Meine Bucket List: 13 x Fernweh

Vielleicht hast du schon von der „Bucket List“ gehört? Das ist die Liste aller Orte, die jemand noch sehen will, bevor er den Löffel abgibt – auf englisch: „before he kicks the bucket“ (wörtlich: bevor er den Eimer tritt). Ich persönlich mag den Begriff  Bucket List – im Deutschen manchmal auch Löffelliste genannt – nicht so gern, weil er mich zu sehr daran erinnert, dass es mit dem Reisen irgendwann vorbei sein wird. Ich nenne die Liste meiner persönlichen Wunschziele lieber, analog zur To-do-Liste, To-go-Liste.

Diese To-go-Liste ist keine starre Liste. Sie erweitert sich ständig. Ich brauche nur einen Blick auf die große Landkarte in unserem Flur zu werfen, auf der wir mit kleinen Pins die Länder markiert haben, in die wir schon gereist sind. Da finden sich noch sooo viele freie Flecken. Oder ich lese ein paar Reiseblogs mit schönen Zielen oder die Bucket Lists der Blogger (zum Beispiel bei SafetravelsReisen-Fotografie, Willkommen Fernweh, Geheimtippreisen, Dreambreaks und anderen, die an der Blogparade von Phototravellers teilnehmen) – und schon habe ich wieder neue Ideen, wohin ich gern noch reisen möchte.

Ja, es stimmt, ich habe schon viel gesehen, wenn man sich die Landkarte der von mir bereisten Länder anschaut:

Aber das heißt nicht, dass ich nicht noch mehr sehen möchte. Die Welt ist so groß, und es gibt noch so viele spannende Orte!

Ich bin dankbar dafür, dass ich schon so viel sehen durfte. Ich weiß, dass es nicht selbstverständlich ist, dass wir so viel reisen können. Es gibt genügend Leute auf der Welt, die aus finanziellen, politischen, persönlichen, gesundheitlichen und anderen handfesten Gründen nicht verreisen können. Daher ist durchaus ein Luxus, dass wir in kaum Einschränkungen – persönlich oder von außen – haben und reisen können, wohin wir mögen. Auf dass es noch lange so bleiben möge.

Aufgeschoben ist manchmal aufgehoben

Dass ich schon so viel von der Welt gesehen habe, liegt aber auch daran, dass ich nichts davon halte, Pläne auf „irgendwann später“ aufzuschieben. Wer weiß, wie dieses „Später“ aussieht: Bin ich später noch gesund genug zum Reisen? Ist Reisen in meine Wunschländer später überhaupt noch möglich – oder hat sich dort politisch etwas zum Schlechten verändert? Habe ich später überhaupt noch Lust aufs Reisen? Habe ich später noch einen Lieblings-Reisepartner? Das Schicksal hat oft ganz eigene Pläne mit uns, daher nutze ich die Zeit zum Reisen lieber heute als morgen.

So, und nun verrate ich dir, wohin ich gern in den nächsten Jahren noch reisen möchte – und warum ich es bisher nicht geschafft habe.

Meine To-go-Liste

Antarktis. Ich habe schon Berge, Wüsten und Regenwälder gesehen. Was mir noch fehlt, sind Eisberge. Da wäre eine Tour in die Antarktis ein Traum.

  • Bisheriges Hindernis: Ein Besuch der Antarktis ist nur mit einer sehr teuren Schiffstour möglich. Dafür fehlt mir bisher leider der Lottogewinn (huch, ich spiele ja gar kein Lotto …).

Australien. Mit 17 war ich schon mal sechs Wochen lang zum Schüleraustausch in Sydney, aber da ich dort auch zur Schule gegangen bin, habe ich nicht viel vom Land gesehen. Das würde ich gern nachholen.

  • Bisheriges Hindernis: Die Flugdauer. Australien ist einfach verdammt weit von Europa entfernt, und sooo gern mag ich das Fliegen dann doch nicht.

Botswana. Nach meiner Rundreise durch Namibia (ich liebe dieses Land!) würde ich gern auch mal nach Botswana fahren, weil die Tierwelt und die Natur dort noch mal beeindruckender sein sollen als in Namibia oder auch in Südafrika im Krüger Park.

  • Bisheriges Hindernis: Die Kosten. Botswana ist eines der teuersten Reiseländer der Welt. Und bisher bin ich einfach zu geizig dazu, für eine Nacht in einer Lodge mehrere Hundert Euro auszugeben.

Galapagos-Inseln. Als Tierliebhaber stehen die Galapagos-Inseln schon lange auf meiner To-go-Liste. Wo sonst sieht man so viele Tiere auf kleinstem Raum?

  • Bisheriges Hindernis: Bisher dachte ich, die Galapagos-Inseln seien nur mit teuren Kreuzfahrttouren zu erreichen. Nun habe ich herausgefunden, dass das gar nicht sein muss. Deshalb: Galapagos, wir kommen bald! UPDATE: Mittlerweile haben wir die Galapagos-Inseln bereist, und es war in der Tat weit weniger teuer als gedacht.

Grönland. Einmal war ich schon fast da. Von Reykjavík aus wäre es ein Katzensprung gewesen. Leider habe ich diese Chance bei meiner Islandreise verstreichen lassen.

  • Bisheriges Hindernis: Keine Ahnung – ich müsste es einfach mal tun. So weit ist es schließlich gar nicht …

Kanada. Berge, Seen, unendliche Weiten – Kanada, vor allem der Westen, sieht ganz danach aus, als hätte es alles, was wir uns so für eine Reise wünschen.

  • Bisheriges Hindernis: Man muss offenbar sehr lange vorbuchen, um halbwegs günstige Flüge, Mietwagen und Unterkünfte zu bekommen. Camping ist zudem nicht unser Ding, und feste Unterkünfte sind in Kanada per se recht teuer.

La Réunion. Seit ich gelesen habe, dass die Insel nicht nur für Pauschaltouristen, sondern auch für Indivdiualreisende gut machbar ist, würde ich gern mal dort wandern gehen.

  • Bisheriges Hindernis: Ich spreche kein Französisch. Und die Flüge auf die Insel sind auch relativ teuer.

Madagaskar. Die einmalige Natur auf der afrikanischen Insel finde ich sehr reizvoll – und ich möchte sooo gern mal einen Lemuren in der Wildnis sehen.

  • Bisheriges Hindernis: Man kann dort offenbar nur sehr schwer auf eigene Faust herumreisen. Gruppenreisen kommen für uns überhaupt nicht infrage, daher wird das wohl ein Traum bleiben.

Marokko. Dieses Land steht erst seit Kurzem auf meiner To-go-Liste, weil ich arabische Länder bisher wenig im Fokus hatte. Aber nachdem ich im März 2017 ein paar Tage auf einer Bloggerreise in Marrakesch war, bin ich angefixt. Ich will noch mehr sehen von diesem Land!

  • Bisheriges Hindernis: Meine kaum vorhandenen Französischkenntnisse. Ich habe keine Ahnung, ob man ohne Französisch zu sprechen gut allein durch Marokko reisen kann.

Myanmar. Mit Thailand, Laos, Vietnam, Indonesien und Kambodscha habe ich Südostasien weitgehend durch (wobei es auch dort noch viele unentdeckte Ecken gibt!). Was noch auf meiner Liste der südostasiatischen Länder fehlt, ist Myanmar.

  • Bisheriges Hindernis: Die Entwicklung im Land. Wenn ich höre, dass die Preise in Myanmar in die Höhe schießen, die Qualität aber nicht mithalten kann, warte ich lieber noch etwas ab, bis sich das Land an den Tourismus gewöhnt hat (und nein, auch die heutigen Myanmar-Reisenden sind keine Pioniere mehr – der Zug ist bereits abgefahren).

Nepal. Jedesmal, wenn ich Bilder von den gigantischen Bergen und den spektakulären Wanderwegen sehe, bin ich hin und weg und würde gern auch einmal dorthin.

  • Bisheriges Hindernis: Meine fehlende Kondition. Ich bin wahrlich keine Sportskanone, und wenn mich die Länge der Wanderwege nicht erledigen, würde wahrscheinlich die Höhe ihr Übriges dazutun, dass ich eine Wanderung in Nepal abbrechen müsste.

Sri Lanka. Nachdem ich in Südostasien schon die meisten Länder gesehen habe, wäre Sri Lanka mal eine Alternative: ähnlich wie Südostasien, aber durch die Nähe zu Indien wahrscheinlich doch ganz anders.

  • Bisheriges Hindernis: Wir standen dieses Jahr kurz davor, Sri Lanka zu buchen, aber haben uns dann für unsere große Reise doch für ein anderes Land entschieden. Vielleicht nächstes Jahr …

Patagonien. Bei jedem Reisebericht, den ich über die Reise bis nach Feuerland lese, bekomme ich mehr Fernweh und will dort unbedingt mal selber hin.

  • Bisheriges Hindernis: Die Reisezeit. Patagonien liegt auf der südlichen Halbkugel, was in unserem Sommer tiefster Winter bedeutet. Da ich aber aus diversen Gründen immer im Sommer meinen langen Urlaub habe, hat es bislang einfach nicht geklappt.

Das ist nur ein Ausschnitt meiner To-go-Liste, die sich alle paar Tage verlängert. Mal schauen, was noch alles dazukommt und ob vielleicht anderes in den Hintergrund rückt …

Und wie sieht deine Bucket List aus? Wohin möchtest du gern mal reisen? Und kennst du vielleicht ein paar der Orte auf meiner To-go-Liste und kannst meine Bedenken zerstreuen? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

 

 

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