Stadtrundgang durch Kuching auf Borneo

Eine Woche unserer insgesamt vierwöchigen Borneo-Reise waren wir in Kuching. So lange an einem Ort, und das, obwohl wir Städte nicht mal besonders mögen? Diesmal kein Problem, denn das Gute an Kuching ist: In der Stadt und in der Umgebung gibt es soviel zu sehen und zu erleben, dass eine Woche wie im Flug vergeht – wir hätten auch noch länger dort bleiben können. Was kannst du in Kuching alles machen?

Kuching hat viele Ecken, die einen Besuch lohnen. Am besten lässt du dich einfach ein bisschen treiben, dann wirst du früher oder später alles entdecken. Hier kommen zunächst meine Tipps für die Stadt. Ausflüge in die Umgebung von Kuching findest du hier.

Schlendern und essen an der Waterfront

Tagsüber kannst du an der Waterfront entlangschlendern und den Blick auf das markante Regierungsgebäude des Bundesstaates Sarawak am anderen Flussufer werfen (das leider nicht für Besucher geöffnet ist – die besten Fotos machst du also vom südlichen Ufer aus). Da es bei unserem Besuch im Juli sehr heiß war, waren wir dankbar über die vielen Pavillons entlang der Promenade, in denen wir im Schatten sitzen konnten.

Am späten Nachmittag öffnen am Ufer des Sarawak zahlreiche Garküchen. Auf einfachen Plastik- oder Metallstühlen sitzt du direkt am Wasser und kannst dich durch die Küche Sarawaks futtern. Wir waren ein paarmal an der Waterfront essen. Mein Lieblingsgericht: Laksa Sarawak, eine scharfe Currysuppe mit Reisnudeln, Huhn und/oder Garnelen nach lokalem Rezept – lecker!

Mit der Fähre zum Kampung Boyan

Von der Waterfront aus kannst du an verschiedenen Anlegestellen ein Boot auf die andere Flussseite nehmen. Für ein paar Ringgit setzen dich die Fährleute über. Was mit den Fähren passieren wird, wenn die neue Fußgängerbrücke, die Harmony Bridge, fertiggestellt ist, steht wohl noch in den Sternen …

Wir haben die Fähre vor dem Hotel Grand Margherita genommen, um einen kleinen Rundgang durch den Stadtteil Boyan zu machen. Das lohnt sich meiner Ansicht nach nicht unbedingt. Dafür haben wir auf dem Steg am nördlichen Flussufer noch eine Überraschung erlebt: Ein Nasenaffe sprang dort in den Bäumen herum. Nasenaffen hatten wir schon im Bako Nationalpark gesehen, aber mitten in der Stadt hatte ich sie nicht erwartet.

Auf Tempeltour durch Kuchings Chinatown

Entlang der Straße Jalan Carpenter, die parallel zur Waterfront verläuft, findest du zum einen ein paar skurrile chinesische Läden – von Apotheken bis zum Geschäft für Tempelbedarf – und zum anderen mehrere chinesische Tempel. Der Eintritt zu den Tempeln ist kostenfrei, du musst nur am Eingang die Schuhe ausziehen. Danach kannst du dich frei durch die kunterbunten Räume mit ihren unzähligen Dekorationen bewegen: rote Laternen, dicke Trommeln, riesige Räucherstäbchen und natürlich die reich verzierten Figuren auf den Altären.

Drei der Tempel befinden sich direkt an der Jalan Carpenter – einer davon im Obergeschoss, also einfach mal den Blick nach oben lenken und nach dem Treppenaufgang Ausschau halten. Ein vierter Tempel steht auf der Straßenkreuzung hinter dem James Brooke Café.

Zu Fuß durch Indien

Die Verlängerung der Jalan Carpenter führt dich auf eine überdachte Fußgängerzone: die India Street. Hier folgt ein Klamottenladen auf den anderen. Außerdem gibt es ein paar Essensstände, an denen du unter anderem quietschbunte (und wahrscheinlich sehr süße) Getränke probieren kannst – wir haben uns die extra Zuckerration gespart.

Am Ende der India Street befindet sich ein ebenfalls überdachter Open-Air-Markt mit zahlreichen chinesischen Garküchen. Bitte keine Haifischflossensuppe probieren! Die Tiere stehen unter Naturschutz.

In den Straßen rund um den Markt finden sich übrigens einige lustige Streetart-Bilder an den Wänden. Auch sonst ist in Kuching eines an Streetart zu finden – einfach mal drauf achten.

Hinter dem Markt erhebt sich die größte Moschee in Kuching. Auf dem Friedhof hinter der Moschee findest du ein bisschen Ruhe vor dem städtischen Treiben.

Buntes Markttreiben am Wochenende

Eines unserer Highlights in Kuching war der Markt Medan Niaga Satok. Mit dem Taxi ließen wir uns auf die andere Flussseite bringen, wo direkt hinter der westlichen Brücke von Kuching die Markthallen stehen. Wir haben schon viele asiatische Märkte besucht, aber hier gab es zahlreiche Gemüse- und Obstsorten, die wir woanders noch nie gesehen hatten. Viele der Verkäufer sind sehr freundlich – wir durften Bananen probieren, und ein Standbetreiber erklärte uns ausführlichst, wozu die verschiedenen Wurzeln an seinem Stand verwendet werden: für Suppen, als Medizin, als Kosmetik …

Wenn du zum Medan Niaga Satok willst, stell sicher, dass dich das Taxi zum richtigen Markt bringt, denn es gibt noch einen alten, aber mittlerweile recht heruntergekommenen Großmarkt, der bis vor Kurzem der Hauptmarkt in Kuching war. Der Medan Niaga Satok ist zwar täglich geöffnet, am meisten los ist aber am Wochenende.

Kuching, die Katzenstadt

Eine lustige Geschichte am Rande: Kuching ist das malaysische Wort für Katze. Wie es zu diesem Namen kam? Als der Abenteurer und spätere Herrscher von Borneo, James Brooke, bei seiner Ankunft in der Stadt einen Einheimischen fragte, wie denn diese Stadt heiße, antwortete dieser Kuching – denn in diesem Moment lief eine Katze vorbei, und der Einheimische dachte, Brooke hätte nach dem Namen des Tieres gefragt. So jedenfalls die Legende.

Ob die Geschichte stimmt oder nicht: Die vielen Katzen in der Stadt sind jedenfalls unübersehbar, etwa als Statuen in Kreisverkehren ebenso wie im Katzenmuseum (das wir nicht besucht haben).

Warst du schon mal in Kuching? Hast du weitere Tipps, was man in der Stadt machen kann? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

 

 

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