Namibia-Highlight: Sossusvlei

Was war bislang mein schönstes Naturlerlebnis auf Reisen? Keine einfache Frage, die uns Sabine vom Blog Reisespatz hat in ihrer Blogparade stellt, denn ich habe schon so viel beeindruckende Natur auf Reisen gesehen:

Aber wenn ich genauer darüber nachdenke, dann zählen zu meinen absoluten Favoriten auf jeden Fall die Sanddünen am Sossusvlei in Namibia: Sand, Sand, Sand, soweit das Auge reicht. Ich war vorher noch nie in der Wüste gewesen, daher haben mich diese Sandberge ganz besonders fasziniert.

Ein Wunder aus Formen und Farben

Ich liebe die warmen orange-braun-roten Farbtöne, die sich im Laufe des Tages je nach Sonneneinstrahlung verändern. Die perfekten Formen, die der Wind immer wieder neu aus dem Sand entstehen lässt. Die Stille, die in der Wüste herrscht. Und das Gefühl, beim Aufstieg auf eine Düne fast selber zu einem Teil dieser unglaublichen Menge von Sand zu werden.

Ich habe im Juli, also mitten in den Sommerferien, meine dreiwöchige Rundreise durch Namibia unternommen. Zu dieser Jahreszeit war ich natürlich nicht die Einzige, die an diesem Tag den Sossusvlei besuchen wollte. Trotz der Menge an Besuchern, die die riesigen Dünen jährlich anziehen, gibt es die Chance, das Naturwunder in Ruhe zu genießen. Dies sind meine Tipps:

1. Rechtzeitig buchen

Vor allem in der Hauptsaison lohnt es sich, die Unterkunft früh zu buchen – am besten so nah wie möglich am Parkeingang. Campingfreunde können versuchen, einen Platz auf dem Sesriem Campingplatz innerhalb des Parks zu bekommen. Mein Tipp für eine Unterkunft direkt vor den Parktoren: das Desert Camp, eine Selbstverpflegungshütte vier Kilometer vom Park entfernt.

Dort kannst du dir Grillfleisch und andere Köstlichkeiten liefern lassen und in der Open-Air-Küche selbst zubereiten. Oder du gönnst dir das Riesenbüffet im Haupthaus, der Sossusvlei Lodge, mit allen Fleischsorten, die Namibias Tierwelt zu bieten hat.

2. Pünktlich aufstehen

Um das ganz besondere Licht in den Dünen zu genießen, solltest du früh in den Park hineinfahren. Die Tore öffnen in der Sekunde des Sonnenaufgangs (im Winter etwa um 6:30 Uhr) – bis dahin hat sich aber schon eine lange Autoschlange vor dem Parkeingang gebildet. Daher empfiehlt es sich, besonders früh aufzustehen, um vorn mit dabei zu sein. Die Besucher des Sesriem Campingplatzes dürfen schon ab 5 Uhr losfahren, haben also die Gelegenheit, die Wüste vor Sonnenaufgang zu erleben.

3. Vorher abbiegen

Die meisten Besucher treten aufs Gas, sobald die Parktore sich öffnen, um so schnell wie möglich zum Sossusvlei zu gelangen. Bis sie die 65 Kilometer lange Strecke hinter sich gebracht haben, steht die Sonne aber schon viel zu hoch am Himmel, um noch die faszinierenden Schattenspiele der Dünen sehen zu können. Viel spannender ist es daher, direkt hinter dem Parkeingang den ersten Abzweig nach rechts zu nehmen, um zur Elim-Düne zu gelangen.

Diese Fahrt dauert nur ein paar Minuten, sodass du dort das besondere Morgenlicht in der Düne genießen kannst. Und das Schönste: Kaum ein Mensch verirrt sich hierher, so dass du die Spuren der Tiere, die sich in der Nacht auf der Düne getummelt haben, ganz genau inspizieren kannst. Es ist spannend zu schauen, wer da wohl wem im Laufe der Nacht begegnet ist.

4. Sich nicht überschätzen

Rund fünf Kilometer vor der Hauptdüne, dem berühmten Sossusvlei, befindet sich ein Parkplatz. War die Straße bis hierhin gut ausgebaut, erwartet dich hier eine Sandpiste, die nur von Autos mit Vierradantrieb befahren werden kann. Manche versuchen es auf eigene Faust. Aber Achtung: Viele Touristen scheitern trotz Geländewagen an der ungewohnten Strecke. Das Ergebnis: Sie stecken im Sand fest und müssen sich – selbstverständlich gegen eine saftige Gebühr – von Einheimischen rausziehen lassen. Besser ist es also für Fahrzeug und Fahrer, den angebotenen Shuttle-Bus zu nutzen, um zum Fuße des Sossusvlei zu gelangen.

5. Schuhe ausziehen

Die Wanderung auf die rund 400 Meter hohen Dünen ist nicht unanstrengend: Zwei Schritte vor, einen zurück geht es im Puderzuckersand. Nach kürzester Zeit hatten sich meine Schuhe mit Sand gefüllt, was das Laufen noch schwieriger macht. Also am besten: Schuhe aus und auf Socken hoch! Barfußlaufen empfiehlt sich nicht – zum einen, weil der Sand in der Mittagshitze sehr heiß werden kann, zum anderen, weil in den Dünen viele Käfer und andere Insekten leben, die auch mal zubeißen könnten, wenn du auf sie trittst.

Nun bist du dran: Was war dein beeindruckendstes Naturerlebnis auf Reisen? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar!

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8 Kommentare

  • Wir waren vorletztes Jahr auch im Sossusvlei und das war auch eines meiner schönsten Naturerlebnisse. Wir waren auch pünktlich zum Sonnenaufgang an der Düne, aber leider war so dichter Nebel, dass es dann trotzdem nicht geklappt hat.

    Antelope Canyon und Hubschrauberflug über dem Grand Canyon waren aber auch toll.

    Dieses Jahr steht Island auf dem Programm, ich bin gespannt. Grade sind wir in Apulien, das ist aber mehr Erholungsurlaub.

    Viel Spaß weiterhin beim Reisen.

  • Liebe Sabine,
    du machst wundervolle Bilder und hast die Farben, die du beschreibst auch perfekt mit den Bildern bewiesen. Nun bekommt man eine Vorstellungskraft von dem, was du erlebt hast.
    Afrika ist ein unheimlich spannender Kontinent, der auch mich fesselt. Ich hoffe bald eine ähnliche Reise, wie du sie gemacht hast, unternehmen zu können! Inspiriert hast du mich mit deinem schönsten Naturerlebnis auf jeden Fall!
    Beste Grüße
    Anna

  • Ah, diese wundervolle Landschaft! So schöne Fotos! Ich möchte mich am liebsten gleich zurück beamen. Wir hatten im Park eine Unterkunft und zwar die Sossus Dune Lodge. Die ist richtig toll, aber auch leider ziemlich teuer. Der Vorteil darin bestand allerdings, dass wir uns mit einem Frühstückspaket mitten in der Nacht auf den Weg machen konnten zum Sossusvlei. So bestaunten wir fast alleine das Farbenspiel des Sonnenaufganges. Vielen lieben Dank, dass du bei meiner Blogparade mitgemacht hast und so schöne Erinnerungen in mir wieder wachgerufen hast.

    • Ja, Namibia ist in der Tat sehr schön – bin gespannt, ob Südafrika dieses Jahr dagegenhalten kann … Wir haben gar keinen Platz mehr im Park bekommen, das ist immer sehr früh ausgebucht. Hört sich aber klasse an mit dem Sonnenaufgang an den Dünen!

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