Wie plane ich meine Reise nach Südafrika?

Ihr habt es vielleicht schon in meinem Newsletter oder auf meiner Facebook-Seite gelesen: Meine große Reise dieses Jahr geht nach Südafrika! Ich freue mich schon riesig und bin schon eifrig bei der Planung.

Wie immer organisiere ich die ganze Reise selber, ohne einen Reiseveranstalter hinzuzuziehen. Denn dann kann ich mir meine perfekte Reise zusammenstellen. Für alle, die das noch nie gemacht haben, erkläre ich heute mal, wie ich an die Planung unserer Südafrika-Reise herangehe:

1. Ein Reiseziel definieren

Ich habe noch ganz viele Reiseziele auf meiner To-go-Liste stehen, und wie so oft kann ich mich auch dieses Mal nicht für ein Land entscheiden. Also gehen mein Partner und ich in eine große Buchhandlung, schnappen uns Bildbände und Reiseführer unserer Wunschländer und lassen uns davon inspirieren. Ein großer Bildband über Südafrika gibt schließlich den Ausschlag: Dorthin wollen wir gern! Noch eine Nacht drüber schlafen, dann ist die Entscheidung für einen Roadtrip durch Südafrika endgültig gefallen. Südafrika Roadtrip

2. Informationen einholen

Südafrika ist groß, und es gibt so unglaublich viel zu sehen. Vier Wochen reichen lange nicht aus, um alles zu entdecken. Wo also anfangen? Ich lese mich erst einmal ein: Ich kaufe mir den Reiseführer „Südafrika, Lesotho und Swasiland“ von Stefan Loose (mit dem Loose bin ich auch in Namibia gut gefahren – viele schwören auch auf den Südafrika-Führer aus dem Verlag Reise-Know-how). Ich trete auf Facebook der Gruppe Südafrika Reise Forum bei und melde mich im Südafrika-Forum an, einem Diskussionsforum von Südafrika-Liebhabern. Außerdem frage ich alle Bekannten, die schon mal in Südafrika waren, nach Tipps. So kommen viele, viele Informationen zusammen.

3. Flugtickets kaufen

Bevor ich in die Detailplanung einsteigen kann, muss der Flugtermin feststehen. Ich schaue mich gern auf den einschlägigen Suchmaschinen wie Swoodoo und Skyscanner um, prüfe aber daraufhin noch mal, wie die Preise und Verbindungen direkt bei den gefundenen Airlines aussehen. Auch dieses Mal habe ich wieder Glück: Bei der Lufthansa selber kosten die Flüge weniger als über die Suchmaschinen. Flug buchen Südafrika

Noch mehr sparen kann ich unter Umständen, indem ich alternative Abflugorte ausprobiere – und siehe da: Die Abfahrt von Köln über Frankfurt nach Johannesburg ist 100 Euro günstiger als direkt ab Frankfurt. Noch billiger hätte ich es mit anderen internationalen Airlines haben können – aber ich habe keine Lust auf einen langen Zwischenstopp in einem dritten Land. Nachdem ich mir in meinen Informationsquellen angeschaut habe, was andere für ihre Flüge bezahlt haben, schlage ich bei dem Schnäppchen mit Lufthansa schnell zu und buche den Flug über das Internet.

4. Route erstellen

Schnell war uns klar: Ganz Südafrika zu durchqueren, wäre uns für eine vierwöchige Reise zu viel. Daher beschließen wir, uns auf den Nordosten zu konzentrieren. Weiteres Argument dafür: Die Flüge nach Johannesburg und von dort zurück sind günstiger als ein Gabelflug Kapstadt – Johannesburg. Hinzu käme noch eine Gebühr für die Einwegmiete des Autos. Aber der Preis ist nicht das allein Ausschlaggebende: Wir wollen vor allem keinen Stress auf der Reise, daher beschränken wir uns lieber auf eine Region.

Aus meinen Informationsquellen schreibe ich alle Reiseziele heraus, die mir im Nordosten Südafrikas interessant erscheinen. Diese Orte trage ich online in eine Karte ein und verbinde sie auf einer sinnvollen Strecke miteinander. Hier ist der Dienst Google My Maps sehr hilfreich. Damit habe ich meine erste Routenplanung vorliegen. Karte für Reiseplanung Südafrika

Nun muss ich noch herausfinden, ob alles, was wir uns vorgenommen haben, in vier Wochen auch machbar ist. Dazu wälze ich wieder meine Informationsquellen und erstelle eine Excel-Liste mit jedem Tag unserer Reise. In diese Liste setze ich die einzelnen Reiseziele mit den entsprechenden Zeiträumen, die wir uns dort aufhalten wollen. Einige der geplanten Ziele bleiben dabei auf der Strecke, weil sich herausstellt, dass sie zeitlich einfach nicht mehr reinpassen.

5. Unterkünfte buchen

Nachdem ich nun weiß, wie unser Routenverlauf ist, kann ich mich an die Buchung der Unterkünfte begeben. Da wir in unseren Sommerferien fahren, in denen voraussichtlich noch viele andere Reisende in Südadfrika unterwegs sein werden, ist es mir lieber, alles vorzubuchen. In den Nationalparks ist das ohnehin empfehlenswert. Auch hier helfen wieder Reiseführer, Facebook-Gruppe und das Diskussionsforum.

Einige Unterkünfte buche ich über booking.com, da man dort oft kostenlos stornieren kann. Das erweist sich als hilfreich, denn einige meiner Wunschunterkünfte sind schon ausgebucht, sodass ich manche Aufenthalte um einen Tag nach vorn oder hinten verschieben muss. Die Camps in den Nationalparks lassen sich bequem über die Seiten von Sanparks und Ezemvelo KZN Wildlife (für alle Parks in der Provinz Kwazulu-Natal) buchen. Einmal muss ich dort wegen einer Änderung anrufen – aber die Telefonkosten dafür halten sich auch im Rahmen. Die meisten anderen Buchungen laufen problemlos über Online-Buchungsplattformen auf den Seiten der Unterkünfte oder per E-Mail.

6. Mietwagen buchen

Meine Recherche zu unserer Route zeigt mir: Ein normaler Mittelklassewagen reicht für unsere Strecke vollkommen aus, es muss kein Geländewagen mit Allradantrieb sein. Also vergleiche ich ein paar Mietwagenanbieter und lande – wie fast immer in den letzten Jahren – bei Sunnycars. (Diese Empfehlung erfolgt allein aus Überzeugung, ich wurde dafür nicht von Sunnycars bezahlt!) Der Vorteil dieses Vermittlers: Er bietet Mietwagen zu super Konditionen. Die Versicherungssummen entsprechen den deutschen Standards. Man muss im Schadenfall keinen Selbstbehalt zahlen, und Kosten für Schäden an Glas, Dach, Reifen und Unterboden werden ebenfalls übernommen. Dies ist keinesfalls bei allen Anbietern der Fall – daher solltest du bei Mietwagenanbietern nicht nur die Preise, sondern immer auch die Konditionen vergleichen. Mietwagen Südafrika

7. Details erledigen

Nun müssen nur noch ein paar Kleinigkeiten erledigt werden:

  • Wir brauchen für Südafrika den Internationalen Führerschein, den wir bei unserer Stadtverwaltung bekommen.
  • Ich muss noch ausrechnen, ob sich für uns eine Wildcard lohnt – das ist eine Jahreskarte für die Nationalparks, die unter Umständen günstiger sein kann als Einzeleintritte in die Parks.
  • Ich behalte die Sanparks-Seite im Auge, weil ich gern noch zwei Unterkünfte im Krüger Park ändern würde. Obwohl ich ein halbes Jahr vor der Anreise mit der Planung begonnen habe, waren einige der beliebtesten Unterkünfte schon vergeben. Vielleicht werden sie im Laufe der Zeit noch frei, weil jemand storniert.

Zebra Game Park Südafrika8. Vorfreuen

Nachdem ich nun den größten Teil der Planung abgeschlossen habe, kann ich mich nach ein paar arbeitsintensiven Tagen erstmal wieder zurücklehnen und mich auf Südafrika freuen. Alles in allem hat die Planung unserer Südafrika-Reise bislang zwei Wochen gedauert. Ich habe allerdings ein bisschen Gas gegeben, weil ein halbes Jahr für die Buchung mancher Unterkünfte schon zu knapp ist. Wer noch später beginnt, muss eventuell damit rechnen, nicht alles zu bekommen, was er sich wünscht.

Und wie gehst du denn so an die Reiseplanung eines Roadtrips heran? Organisierst du alles selber? Holst du dir professionelle Hilfe? Oder lässt du einfach alles auf dich zukommen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Dies ist übrigens ein Beitrag zur Blogparade „Die schönsten Urlaubsziele 2016“ von Phototravellers. Und auf dem Philippinen-Blog gibt es gerade eine Blogparade zum Thema „Reisevorbereitungen„. Wenn es also für dich nicht nach Südafrika, sondern woanders hinehen soll, kannst Du ja mal dort oder bei anderen Blogs vorbeischauen: Genussbummler zum Beispiel schreibt über die Vorbereitung von Roadtrips, Home to the World gibt allgemeine Planungstipps.

 

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18 Kommentare

  • Mercy Stefan sagt:

    Super Bericht. Es ist toll zu sehen, wie Andere an die Reiseplanung herangehen. Wir freuen uns schon auf Deinen Bericht aus Suedafrika.

    Liebe Gruesse

    Mercy und Stefan

  • Anna sagt:

    Vielen Dank! Nach so einem Artikel suche ich schon länger, weil Südafrika ja doch was anderes ist als Europa, USA oder Australien. Im Wesentlichen scheint aber alles gleich zu funktionieren, trotzdem gibt dein Artikel ein bisschen mehr Sicherheit. 🙂

    Herzlich,
    Anna

  • Das klingt ja super und routiniert. Ihr werdet sicher viel Spaß in Südafrika haben. Bis dahin haben wir es noch nicht geschafft.
    Unsere Indienreise hatten wir auch selbst organisiert, mit Flug und Unterkünften. Bei booking.com haben wir jedoch einige Überraschungen erlebt: das angegebene Hotel war ein Guesthouse oder die Aufnahmen waren geschönt oder es gab doch Frühstück, obwohl keines ausgeschrieben war. Die Umbuchung des Gästehauses auf ein Hotel hat booking.com anstandslos genehmigt, war ja ihr Fehler.
    Jetzt planen wir unsere Großbritannien-Rundreise mit dem Wohnmobil. Dabei stecken wir uns vorab eine grobe Route ab. Ich habe Zeitungsausschnitte und Prospekte gesammelt. Alles andere werden wir vor Ort sehen. Die Fähre Calais-Dover, ist die günstigste, werden wir online buchen. Da wir kein Zeitlimit haben, werden wir uns überraschen lassen, wo wir mit dem Wohnmobil Stell- oder Campingplätze bekommen. Die einzig große Unbekannte in Großbritannien ist wohl das Wetter. Hoffentlich spielt das halbwegs mit.
    Euch wünschen wir schon jetzt eine fantastische Reise nach Südafrika.

    • Sabine sagt:

      Diesen Aufwand an Vorbereitung für eine Reise mache ich auch nur, wenn wir alles vorbuchen wollen/müssen. Und ja, booking.com ist natürlich nur eine Plattform – bevor ich dort buche, schaue ich mir die Unterkünfte noch mal auf deren eigener Website an. Mit Wohnmobil oder in unkomplizierten Reiseländern wie Südostasien würde ich das auch viel spontaner angehen. Viel Spaß in Großbritannien – auch ein tolles Land!

  • Sehr gute Herangehensweise, Sabine!

    Hilfreich könnte auch ein Besuch der einschlägigen Reiseberichte-Sammlungen sein, wie z.B. http://1001-ReiseBerichte.de – oder gleich bei den Kollegen Reisebloggern nachsehen, wie bei ReiseFreaks ReiseBlog http://ReiseFreak.de oder Zypresseunterwegs http://www.zypresseunterwegs.de – aber es gibt noch eine ganze Menge davon in den Tiefen des WWW.

    Gute Reise – und eine gesunde Wiederkehr!
    Südafrika-Fan Wolfgang

    • Sabine sagt:

      Natürlich lese auch auch Reiseblogs! Allerdings sind dort ja meist eher punktuelle Berichte zu finden, die Lust auf die Reise machen. Die konkreten Fragen werden meist woanders beantwortet (zum Beispiel in einem persönlichen Gespräch mit Zypresse 😉 ).

      • Zypresse sagt:

        Danke, Wolfgang, für Deine Empfehlung – und ja, Sabine und ich hatten schon Kontakt und sogar mit einem Kruger Plan konnte ich ihr helfen – das sind die Dinge, die beim Bloggen dann echt Spaß machen!

  • Hallo Sabine,

    eine tolle Übersicht, vielen Dank für das tolle Stück. Südafrika steht auch auf unserem Wunschzettel

    Liebe Grüße
    Florian

  • Zypresse sagt:

    Ob sich der Kauf einer Wildcard lohnt hab ich schon mal gerechnet, das kannst Du hier http://www.zypresseunterwegs.de/2015/11/09/lohnt-f%C3%BCr-die-s%C3%BCdafrika-reise-eine-wildcard-reloaded/ nachlesen.

    Aktuell kann man sagen, ab 6 Tagen Kruger zu zweit lohnt sich die Wildcard für die Südafrikareise: 6 Tage * 2 Personen * 280 ZAR Conservation Fee = 3360,00 ZAR gegenüber den Kosten von 3005 ZAR für eine Paar-Karte. Und welche von Euren Zielen in KwaZuluNatal von der Wildcard abgedeckt werden kannst Du hier nachschauen http://www.sanparks.org/wild/tourism/pricing.php#partners

    Ich wünsche Euch eine wunderbare Reise!

    • Sabine sagt:

      Danke dir für die Links – sehr hilfreich! Ich glaube auch, dass sich eine Wildcard für uns lohnt. Wir sind zwar nur 4 Tage im Krüger, aber haben noch ein paar Parks in Kwazulu-Natal, in Free State und in Swasiland, die auch mit angerechnet werden. Müsste also reichen 🙂

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