Was kostet eine Reise nach Malaysia?

Wandmalerei: We sell everything, you buy something

Vier Wochen lang sind wir durch Festland-Malaysia gereist. Was haben wir in dieser Zeit ausgegeben? Ist Malaysia ein teures oder ein günstiges Reiseland? Ich habe mal nachgerechnet, welche Ausgaben wir im Einzelnen hatten.

Flugkosten nach Malaysia

Wir können ja beruflich bedingt immer nur in den Sommerferien länger verreisen. Entsprechend früh buche ich immer die Flüge, weil man auf Last-Minute-Angebote in den Sommerferien kaum hoffen kann. Dieses Mal lief es leider etwas anders: Ursprünglich hatten wir eine Reise nach Sri Lanka geplant, aber aufgrund der Anschläge am Ostermontag 2019 haben wir die Flüge nach Sri Lanka storniert.

Sechs Wochen vor den Sommerferien musste ich mir also eine Alternative überlegen. Wir entschieden uns für Malaysia. Die günstigsten Flüge gingen zu der Zeit nach Bangkok. Von dort flogen wir einen Tag später nach Colombo, um von dort über Land langsam wieder nach Bangkok zurückzureisen. Am Ende kam alles anders: Wir blieben doch die ganzen vier Wochen in Malaysia und flogen von Penang zurück nach Bangkok. Insgesamt kostete uns das Ganze genauso viel wie ein Direktflug von Frankfurt nach Colombo gekostet hätte …

Blick auf Flugzeugfenster auf Malaysia

Bye bye Malaysia: Flug über den Nationalpark Penang.

Flugkosten im Detail: 

  • Frankfurt – Bangkok – Frankfurt (mit Etihad): 600 Euro pro Person
  • Bangkok – Colombo (mit Air Asia): 68 Euro pro Person (inkl. Aufgabegepäck was bei Air Asia ca. 25 Euro extra kostet)
  • Penang – Bangkok (mit Air Asia): 80 Euro pro Person (inkl. Aufgabegepäck was bei Air Asia ca. 25 Euro extra kostet)

Für die Flüge nach Malaysia mit Zwischenstopp in Bangkok haben wir pro Person rund 750 Euro bezahlt.

Kosten für Unterkünfte in Malaysia

Eigentlich wollten wir uns treiben lassen und uns spontan für Unterkünfte entscheiden. Ein Blick in Buchungsplattformen wie Booking oder Agoda zeigte aber: Nette und preiswerte Unterkünfte an unseren Wunschdestinationen waren schon weitgehend ausgebucht. Also habe ich schweren Herzens doch alles vorab reserviert. Ansonsten hätten wir wohl wirklich nur noch teure Zimmer oder Absteigen bekommen.

Was uns bei Unterkünften wichtig ist: Wir wollen ein Doppelzimmer haben, keinen Schlafsaal. Wenn es geht, haben wir gern ein eigenes Bad. Sauber muss es sein, Frühstück kann, muss aber nicht dabei sein. Große Hotels mögen wir nicht. Lieber sind wir in kleinen Familienhotels oder Guest Houses untergebracht.

Zimmer mit Bett

Eine der nettesten Unterkünfte: The Tudor in Ipoh. (Foto: Jochen Hafner)

Hotelkosten im Detail: 

Im Schnitt haben wir in Malaysia 36 Euro pro Nacht ausgegeben. Ausreißer nach oben waren die zwei Nächte in Fraser’s Hill, wo wir in einer schicken kleinen Privatunterkunft eines Engländers gewohnt haben. Die zwei Übernachtungen kosteten uns 128 Euro.

Das günstigste Hotel mit 18 Euro die Nacht hatten wir in Kuala Lipis, wo wir zweimal geschlafen haben – vor und nach unserem Ausflug in den Kenong Rimba Park. Das hat uns nicht gewundert, denn Kuala Lipis ist nicht unbedingt ein Touristenort.

Hinzu kamen noch zwei Nächte am Anfang und eine Nacht am Ende unserer Reise in Bangkok. Hier haben wir für ein Hotel in der Nähe des Flughafens Don Muaeng pro Nacht 30 Euro bzw. für ein nettes Zimmer in der Soi Rambuttri 20 Euro bezahlt.

Insgesamt haben wir in Malaysia für 24 Hotelübernachtungen 700 Euro ausgegeben.

Kosten für Transport in Malaysia

Busfahren in Malaysia ist spottbillig. Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fährt, zahlt nur ein paar Euro für mehrstündige Fahrten. Etwas teurer sind die Backpackerbusse, die zwischen den beliebtesten Orten pendeln. Ihr Vorteil: Sie fahren die Strecken in einem Rutsch oder mit nur wenigen Zwischenstopps durch. Mit den öffentlichen Bussen hätten wir teilweise öfter umsteigen müssen und wären viel länger unterwegs gewesen.

Auch Bahntickets sind günstig in Malaysia. Da das Bahnnetz gut ausgebaut ist, lohnt es sich, vor allem an der Westküste, den Zug zu nehmen.

Zug in Malaysia

Der Jungle Train im Osten Malaysias.

Für manche Strecken ist es auch sinnvoll, Taxis bzw. einen Privatfahrer zu nehmen. In der Innenstadt kosten Taxifahrten nicht viel. Für Taxis in den Städten haben wir die App Grab genutzt. Der Vorteil: Du musst nicht lange um den Preis feilschen, sondern es wird dir sofort bei der Buchung einer Fahrt ein Festpreis genannt. Da dieser oft ein ganzes Stück unter den Preisen für reguläre Taxifahrten liegen, haben wir den Fahrern immer ordentlich Trinkgeld gegeben.

Für längere Strecken fand ich die Preise der Fahrer schon recht hoch. Aber mangels Alternativen kamen wir in einem Fall nicht um einen Privatfahrer herum.

Transportkosten im Detail: 

Bus: Busfahren in Malaysia kostet nur ein paar Cent bis wenige Euro. Von George Town auf der Insel Penang bis zum Penang Nationalpark zum Beispiel haben wir umgerechnet einen Euro für eine 90-minütige Fahrt bezahlt. Die Fahrt von Kota Bahru nach Kuala Besut, zum Fähranleger auf die Perhentian Islands, hat pro Person 1,50 Euro gekostet.

Taxi: Für die Tempeltour in Ipoh hatten wir einen Taxifahrer. Der nahm etwa 5 Euro pro Stunde, hat aber auch bei den Tempeln auf uns gewartet. In den Cameron Highlands kostet ein Taxi 6 Euro pro Stunde.

Um vom Flughafen Colombo nach Fraser’s Hill zu gelangen, mussten wir einen Privatfahrer unserer Unterkunft buchen, weil es keinen Bus gibt, der nach Fraser’s Hill fährt. Der Fahrer nahm 67 Euro für die rund dreistündige und 160 Kilometer lange Tour. Wenn man bedenkt, dass er die Strecke mit Hin- und Rückfahrt zweimal fahren musste, relativiert sich natürlich der Preis.

Buntes Boot am Strand

Autofrei: So sehen die Taxis auf den Perhentians aus.

Taxi-Boot: Ein Taxi-Boot zwischen Perhentian Besar und Perhentian Kecil kostet pro Person und Strecke 5 bis 6 Euro. Im Penang Nationalpark hätten wir für ein Boot zum Monkey Beach 25 Euro bezahlt, zum Turtle Beach 50 Euro. Wir haben uns das Boot zurück vom Turtle Beach mit mehreren Leuten geteilt.

Bahn: Für die Bahnfahrt mit dem Jungle Train von Kuala Lipis nach Kota Bahru haben wir pro Person 5 Euro bezahlt, für den modernen Schnellzug von Ipoh nach Butterworth 8 Euro pro Person.

Fähre: Die Fähre auf die Perhentian Islands und zurück hat 9 Euro pro Person gekostet. Das Fährticket von Butterworth nach George Town kostet weniger als 50 Cent pro Person.

Kosten für Ausflüge in Malaysia

Die meisten Orte in Malaysia haben wir auf eigene Faust erkundet. Einmal war aber doch ein lokaler Führer nötig: für den Ausflug in den Kenong Rimba Park. Die Tour mit zwei Übernachtungen hat pro Person 100 Euro gekostet. Dabei waren der Transport mit Auto und Boot, Essen, ein Zelt sowie die Führer durch den Regenwald inklusive.

Auch auf den Perhentian Islands haben wir eine organisierte Tour gebucht: einen Schnorchelausflug mit mehreren Stopps rund um die Insel Perhentian Besar. Für eine dreistündige Tour haben wir pro Person rund 12 Euro bezahlt, eine Schnorchelausrüstung war dabei.

Preistafel für Schnorcheltouren

Günstige Schnorcheltouren auf den Perhentians.

Kosten für Essen in Malaysia

Die Kosten fürs Essen kann ich gar nicht genau beziffern, weil es einfach so megagünstig ist. Streetfood kostet nur ein paar Cent. In den Food Markets haben wir nie mehr als 5 Euro pro Person für ein Gericht bezahlt. Und auch in Restaurants haben wir selten ein Gericht über 10 Euro gesehen. Natürlich kannst du in Malaysia auch in ausgefallene internationale Restaurants gehen, die teurer sind. Wie überall sind nach oben keine Grenzen gesetzt.

Gesamtkosten für unsere vierwöchige Reise nach Malaysia

Insgesamt haben wir für unsere vierwöchige Reise durch Malaysia pro Person rund 1700 Euro bezahlt.

Wenn wir die Kosten von rund 750 Euro für die Flugtickets abziehen, kommen wir auf gerade einmal 950 Euro, die wir pro Person gebraucht haben. Pro Woche macht das rund 237 Euro, pro Tag 34 Euro. Damit möchte ich behaupten: Malaysia zählt zu den günstigen Reiseländern, wenn du keinen Wert auf Luxus legst und vieles auf eigene Faust organisierst.

Hast Du noch Fragen zu den Reisekosten in Malaysia? Was hast du in dem Land ungefähr ausgegeben? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

 

 

Veröffentlicht am: 21. Februar 2020

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3 Kommentare

  1. Marcel Rübesam 26. März 2020 um 9:02 - Antworten

    Hallo Sabine, dein Reiseblog gefällt mir wirklich sehr gut und die Informationen hier im Artikel sind wirklich gut und passen auch. Ich war vor 3 Jahren in Malaysia und in anderen asiatischen Ländern und keine deine Angaben bestätigen. Das Land ist wirklich schön und Kuala Lumpur war eine richtig tolle Stadt, die Nachtmärkte :) Oh ja… Mach weiter so und bleib gesund, Grüße Marcel

  2. Eka 26. Februar 2020 um 15:47 - Antworten

    Danke für die Auflistung eurer Reisekosten. Wohin geht dieses Jahr eure Reise?

    • Sabine 27. Februar 2020 um 12:16

      Auch wieder Richtung Asien – aber dieses Mal in eine andere Ecke ;-) Mehr Infos folgen demnächst.

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Veröffentlicht am: 21. Februar 2020

3 Kommentare

  1. Marcel Rübesam 26. März 2020 um 9:02 - Antworten

    Hallo Sabine, dein Reiseblog gefällt mir wirklich sehr gut und die Informationen hier im Artikel sind wirklich gut und passen auch. Ich war vor 3 Jahren in Malaysia und in anderen asiatischen Ländern und keine deine Angaben bestätigen. Das Land ist wirklich schön und Kuala Lumpur war eine richtig tolle Stadt, die Nachtmärkte :) Oh ja… Mach weiter so und bleib gesund, Grüße Marcel

  2. Eka 26. Februar 2020 um 15:47 - Antworten

    Danke für die Auflistung eurer Reisekosten. Wohin geht dieses Jahr eure Reise?

    • Sabine 27. Februar 2020 um 12:16

      Auch wieder Richtung Asien – aber dieses Mal in eine andere Ecke ;-) Mehr Infos folgen demnächst.

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