Capucijnenstraat in Biezenmortel führt ein 20-minütiger Fußweg zum Eingang „De Rustende Jager“.

Wir haben unsere Wanderung am Eingang Bosch en Duin gestartet, weil das der schnellste Weg in die Dünenlandschaft ist.